Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Logistik, Atemschutz, Seuchenbekämpfung
Lokales Teltow-Fläming Logistik, Atemschutz, Seuchenbekämpfung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 08.12.2015
Im neuen Anbau der Atemschutzwerkstatt erkundigten sich die Gäste nach den Arbeitsbedingungen der Gerätewarte. Quelle: Hartmut F. Reck
Anzeige
Luckenwalde

Gegen fast alle Gefahren gewappnet ist der Landkreis Teltow-Fläming. Jedenfalls wurde sein Feuerwehrtechnisches Zentrum (FTZ) am Stadtrand von Luckenwalde gehörig aufgerüstet. Dies sei ein weiterer großer Schritt in Richtung Kompetenzzentrum für Katastrophenfälle, sagte Kreisbrandmeister Gerd Heine. Am 3. Dezember wurden gleich drei Gebäude auf dem FTZ-Gelände an der Berkenbrücker Chaussee offiziell eröffnet: eine neue Wechsellader- und Logistikhalle, der Anbau für die Atemschutzwerkstatt und die Container für das neue Tierseuchenbekämpfungszentrum (TBZ).

Kreisbrandmeister: „Die Welt wird immer unberechenbarer.“

„Die Welt wird immer unberechenbarer“, so der oberste Feuerwehrmann des Landkreises bei der Eröffnung. „Katastrophen sind zwar nicht alltäglich, können aber ohne Vorwarnung kommen.“ Um dem effektiv begegnen zu können, sei die ständige Pflege der Ausrüstung und die frostfreie Lagerung der Einsatzmittel notwendig.

Die neue Wechsellader- und Logistikhalle des Feuerwehrtechnischen Zentrums (FTZ) in Luckenwalde. Quelle: Hartmut F. Reck

So dient die kürzlich fertiggestellte Wechsellader- und Logistikhalle nicht nur der Unterbringung des Wechselladers und der verschiedenen einsatzbezogenen Abrollbehälter, sondern auch der Lagerung verschiedener Einsatzmittel und Geräte als Katastrophenschutzreserve im dortigen Schwerlastregal beziehungsweise in den Rollwagen. Von hier aus können je nach Einsatzlage die entsprechenden Einsatzmittel schnell an den Einsatzort gebracht werden. Die Halle mit fünf Stellplätzen kann bei schlechtem Wetter auch als Ausbildungshalle genutzt werden.

Werkstatt erfüllt gesetzliche Anforderungen

Erweitert wurde die Atemschutzwerkstatt um einen Anbau. „Damit werden die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und man kann die Arbeitsabläufe optimieren, zumal nun bessere Prüfbedingungen herrschen, weil der Platzmangel beseitigt wurde“, sagte Kreisbrandmeister Heine beim Rundgang. Ein weiterer Vorteil des Anbaus sei, dass es hier nun bessere, weil übersichtlichere Lagerungsmöglichkeiten für die geprüften Atemschutzgeräte und Ausrüstungen gibt.

Tierseuchenbekämpfungszentrum als Einsatzzentrale

Ganz neu ist das Tierseuchenbekämpfungszentrum (TBZ) auf dem Gelände des FTZ. Allerdings besteht es aus gebrauchten Containern und ist auch mit gebrauchten Büromöbeln eingerichtet. Mehr sei auch nicht nötig, sagte Amtstierärztin Silke Neuling, weil es sich um eine nur im Notfall genutzte operative Einsatzzentrale handele, um im Krisenfall nicht das Kreishaus zu blockieren.

Hintergrund

Die Logistikhalle ist 22,5 x 12,5 Meter groß. In ihr werden Fahrzeuge und Einsatzmittel gelagert. Kosten einschließlich Außenanlagen: 329 000 Euro.

Der Anbau der Atemschutzwerkstatt ist 12 x 8 Meter groß. Hier werden die Atemschutzmasken gereinigt, desinfiziert und auf Funktion geprüft. Bau- und Planungskosten: 109 000 Euro.

Tierseuchenbekämpfungszentrum: Grundfläche 10 x 6 Meter. Kosten mit Fundament: 26 000 Euro.

Die Einrichtung eines solchen TBZ sei aufgrund der geänderten Rechtslage notwendig geworden, erläuterte die Amtstierärztin. Erste praktische Erfahrungen habe man bei der Landestierseuchenübung 2013 mit der Nutzung des FTZ gemacht. Nun könnten durch die Erweiterung der vorhandenen Büro- und Duschcontainer-Bestandes mit vier zusätzlichen Bürocontainern die gleichzeitige Einsatzfähigkeit von FTZ und TBZ gewährleistet werden. Silke Neuling bezeichnete den Standort als „ideal aufgrund seiner Abgeschirmtheit“.

Der Kreis-Beigeordnete Holger Lademann (FDP) betonte, dass seit 2009 in das FTZ 1,7 Millionen Euro investiert worden seien. Dieses biete nunmehr noch bessere Ausbildungsmöglichkeiten für die freiwilligen Feuerwehrleute.

Von Hartmut F. Reck

Teltow-Fläming Malwettbewerb „Traumberuf“ - Schüler zeichnen ihre Zukunft

50 Schüler aus den Grundschulen in Zülichendorf und Stülpe zeigen in der Gemeindeverwaltung Nuthe-Urstromtal in Ruhlsdorf Bilder von ihren Traumberuf. Vorab hatten die Schüler innerhalb einer Berufsorientierungstournee verschiedene Jobs und Branchen kennengelernt.

08.12.2015
Teltow-Fläming Mitmenschliches im Advent - Gesang soll Freude bereiten

Jeden Abend ziehen Felgentreuer mit einem Handwagen durch das Dorf, auf dem sich ein beleuchteter Weihnachtsbaum befindet. Sie machen Station vor einer Tür, dessen Bewohner sich darüber freut, dass die Engelssänger ein Ständchen bringen.

08.12.2015
Teltow-Fläming Stadt Zossen belegt zweiten Platz im landesweiten Wettbewerb - Familien und Kinder im Focus

Mit einer Urkunde und einem Preisgeld in Höhe von 19 000 Euro wurde die Stadt Zossen für den zweiten Platz im diesjährigen Wettbewerb „Familien- und kinderfreundliche Gemeinde“ ausgezeichnet. Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) und die Gleichstellungsbeauftragte Britta Büchner nahmen die Auszeichnung in der Potsdamer Staatskanzlei entgegen.

07.12.2015
Anzeige