Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Logistikzentrum hat Betrieb aufgenommen
Lokales Teltow-Fläming Logistikzentrum hat Betrieb aufgenommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 30.04.2017
Die Regale für Möbelteile im Porta-Logistikzentrum sind 19 Meter hoch. Quelle: FOTOS: Hartmut F. Reck (3)
Anzeige
Trebbin

Wer hoch hinaus will, sollte keine Höhenangst haben. Denn als richtiger „Hochstapler“ braucht man keine große Klappe, dafür aber einen Ladestapler, der einen samt seiner Fracht zwischen dem glatt betonierten Fußboden und der höchsten Ebene des Regals hoch- und runterbewegt.

In ihrer Größe fotografisch kaum zu erfassen: die Hochregale im neuen Porta-Logistikzentrum in Trebbin. Quelle: Hartmut F. Reck

Wie viele Höhenkilometer sie pro Schicht überwindet, hat Sigrid Ulrich noch nicht nachgerechnet. Aber es macht ihr Spaß, mit Hilfe modernster Technik und mit ihrem riesigen Ladestapler zwischen den Hochregalen des neuen Logistikzentrums des Möbelriesen Porta in Trebbin hin- und herzufahren, die Lagerregale mit verpackten Möbelteilen zu bestücken oder die Ware vor ihrem Versand zum Kunden wieder herauszuholen. Eine gelernte Gabelstaplerfahrerin ist sie zwar nicht, aber sie wurde in den vergangenen Monaten darauf vorbereitet und geschult.

Sigrid Ulrich manövriert den Hochladestapler in bis zu 19 Metern Höhe. Quelle: Hartmut F. Reck

Mit Möbeln hatte die 59-jährgie Trebbinerin schon immer zu tun. „Ich war 26 Jahre bei den Märkischen Büromöbelwerken Trebbin“, berichtet sie bei der Fahrt ins oberste Stockwerk des Hochregals. Doch mit der Insolvenz 2010 war Schluss. Danach nahm sie an allen möglichen Umschulungen teil, hier mal ein Job, da mal eine kurzfristige Betätigung. Dann las sie in der MAZ von dem, was die Möbelhauskette Porta auf dem ehemaligen Gelände von Möbel Tegeler vorhat. „Da habe ich mich beworben, wurde vom ZAL in Ludwigsfelde ausgebildet und machte ein mehrwöchiges Praktikum im Porta-Logistikzentrum in Sietzsch bei Leipzig“, berichtete die frischgebackene Stapelfahrerin.

Ansiedlung ist ein Grund zur Freude, stellt die Kleinstadt Trebbin aber auch vor große Herausforderungen. V.l.n.r.: Bürgermeister Thomas Berger (CDU), Porta-Mitinhaber Achim Fahrenkamp, Porta-Geschäftsführer Detlef Seidel und Porta-Mitinhaberin Birgit Gärtner. Quelle: Hartmut F. Reck

„Neben den Fach- und Führungskräften haben wir mit Unterstützung der Agentur für Arbeit auch Quereinsteiger eingestellt, die zuvor durch eine gezielte Schulung auf ihre neue Aufgabe vorbereitet wurden“, bestätigte Detlef Seidel, kaufmännischer Geschäftsführer Porta Möbel-Ost, wovon Sigrid Ulrich berichtet hatte. „Und wir wollen noch weiteres Personal einstellen“, ergänzte Jürgen Ahnefeld, Porta-Geschäftsführer für Logistik. Vor allem suche man nach Möbelmonteuren, die die bestellten Einrichtungsgegenstände liefern und bei den Kunden aufbauen.

Noch sind viele Regale nicht bestückt. Aber das kommt noch. Quelle: Hartmut F. Reck

„Ich kenne schon viele Trebbiner, die hier Arbeit gefunden haben“, sagte Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU) am Mittwoch. Er war gemeinsam mit Pressevertretern zu einem Rundgang durch das riesige Logistikzentrum eingeladen und kann sich jetzt eine Vorstellung davon machen, wie die Arbeitsplätze einiger Trebbiner aussehen. So sehr ihn die Ansiedlung des Logistikzentrums freut, so stellt sie zugleich eine große infrastrukturelle Herausforderung für die Kleinstadt dar. Viele auswärtige Mitarbeiter suchen nach Wohnungen in Trebbin. Mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Trewo wolle man versuchen, zur Entkrampfung dieser Situation beizutragen, so Berger.

