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Luckenwalde: Läden an Heiligabend geschlossen

Öffnungszeiten Luckenwalde: Läden an Heiligabend geschlossen

In Luckenwalde gibt es am Heiligabend keine Möglichkeiten für Shoppingtouren und auch die Supermärkte sind geschlossen. Die Händler sind sich einig, das sie diesen Tag mit ihren Familien verbringen werden.

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Quelle: Gina Sanders - Fotolia

Luckenwalde. An Heiligabend bleiben die Geschäfte in Luckenwalde geschlossen. Die Ausnahmeregel, weil das Fest auf einen Sonntag fällt, wird nicht genutzt, zeigt eine MAZ-Umfrage unter Händlern.

„Es gibt kein Gremium, das eine Entscheidung für alle trifft“, sagt Maxie Wohlauf, Geschäftsstellenleiterin des Stadtmarketingverein. Jeder Händler entscheidet für sich, ob er seinen Laden öffnet oder nicht. Würden viele Geschäfte öffnen, mache es Sinn, mache nur ein Geschäft auf, bringe das ihrer Ansicht nach nicht viel. „Wer am 24. Dezember noch etwas besorgen will, muss dann nach Berlin fahren oder in eine andere Großstadt“, sagt Wohlauf.

Die großen Ketten wie Lidl und Aldi hatten schon vor Wochen erklärt, dass sie nicht öffnen werden. Auch Kaufland, Marktkauf und der Rewe-Markt in Luckenwale bleiben geschlossen. „Wir haben lange überlegt, was wir machen“, erklärt Robert Jablonski, Leiter der Luckenwalder Marktkauffiliale. Letztendlich sei es eine zentrale Entscheidung des Konzerns. „Wir werden dafür aber den Bedienbereich Fleisch, Wurst und Käse am 21. und 22. Dezember bis 21 Uhr öffnen und haben auch am 23. Dezember bis 20 Uhr geöffnet“, sagt Jablonski. Auch Silvester bleibt der Markt am Frankenfelder Berg dicht. „Für meine Mitarbeiter und für mich ist es endlich mal möglich, den gesamten Heiligabend gemeinsam mit der Familie zu verbringen“, fügt er hinzu.

Matthias Böker, Inhaber des Rewe-Markts, ist der Ansicht, dass sonntags grundsätzlich geschlossen sein sollte. „Sonntag ist Sonntag“, so Böker. Dafür sei tags zuvor bis 22 Uhr offen. Seit 15 Jahren erlebt er es zum ersten Mal, dass der Handel drei Tage am Stück dicht ist.

Dagmar Bernütz vom Geschenkeladen „Achtzehner“ versteht die ganze Aufregung nicht. „Endlich haben die Händler mal drei zusammenhängende Tage frei. Das sollte man doch genießen“, sagt sie. Sicher gäbe es viele, die arbeiten müssen, beispielsweise in medizinischen Berufen oder im Personenverkehr. Aber deshalb müsste man Händlern kein schlechtes Gewissen einreden, wenn sie nicht arbeiten. In ihrem Geschäft kam es schon mal vor, dass an Heiligabend jemand bei ihr geklingelt hat, um einen Puppenwagen zu erstehen. „Das war überhaupt kein Problem.“

Auch Christoph Bonn wird am 24. Dezember nicht in seinem „Tante Ella Laden“ stehen. Dafür ist das Geschäft am 23. Dezember bis 15 Uhr offen. „Silvester muss ich sehen, wie ich es mache“, so Bonn.

Von Margrit Hahn

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