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Teltow-Fläming Lkws bleiben stecken, weil sie Bussen folgen
Lokales Teltow-Fläming Lkws bleiben stecken, weil sie Bussen folgen
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04:43 16.04.2016
Die Linienbusse der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming passen gut durch die Brücke, risikofreudige Lkw-Fahrer nicht immer. Quelle: Josefine Sack
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Ludwigsfelde

Die Stadt Ludwigsfelde ist dabei, drei Bushaltestellen von der Verbindungsstraße zwischen dem Birkengrund und dem Ortsteil Genshagen zu entfernen. Sie sollen an die Alfred-Kühne-Straße beziehungsweise an die Parkallee verlegt werden. Der Grund: Die an Werktagen bis zu 56 Busse sollen nicht mehr die 3,20 Meter niedrige B101-Unterführung passieren.

Hintergrund dieser Aktion ist eine Forderung vom Landesbetrieb Straßenwesen. Der erklärte in der Vergangenheit gegenüber der Stadt mehrfach: Den Bussen, die wegen einer Toleranz durch die Brücke passen, folgten trotz der Höhen-Warnung Lkws, die nicht durchpassen. Immer wieder komme es deshalb zu Brückenschäden. Deren Reparatur sei teuer, diese Kosten wolle man nicht länger hinnehmen.

Ein Schulbus vor der Höhen-Warnung an der zu niedrigen Brücke. Er kommt durch, brummis bleiben oft stecken. Quelle: Jutta Abromeit

Im Rathaus Ludwigsfelde ist man zwar sauer über diese Forderung und die ungeplanten Kosten. Doch der stellvertretende Bürgermeister und Baufachbereichsleiter Torsten Klaehn sagte gegenüber der MAZ: „Wir haben das in unserem Rechtsamt prüfen lassen. Und bevor wirklich mal solche Reparaturkosten auf die Stadt zukommen, von denen keiner weiß, wie hoch sie ausfallen, wenn auch die Statik mit beeinträchtigt ist, gehen wir lieber diesen Weg.“ So befasste sich der Hauptausschuss am Donnerstag mit der Haltestellen-Umverlegung. Einhellig folgte das Gremium dem Verwaltungsvorschlag. Es empfiehlt damit auch den Stadtverordneten die Umverlegung. Die zu niedrige Brücke stammt aus der Zeit vor der Fusion von Genshagen mit der Stadt Ludwigsfelde, man wollte dort keinen massiven Lkw-Verkehr im Dorf. Diesen Wunsch hat das damalige Amt Ludwigsfelde realisiert.

Stadtverordneten entscheiden: 80 000 Euro Abriss- und Neubau-Kosten

Eine offizielle Stellungnahme vom Landesbetrieb Straßenwesen war am Freitag nicht zu bekommen. Ein Insider fragt allerdings, warum sich die Stadt nicht genauso stark mache wie die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow. Für Schäden hafteten Verursacher, und das seien die Lkw-Fahrer. Sind sie nicht zu fassen, könne man nicht die Kommune in Haftung nehmen. Der Mann meint die B-96-Unterführung zwischen Alt-Glasow und Mahlow. Die Warnung davor baute die Gemeinde so stabil, dass zu hohe Fahrzeuge schon dort steckenblieben.

Die Stadtverordneten von Ludwigsfelde müssen nun auf ihrer nächsten Sitzung darüber entscheiden, ob die rund 80 000 Euro für den Abriss der drei alten und den Bau dreier neuer Haltestellen ausgegeben werden sollen. Kommt es zur Umverlegung, bedeutet sie für die Verkehrsgesellschaft TF nicht nur Diesel-Mehrkosten für 15 000 Kilometer zusätzliche Strecke. Es bedeutet auch ein größeres Zirkeln zwischen Bus- und Bahn-Fahrplänen der Region. VTF-Geschäftsführer Volker Fleischer sagt zu den Mehrkosten: „Darüber können wir im Moment nur mit unserem Aufgabenträger reden, und das ist der Kreis.“

Von Jutta Abromeit

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