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Luckenwalde: Mit Metallteil Kraftstoff sparen

Startschuss für neue Produktion Luckenwalde: Mit Metallteil Kraftstoff sparen

Im Luckenwalder Betrieb Schaeffler werden seit Donnerstag neue, kraftstoffsparende Rollenstößel-Module für die Automobilindustrie gefertigt. Sie sollen den Diesel-Verbrauch noch weiter senken – und die Umwelt nachhaltig schonen. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka gab den symbolischen Startschuss.

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Ministerin Johanna Wanka in Begleitung von Vorstand Peter Pleus (r.) und Werkleiter Ernst Nachtsheim (M.) beim Betriebsrundgang.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Mit einem symbolischen Knopfdruck startete Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) am Donnerstag im Luckenwalder Unternehmen Schaeffler Technologies die Produktion eines neuen Rollenstößel-M

Die Schaeffler-Gruppe ist ein internationaler Automobil- und Industriezulieferer mit 170 Standorten in 50 Ländern. Mit 84 000 Mitarbeitern zählt sie zu den weltweit größten Technologieunternehmen in Familienbesitz. „Wenn sich irgendetwas auf der Welt bewegt, sind wir mit drin“, umriss Peter Pleus, Vorstand Automotive der Schaeffler AG, das Produktionsspektrum, „Lager und Wälzlager werden fast überall gebraucht.“ Man investiere in elektrisierte Antriebssysteme, entwickele aber auch die konventionellen im Sinne der Umwelt weiter. „Mit dem neuen Rollenstößel sparen wir Diesel-Kraftstoff und senken den Kohlendioxid-Ausstoß“, sagte Pleus.

Johanna Wanka, der die Stadt Luckenwalde aus ihren Ministerzeiten in Brandenburg gut bekannt ist, unterstrich die Bedeutung von Forschung und Innovation. „Deutschland ist ein kleines Land und hat nur ein Prozent der Weltbevölkerung, ist aber die viertstärkste Industrienation der Welt“, sagte sie, „das ist nur möglich durch Entdeckertum, Innovation und gut ausgebildete Fachkräfte.“ Noch nie sei in Deutschland so viel in Forschung und Entwicklung investiert worden, auch dank der Automobilbau-Branche.

„Den Rollenstößel kannte ich vorher noch nicht“, gab die Ministerin zu, „aber ich weiß, er spart Kraftstoff und mindert die Emissionen.“ Dem Unternehmen Schaeffler zollte sie Respekt, weil es die Neuentwicklung ohne öffentliche Förderung gestemmt hat. „Für die Region ist der Betrieb ein Glücksfall, auch weil er die duale Ausbildung weiter ausgebaut hat“, sagte sie. Laut Werkleiter Ernst Nachtsheim beschäftigt der Betrieb derzeit 21 Auszubildende.

Hendrik Fischer, Staatssekretär im brandenburgischen Wirtschaftsministerium und Luckenwalder Einwohner, hatte ein kleines Metallteil mitgebracht. „Das hat mein Sohn als Neuntklässler im Schülerpraktikum bei Schaeffler angefertigt, heute ist er Maschinenbauingenieur“, berichtete er und lobte die Entwicklung von Nachwuchskräften im Unternehmen Schaeffler. Als er 2009 den Betrieb besuchte, habe Deutschland gerade auf dem Höhepunkt einer Wirtschafts- und Finanzkrise gestanden. „Der Automobilbranche ging es schlecht und den Zulieferern auch. Aber bei Schaeffler haben Geschäftsführung und Belegschaft souverän diese Krise gemeistert“, sagte Fischer.

Von Elinor Wenke

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