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Schlechteste Straße in Dahmeland-Fläming Loch an Loch

MAZ-Aktion: Wer die Grenzen seines Autos ausloten will, ist auf dem Schäferei-Weg in Zossen richtig. Schneller als Schrittgeschwindigkeit können dort nur Traktoren oder Geländewagen fahren. Ein Kandidat für die „schlechteste Straße in Dahmeland-Fläming“.

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Mehr Bodenwellen passen wohl kaum in eine einzige Straße: der Weg „Schäferei“ in Zossen.

Quelle: Oliver Fischer

Dahmeland-Fläming. Wer auf der B96 in Zossen zu schnell fährt, wird womöglich geblitzt. Wer von der B96 auf die Schäferei abbiegt und dort zu schnell fährt, der riskiert etwas ganz anderes: seine Stoßdämpfer, den Auspuff und was sich sonst noch so alles am Unterboden des Fahrzeugs befindet. Und zu schnell bedeutet in diesem Fall: mehr als fünf Kilometer in der Stunde.

Die Schäferei ist eine Anwohnerstraße in Zossen, deren beste Zeiten lange zurück liegen. Die Fahrbahn ist unbefestigt, mit den Jahren haben Anwohnerfahrzeuge und landwirtschaftliches Gerät tiefe Löcher und Bodenwellen in die Straße gefahren. Das Fahren mit dem Auto sei inzwischen nahezu unmöglich, schreibt MAZ-Leserin Marion Grebe, und tatsächlich ist ein geländegängiges Fahrzeug für die Passage empfehlenswert. Ein herkömmlicher Pkw schwankt schon in Schrittgeschwindigkeit wie ein Segelboot bei hohem Wellengang.

Das Auto einfach stehen lassen? Wenn man Marion Grebe glauben darf, wäre das auch keine Lösung: „Mit dem Fahrrad ist es halsbrecherisch und zu Fuß äußerst gefährlich. Ganz zu schweigen abends im Dunklen. Abgesehen von dem katastrophalen Zustand ist die Straße eine Schande für Zossen“, schreibt sie. Marion Grebe schlägt die Schäferei deshalb als „schlechteste Straße der Region Dahmeland-Fläming“ vor – eine Einschätzung, die auch andere Anwohner der Straße teilen. „Es hat natürlich etwas für sich, dass die Autos nur Schrittgeschwindigkeit fahren können“, sagt etwa Daniel Hahnemann, „aber als Straße ist das unzumutbar.“

Wirklich ändern wird sich daran aber wohl auch in absehbarer Zeit nichts. Der Straßenausbau stockt in Zossen seit zwei Jahren aus finanziellen Gründen, die Straßenbeleuchtung in Wünsdorf war wichtiger. Und falls 2018 wieder Straßen ausgebaut werden, wir die Schäferei nicht dabei sein: Sie steht laut Rathaussprecher Fred Hasselmann auf keiner Prioritätenliste. „Seit Jahren bietet die Stadt den Anwohnern die Möglichkeit, Recyclingmaterial zu bestellen, um damit die gröbsten Stellen auszubessern. Angesichts des nicht vorhandenen Unterbaus ist die Haltbarkeit solcher provisorischen Reparaturen allerdings nur kurzzeitig“, sagt er.

Fazit: Mehr Krater hat nicht einmal der Mond. Wer anfällig für Seekrankheit ist, sollte die Schäferei meiden.

Von Oliver Fischer

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