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Lob für Entsorger zwischen Dahme und Nuthe

Abwasser Lob für Entsorger zwischen Dahme und Nuthe

Das Land Brandenburg hat seinen jüngsten Abwasserbericht vorgelegt, und die Landkreise Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming kommen darin genauso gut weg wie alle anderen Regionen in Brandenburg. Die wesentlichen Aufgaben seien erfüllt, heißt es in dem Bericht – auch wenn einige Kommunen noch gar kein Kanalnetz haben.

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In Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald wird das Abwasser gut geklärt.

Quelle: dpa

Dahmeland-Fläming. Das Thema Abwasser war in der Region zuletzt eher negativ besetzt. Die Diskussion um die Altanschließerbeiträge sorgte für viel Unmut und Frustration. Mit dem jüngsten Lagebericht zur kommunalen Abwasserbeseitigung, der jetzt vorliegt, hebt das Brandenburgische Umweltministerium aber mal wieder die positiven Seiten der regionalen Abwasserwirtschaft hervor: Die großen Probleme der Nachwendezeit seien inzwischen gelöst, heißt es dort. Brandenburg, zur Wendezeit zum Teil völlig unterversorgt mit Kläranlagen, abgedichteten Fäkaliengruben und Leitungsnetzen, habe inzwischen überall den vorgeschriebenen Standard bei der Abwasserentsorgung erreicht.

Eine Anlage für den ganzen Norden von Dahme-Spreewald

Das gilt auch für die Region Dahmeland-Fläming, wo die Wasserbehörden der Landkreise Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald den Betrieb der örtlichen Anlagen kontrollieren. Der Bericht legt aber dennoch einige bemerkenswerte Eigenheiten in der Abwasserbehandlung der beiden Landkreise offen. Das betrifft zum einen die Strukturen, in denen sich die beiden Landkreise deutlich unterscheiden. Während in Teltow-Fläming fast jede Kommune über ein kleines bis mittelgroßes Klärwerk verfügt, leitet der Norden von Dahme-Spreewald sein Abwasser praktisch komplett in die riesige Anlage in Waßmannsdorf ein, die nach der Wende für mehr als eine Million Berliner errichtet wurde.

Bemerkenswert ist aber auch der Anschlussgrad an die öffentliche Kanalisation. Der beträgt in den dicht besiedelten Gebieten um Königs Wusterhausen, Ludwigsfelde oder Großbeeren nahezu 100 Prozent, praktisch alle Haushalte sind an ein Kanalnetz angeschlossen. Je ländlicher die Region ist, desto stärker nimmt aber der Anschlussgrad ab. Und zu den wenigen Orten in Brandenburg, die noch komplett ohne Kanalisation auskommen, gehören zwei Gemeinden im Amt Schenkenländchen: Münchehofe und Groß Köris.

Kanalisation ist praktisch – und teuer

Daran werde sich auch so bald auch nichts ändern, sagt der stellvertretende Vorsteher des Märkischen Wasser- und Abwasserzweckverbandes, Otto Ripplinger. Denn eine Kanalisation sei nicht nur praktisch, sondern auch teuer – und in so kleinen oder dünn besiedelten Gebieten wie Münchehofe oder Groß Köris rechne sich das einfach nicht. Zum einen bedürfe es schon einer Millioneninvestition, überhaupt eine große Leitung nach Münchehofe zu legen, zum anderen müssten dann im Ort auch noch Leitungsnetze in die Erde gebracht werden, die die Anlieger selbst bezahlen müssten. Die aber haben sich zu einem großen Teil längst private Kleinkläranlagen zugelegt, mit denen sie ihr Abwasser behandeln. „Solche Anlagen oder auch Sammelgruben entsprechen dem Stand der Technik und sind deshalb eine gute Alternative zu Kanalnetzen“, sagt Otto Ripp­linger.

Auch in Trebbin gibt es ein Klärwerk

Auch in Trebbin gibt es ein Klärwerk. Dank derartiger Anlagen konnte in der Region ein hoher Anschlussgrad erreicht werden.

Quelle: Margrit Hahn

Der Abwasserbericht des Landes widmet sich auch dem Zustand der kommunalen Kläranlagen – und bewertet ihn durchgehend als gut. Bereits vor Jahren hätten alle größeren Kläranlagen umweltfreundliche Ausbaustufen erreicht, heißt es. Das gilt für die Anlage in Waßmannsdorf genauso wie für die in Zossen, Ludwigsfelde, Luckenwalde und Jüterbog.

Kleine Anlagen mit Besonderheiten

In der Region Dahmeland-Fläming gibt es laut Bericht allerdings noch zwei kleinere Anlagen, die weder Stickstoff noch Phosphate aus dem Wasser filtern: in Prensdorf und in Ahrensdorf. Das sei aber kein Problem, sagt Carsten Schmager, Abwasser-Referent im Umweltministerium. Die Anlage in Ahrensdorf kläre das Schmutzwasser von nur rund 1000 Einwohnern, die in Prensdorf sogar nur von 140. Bei Anlagen dieser Größenordnungen reiche der vorhandene Standard aus, so Schmager.

Das heißt aber nicht, dass die Verbände nicht weiter investieren müssen. Da Zuzug herrscht, müssen fast flächendeckend neue Wohngebiete erschlossen werden. Den größten Batzen dürfte dabei der MAWV vor sich haben. Er ist für die Region um den BER zuständig – und allein die Einwohnerzahl von Schönefeld soll sich in den nächsten 20 Jahren mehr als verdoppeln.

Von Oliver Fischer

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