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Teltow-Fläming Lösung für Wohnpark Mahlow gefordert
Lokales Teltow-Fläming Lösung für Wohnpark Mahlow gefordert
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05:11 23.04.2016
Häufig verstellen Autos den Gehweg im Wohnpark Mahlow- Quelle: Zielke
Mahlow

Es ist fast jeden Abend das gleiche Schauspiel: Autos kurven durch die Straßen des Wohnparks Mahlow auf der Suche nach einem freien Platz. Wer keinen findet, stellt sich schon mal auf den Gehweg. Währenddessen stehen im wenige Meter entfernten viele Plätze leer.

Seit der Fertigstellung des Wohnparks Ende der 1990er Jahre entzündet sich immer wieder Streit an der dortigen Verkehrssituation. Nun hat sich der Mahlower Ortsbeirat erneut des Themas angenommen und in dieser Woche Planer, Anwohner und Verwaltung an einen Tisch geholt. Michael Thurm, Verkehrsingenieur vom Büro Stadtraum, präsentierte drei Varianten, wie man die Straßen in dem Gebiet gestalten kann. Hauptproblem ist, dass der dortige verkehrsberuhigte Bereich genaugenommen keiner ist. „Die Schilder passen nicht zum Zustand der Straße“, sagt Thurm. Verkehrsberuhigte Bereiche, in denen Autos nur Schritt fahren dürfen, haben keine Gehewege, auch eine Parkzeitbegrenzung ist dort nicht möglich. So sieht die erste Variante vor, die blauen Spielstraßen-Schilder durch Tempo-30-Tafeln zu ersetzen – ein Vorschlag, der bei fast allen Beteiligten durchfiel.

Anwohner wollen Spielstraße erhalten

Anwohner und Eigentümer wollen unbedingt die Spielstraße erhalten, dazu sind jedoch Umbaumaßnahmen in Höhe von rund 900 000 Euro nötig. Michael Bachmann, Geschäftsführer der Firma Vivant, die den Wohnpark betreut, erklärte im MAZ-Gespräch, dass sich die Eigentümer an den Kosten beteiligen. Bachmann sieht den Wohnpark mit seinen 1350 Bewohnern als „Cash-Bringer für die Gemeinde“, die den Hauptteil tragen soll. Gleichzeitig möchte er den Wohnpark zu einem Pilotprojekt machen. Der Mahlower Wohnpark soll der erste verkehrsberuhigte Bereich mit Parkzeitbegrenzung sein. „Dazu müssen wir mit dem Land über eine Sonderlösung sprechen“, sagt Bachmann. Den von den Verkehrsplanern favorisierten Vorschlag, das Gebiet zur Tempo-30-Zone zu machen, lehnt er ab: „Viel zu gefährlich, weil die Autos dann noch schneller fahren.“ Vor allem stört ihn, dass der Gehweg auf einer Straßenseite wegfallen soll.

Verkehrsingenieur Michael Turm verteidigt die Vorschläge. Er möchte durch versetzt angeordnete Parkplätze und Einengungen das Tempo auf deutlich unter 30 Kilometer in der Stunde verringern. Auf rund 250 000 Euro schätzt er die Umbaukosten für das gesamte Gebiet.

Ortsvorsteherin sieht Parkhaus als Lösung

Regina Bomke (CDU), die Ortsvorsteherin von Mahlow, sieht vor allem im Parkhaus einen Schlüssel zur Lösung. Untersuchungen der Verkehrsplaner haben gezeigt, dass viele Mieter ihre Plätze gar nicht nutzen und lieber an der Straße parken. Vor allem das Untergeschoss mit den mechanischen doppelstöckigen Parkplätzen steht oft zu zwei Dritteln leer. Regina Bomke regt daher an, einen Teil des unbeliebten Untergeschosses zu normalen Flächen umzubauen. Dazu könnten auf zwei Grünflächen im Gebiet zusätzlich 60 Stellplätze entstehen. Um Kurzzeitparkplätze für Gewerbetreibende, Besucher und Pflegedienste zu schaffen, hat sie die Verwaltung gebeten, die Einrichtung einer Tempo-20-Zone zu prüfen. Das Ergebnis steht noch aus, dennoch gibt sich Regina Bomke zuversichtlich: „Ich denke, dass wir bis Ende des Jahres eine Lösung finden.“

Von Christian Zielke

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