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Teltow-Fläming Löscheinsatz in der Dunkelheit
Lokales Teltow-Fläming Löscheinsatz in der Dunkelheit
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06:52 29.09.2014
Fast 30 Teams wetteiferten im Dunkeln um den Pokal. Quelle: Barnack
Gräfendorf

„Licht aus“, hieß es Samstagnacht in Gräfendorf. Kurz nach halb neun ertönte das Signal zum ersten Mal. Bis Mitternacht folgten viele weitere. Bei einem Nachtpokallauf, wie er in Gräfendorf seit mehreren Jahren stattfindet, ist Dunkelheit eine der wichtigsten Voraussetzungen. Von großen Scheinwerfern erleuchtet ist der Startbereich nur vor der Zeitmessung. Nachdem die zwei Teams, für die auf dem Sportplatz nebeneinander Platz ist, ihre Ausrüstung gepackt haben, wird es finster. Lediglich die Einrichtungen, auf die man mit den Wasserstrahlern zielt, sind dann erhellt. Entlang der Strecke stehen nur einige kleine Fackeln.

30 Teams aus drei Bundesländern

Seit 2006 gibt es das Nachtspektakel im Fläming schon. Die Gräfendorfer Feuerwehr war zwei Jahre zuvor selbst zu einem Nachtlauf eingeladen worden und von dem Wettkampf so begeistert, dass sie ihn auch in ihrem eigenen Dorf veranstalten wollte. „Beim ersten Mal hatten wir ungefähr die Hälfte der Teilnehmer im Vergleich zu heute“, berichtet Jörn Winter, der Vorsitzende des ortseigenen Fördervereins „Spritzenverband Gräfendorf“.

Inzwischen sind mehr als 30 Teams aus drei verschiedenen Bundesländern dabei. Darunter sind neben der Gräfendorfer auch immer ein paar auswärtige Frauenmannschaften. Den größten Teil machen aber die Männer aus, die mit unterschiedlichen Taktiken an den Start gehen. „Es gibt immer ungefähr fünf Favoriten“, sagte Jörn Winter zum Starterfeld.

DDR-Technik im Einsatz

Die Veranstaltung, bei der auf die kurze Stille nach dem Startkommando das Aufheulen der Motoren folgt, lockte auch viele Anwohner an, die sonst nichts mit Feuerwehrsport zu tun haben. „Die Besonderheit bei uns ist, dass alle Teams DDR-Pumpen einsetzen müssen“, erläuterte Winter. Alle Mannschaften bringen dafür stets ihre eigene Ausrüstung mit. „Wer mehr Geld hat, merkt man dann an den Zeiten“, sagte er.

Doch beim „Löschangriff nass“ ist Tuning nicht alles. „Es kann viel passieren im Dunkeln“, sagt Jörn Winter und verweist damit auf die Handvoll Ausfälle, die es in jedem Jahr gibt. Jetzt erwischte es nur zwei der 23 Männerteams und eines bei den Frauen. Siegreich war bei letzteren am Ende die Heimmannschaft. Bei den Männern setzten sich die Gäste „Lüttbeck“ aus Lütte und Schwanebeck bei Bad Belzig durch. An die Spitze der ewigen Bestenliste auf dem Gräfendorfer Sportplatz schafften sie es allerdings nicht.

Von Victoria Barnack

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