Von 71 Auslieferungsrampen aus werden die Lkws beladen, um die bestellten Möbel zu den Kunden zu bringen. Dort bauen Montageteams die Möbel auf. Quelle: Hartmut F. Reck

Wer als Porta-Mitarbeiter noch auf Wohnungssuche ist, kriegt wenigstens an seinem Arbeitsplatz Orientierungshilfe mit einer integrierten Lagernavigation, welche die Arbeitsprozesse deutlich erleichtert und doppelte Wege vermeidet, wie Logistikleiter Wilhelm Kloos bei der Führung durch die neue Halle erläuterte. Dazu gehört neben den beiden Regallagern noch ein dritter Bereich, der weitgehend aus einer Freifläche besteht, auf der später mal weitere Regale errichtet werden können.

Auf dem ehemaligen Möbel-Tegeler-Gelände entstand in kurzer Zeit das neue Porta-Logistikzentrum. Von hier aus werden die Kunden der Möbelhäuser in Potsdam und Berlin-Mahlsdorf beliefert. Quelle: Hartmut F. Reck

„Man soll nie ein Lager passend bauen, sonst haben die Einkäufer nichts mehr zu tun“, sagte Birgit Gärtner scherzhaft. Die Mitinhaberin der familiengeführten Unternehmensgruppe war zur Vorstellung des neuen Logistikzentrums aus der Zentrale am Ursprungsort Porta Westfalica in Ostwestfalen nach Trebbin gekommen, wie der andere Mitinhaber Achim Fahrenkamp. Beide setzen in zweiter Generation die Arbeit ihrer Väter und Porta-Gründer fort. Gärtner und Fahrenkamp lobten besonders die gute Lage des Standorts sowie die zügige bauliche Umsetzung.

Möbelumschlagplatz für Potsdam und Berlin

Das modernste Hochregallager der Porta-Unternehmensgruppe steht jetzt in Trebbin auf einer Fläche von rund 24 500 Quadratmetern mit 16 800 Stellplätzen für Möbel.

Die Hochregalzeilen haben eine Höhe von mehr als 19 Metern, eine Breite von knapp 136 Metern und eine Tiefe von rund 181 Metern mit jeweils sechs unterschiedlich hohen Einlagerungsebenen.

An 14 Anlieferungsrampen werden die Möbel von den Ladeflächen der Sattelschlepper angenommen und von dort aus eingelagert.

An 71 Auslieferungsrampen werden die Möbel in kleinere Lkw eingeladen und von geschulten Montageteams an die Kunden ausgeliefert.

Von Trebbin aus werden die Kunden des Porta-Einrichtungshauses in Potsdam und künftig auch die des neuen Einrichtungszentrums in Berlin-Mahlsdorf beliefert.

Von Hartmut F. Reck

60 Straßenlampen hat die Stadt im vergangenen Jahr auf LED-Technik umgerüstet und spart damit in 20 Jahren 238 Tonnen umweltschädliches Kohlendioxid ein. Dafür erhielt sie vom Bundesumweltamt ein Klimaschutz-Zertifikat.

30.04.2017

Die Vorbereitungen für das 15.Kreiserntefest im August sind in vollem Gange. In diesem Jahr wird in Ruhlsdorf gefeiert. Um darauf aufmerksam zu machen wurden Strohpuppen aufgestellt, es werden Banner angebracht und Flyer verteilt.

30.04.2017

Der Wasserzweckverband KMS zieht gegen das Land Brandenburg vor Gericht, um eine Entschädigung für den im Zuge der Altanschließer-Misere entstandenen Schaden in Höhe von 10 bis 12 Millionen Euro zu erhalten. Ein Rechtsanwalt beriet die Mitglieder der Verbandsversammlung vor der Abstimmung. Trotz vieler Fragezeichen fiel das Votum für eine Klage einstimmig aus.

30.04.2017
Anzeige