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Löschangriff und Knotenkunde

Leistungsprüfung für Feuerwehren Löschangriff und Knotenkunde

Erstmals absolvieren zwei Freiwillige Feuerwehren aus dem Landkreis Teltow-Fläming das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze. Dabei ging es ums genaue Zielen mit der Spritze, ums Knotenbinden und ums Theoriewissen. Wenn es nach dem Feuerwehrverband geht, wird die Leistungsprüfung Standard in allen Wehren.

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Steve Sawitzky und Sabine Kricke (v. l.) von der Wünsdorfer Wehr beim Löschangriff.

Quelle: Andrea von Fournier

Ahrensdorf. Der Löschangriff klappte schneller als vorgesehen: Jeder Handgriff saß, vom Anschluss an den Hydranten über das Verbinden der Schläuche an die Pumpe des Löschfahrzeugs und davon weg zur Spritze, die zum Glück nur auf Blechbüchsen zielte.

Die freiwilligen Feuerwehren Wünsdorf und Ahrensdorf (Ludwigsfelde) waren am Sonnabend zu Recht stolz. Mit je einer neun Mann starken Löschgruppe hatten sie sich auf der Ahrensdorfer Festwiese aufgestellt, um erstmals im Kreis Teltow-Fläming das Leistungsabzeichen in Bronze nach der Feuerwehrdienstvorschrift 3 des Landes Brandenburg abzulegen. Die Leistungsüberprüfung beinhaltete neben dem Löschangriff einen theoretischen Teil, in dem individuell auf die Funktion im Team zugeschnittene Fragen zu beantworten waren, beispielsweise für die Maschinisten oder Gruppenführer, sowie das Binden von drei verschiedenen Knoten. Das alles geschah unter den Augen von Kreisausbildern und wurde in Punktelisten dokumentiert.

Die Richtlinien für das Leistungsabzeichen gibt es schon seit längerer Zeit in Brandenburg. Sie müssen jedoch an die jeweiligen Situationen in den Wehren angepasst werden, was für die Kameraden zusätzlichen Aufwand bedeutet. „Bisher fehlte aber auch eine Initialzündung im Kreis“, erklärte Stefan Kricke, Gruppenführer bei der Wünsdorfer Wehr. Diese Arbeit hatte nun Kamerad Wilfried Thäle zu leisten, der im Kreisfeuerwehrverband für die Abteilung Wettbewerbe zuständig ist. Doch nicht nur Thäle, Ludwigsfeldes stellvertretender Stadtwehrführer Marco Peters und die Kreisausbilder Falk Ehrlich und Thomas Juricke standen bei dieser „Feuerprobe“ unter Anspannung. Beim Binden der Knoten vor dem Ahrensdorfer Feuerwehrgerätehaus erschien bei manchem Kameraden ein Fragezeichen über dem Kopf: Wie wird ein Kreuzknoten geschlossen? Wie beginnt man den Zimmermannsstich? „Das ist nur die Aufregung“, erklärte Stefan Kricke, der ganz genau wusste, dass alle Mann im Löschzug die Knoten beherrschen.

Die Überprüfung ist ein guter Gradmesser für die Qualität der Ausbildung und um Reserven aufzuspüren, wo etwas anders oder mehr bei der Kenntnisvermittlung getan werden muss. Die beiden Löschzüge in Ahrensdorf konnten am Schluss zufrieden sein, denn sie erreichten die nötigen Punkte für das Abzeichen in Bronze. Erst wenn es mehrere Jahre verteidigt wurde, kann die nächsthöhere Stufe Silber in Angriff genommen werden. Noch wichtiger ist aus Sicht der Kreisausbilder und Wehrleitungen jedoch, dass die Leistungsüberprüfung nach und nach in allen freiwilligen Feuerwehren zum Standard gehören.

Von Andrea von Fournier

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