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Feuerwehrtechnisches Zentrum wird aufgerüstet Logistik, Atemschutz, Seuchenbekämpfung

Das Feuerwehrtechnische Zentrum der Landkreises Teltow-Fläming wurde aufgerüstet. Es erhielt nun eine neue Wechsellader- und Logistikhalle, die Atemschutzwerkstatt wurde erweitert und ein Tierseuchenbekämpfungszentrum eröffnet. Seit 2009 hat der Landkreis 1,7 Millionen Euro dort investiert.

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Im neuen Anbau der Atemschutzwerkstatt erkundigten sich die Gäste nach den Arbeitsbedingungen der Gerätewarte.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Gegen fast alle Gefahren gewappnet ist der Landkreis Teltow-Fläming. Jedenfalls wurde sein Feuerwehrtechnisches Zentrum (FTZ) am Stadtrand von Luckenwalde gehörig aufgerüstet. Dies sei ein weiterer großer Schritt in Richtung Kompetenzzentrum für Katastrophenfälle, sagte Kreisbrandmeister Gerd Heine. Am 3. Dezember wurden gleich drei Gebäude auf dem FTZ-Gelände an der Berkenbrücker Chaussee offiziell eröffnet: eine neue Wechsellader- und Logistikhalle, der Anbau für die Atemschutzwerkstatt und die Container für das neue Tierseuchenbekämpfungszentrum (TBZ).

Kreisbrandmeister: „Die Welt wird immer unberechenbarer.“

„Die Welt wird immer unberechenbarer“, so der oberste Feuerwehrmann des Landkreises bei der Eröffnung. „Katastrophen sind zwar nicht alltäglich, können aber ohne Vorwarnung kommen.“ Um dem effektiv begegnen zu können, sei die ständige Pflege der Ausrüstung und die frostfreie Lagerung der Einsatzmittel notwendig.

Die neue Wechsellader- und Logistikhalle des Feuerwehrtechnischen Zentrums (FTZ) in Luckenwalde

Die neue Wechsellader- und Logistikhalle des Feuerwehrtechnischen Zentrums (FTZ) in Luckenwalde.

Quelle: Hartmut F. Reck

So dient die kürzlich fertiggestellte Wechsellader- und Logistikhalle nicht nur der Unterbringung des Wechselladers und der verschiedenen einsatzbezogenen Abrollbehälter, sondern auch der Lagerung verschiedener Einsatzmittel und Geräte als Katastrophenschutzreserve im dortigen Schwerlastregal beziehungsweise in den Rollwagen. Von hier aus können je nach Einsatzlage die entsprechenden Einsatzmittel schnell an den Einsatzort gebracht werden. Die Halle mit fünf Stellplätzen kann bei schlechtem Wetter auch als Ausbildungshalle genutzt werden.

Werkstatt erfüllt gesetzliche Anforderungen

Erweitert wurde die Atemschutzwerkstatt um einen Anbau. „Damit werden die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und man kann die Arbeitsabläufe optimieren, zumal nun bessere Prüfbedingungen herrschen, weil der Platzmangel beseitigt wurde“, sagte Kreisbrandmeister Heine beim Rundgang. Ein weiterer Vorteil des Anbaus sei, dass es hier nun bessere, weil übersichtlichere Lagerungsmöglichkeiten für die geprüften Atemschutzgeräte und Ausrüstungen gibt.

Tierseuchenbekämpfungszentrum als Einsatzzentrale

Ganz neu ist das Tierseuchenbekämpfungszentrum (TBZ) auf dem Gelände des FTZ. Allerdings besteht es aus gebrauchten Containern und ist auch mit gebrauchten Büromöbeln eingerichtet. Mehr sei auch nicht nötig, sagte Amtstierärztin Silke Neuling, weil es sich um eine nur im Notfall genutzte operative Einsatzzentrale handele, um im Krisenfall nicht das Kreishaus zu blockieren.

Hintergrund

Die Logistikhalle ist 22,5 x 12,5 Meter groß. In ihr werden Fahrzeuge und Einsatzmittel gelagert. Kosten einschließlich Außenanlagen: 329 000 Euro.

Der Anbau der Atemschutzwerkstatt ist 12 x 8 Meter groß. Hier werden die Atemschutzmasken gereinigt, desinfiziert und auf Funktion geprüft. Bau- und Planungskosten: 109 000 Euro.

Tierseuchenbekämpfungszentrum: Grundfläche 10 x 6 Meter. Kosten mit Fundament: 26 000 Euro.

Die Einrichtung eines solchen TBZ sei aufgrund der geänderten Rechtslage notwendig geworden, erläuterte die Amtstierärztin. Erste praktische Erfahrungen habe man bei der Landestierseuchenübung 2013 mit der Nutzung des FTZ gemacht. Nun könnten durch die Erweiterung der vorhandenen Büro- und Duschcontainer-Bestandes mit vier zusätzlichen Bürocontainern die gleichzeitige Einsatzfähigkeit von FTZ und TBZ gewährleistet werden. Silke Neuling bezeichnete den Standort als „ideal aufgrund seiner Abgeschirmtheit“.

Der Kreis-Beigeordnete Holger Lademann (FDP) betonte, dass seit 2009 in das FTZ 1,7 Millionen Euro investiert worden seien. Dieses biete nunmehr noch bessere Ausbildungsmöglichkeiten für die freiwilligen Feuerwehrleute.

Von Hartmut F. Reck

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