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Lob und Kritik

Nute-Urstromtal Lob und Kritik

Die medizinische Versorgung in Nuthe-Urstromtal treibt die Bürger um – ebenso wie Verkehrsthemen von der schlechten Bahnanbindung bis zu lauten Motorradrennen und die stinkende Riesenställe. Das ist ein Ergebnis der MAZ-Umfrage, an der sich 115 Einwohner beteiligt haben.

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In Woltersdorf wünschen sich viele Anwohner den Stunden-Takt bei der Bahn.

Quelle: Margrit Hahn

Nuthe-Urstromtal. Die medizinische Versorgung in Nuthe-Urstromtal treibt die Bürger um – ebenso wie Verkehrsthemen von der Bahnanbindung über den Rufbus bis zu Motorradrennen. Das ist ein Ergebnis der MAZ-Umfrage, an der sich 115 Einwohner beteiligt haben.

Die medizinische Versorgung beurteilt jeder Fünfte als relativ gut, jeder Vierte wünscht sich ein größeres Angebot an Fachärzten. 17 Prozent halten das vorhandene Angebot für völlig ausreichend und knapp die Hälfte ist davon nicht betroffen, weil sie sich in Luckenwalde behandeln lassen (Mehrfachnennungen sind möglich).

Der Rufbus wird wenig genutzt

Der von der Gemeinde Nuthe-Urstromtal und vom Landkreis Teltow-Fläming bezuschusste Rufbus wird wie die Befragung ergab, nur von sehr wenigen genutzt. Hier gaben 74 Prozent an, den Rufbus nicht benötigen, allerdings wollen die wenigsten, dass er eingestellt wird.

Große Stallanlagen und Kläranlagen sollten in der Nähe von Ortschaften verboten werden. Dafür sprechen sich 33 Prozent aus. 38 Prozent sind der Ansicht, dass dies zum Landleben dazugehöre. „Die Konzentration der Landwirtschaft auf wenige oder nur einen Betrieb hat zur Folge, das jegliche Vielfalt verloren geht und Arbeitsplätze für die ansässige Dorfbevölkerung verschwinden“, ist dazu auf einem Fragebogen auch zu lesen.

Große Stallanlagen werden vielerorts als Problem angesehen

Große Stallanlagen werden vielerorts als Problem angesehen.

Quelle: Margrit Hahn

Bürgermeisterin Monika Nestler (Linke) kann erleichtert sein. Fast die Hälfte der Befragten schätzen ihre Arbeit als erfolgreich ein; 32 Prozent sind „zufrieden“, 13 Prozent „sehr zufrieden“. Jeder Fünfte zeigt sich unzufrieden, alle anderen können es nicht einschätzen.

Größtes Problem sind fehlende Radwege

Als eins der drängendsten Probleme in der Gemeinde erweist sich laut Umfrage der fehlende Radweg von Luckenwalde nach Dobbrikow. „Besonders jetzt, wo viele Ausländer zu Fuß oder mit dem Fahrrad von Hennickendorf nach Luckenwalde unterwegs sind“, schreibt eine MAZ-Leserein aus Berkenbrück. Thema sind aber auch die Motorradfahrer, die an den Wochenende bei schönem Wetter in fast allen Orten der Gemeinde unterwegs sind und vor allem in Hennickendorf, Dobbrikow und Ahrensdorf für Unmut sorgen. Bei der „Rennstrecke“ wird sogar von permanenten und extrem rechtswidrigen Motorradrennen zwischen Ahrensdorf und Hennickendorf gesprochen. Die Dorfbewohner der betroffenen Orte fordern, das diese unterbunden werden.

In Jänickendorf wünschen sich die Bürger, dass mehr für die Kinder und Jugendlichen getan wird. Es gebe zwar einen Spielplatz, aber keine Ausweichmöglichkeit wenn es regnet, wird auf einem Fragebogen kritisiert. Früher hätte es einen Jugendklub gegeben. „Die Jugendlichen brauchen einen Rückzugsort, anstatt sich immer in die Bushaltestelle zu setzen. Der Gemeinderaum, der im Kindergarten integriert ist, ist auch keine Lösung, da man dafür Geld bezahlen muss“, schreibt ein Bewohner aus Jänickendorf.

Kritik wegen mangelnder Information

In diesem Zusammenhang wird auch auf die schwache Information durch die Gemeinde aufmerksam gemacht: „Die Bewohner wurden nicht unterrichtet, dass der Hort in Jänickendorf nach Stülpe verlegt wird“, heißt es.

Kritisiert werden zudem das schwache Mobilfunknetz und das langsame Internet in mehreren Ortsteilen. Einige Bürger machen auf fehlende Einkaufsmöglichkeiten, auf unzureichende Lehrkräfte und auf zu wenig Geschwindigkeitskontrollen vor Kindergärten und Schulen aufmerksam – hier vor allem in Zülichendorf. In Nettgendorf wartet man immer noch auf die Beseitigung des ehemaligen Konsums, der als Schandfleck am Ortseingang zu finden ist. Die Woltersdorfer wünschen sich, dass die Züge zu den Hauptverkehrszeiten stündlich halten sowie eine Schallschutzmauer für die Woltersdorfer Siedlung.

Von Margrit Hahn

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