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Teltow-Fläming Nächtlicher Einbruch in Wohnhaus
Lokales Teltow-Fläming Nächtlicher Einbruch in Wohnhaus
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16:03 11.09.2018
Die Einbrecher waren nicht zimperlich – alle Schränke und Schubladen im Haus des Ehepaars F. wurden durchwühlt. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Der Schreck sitzt Dora und Heinz F. noch immer in den Gliedern. Das Rentnerehepaar aus Luckenwalde ist Opfer eines Wohnungseinbruchs geworden. Der Schaden geht in die Tausende.

Es war die Nacht zum 1. September, als Unbekannte sich an der Doppelhaushälfte in der Jänickendorfer Straße zu schaffen machten. Die Senioren waren übers Wochenende zu ihrer Datsche gefahren. „Das müssen die Täter vorher ausgekundschaftet haben“, berichtet der 86-jährige Heinz F. Denn auch die Nachbarn, die sonst nach dem Rechten schauen, waren nicht da.

Dieses Fenster haben die Täter aufgebrochen und anschließend die Flasche Öl verkippt. Quelle: Elinor Wenke

„Wir achten sehr auf Sicherheitsvorkehrungen und haben unsere Fenster gut geschützt“, erklärt Heinz F. So blieben die Einbrecher beim Küchenfenster erfolglos. „Unser Wohnzimmerfenster war mit acht Sicherungen versehen“, berichtet F., doch mit Brecheisen und roher Gewalt haben sich die Täter dann darüber Eintritt verschafft.

Als die Senioren – von einem Bekannten verständigt – zurück ins Haus kamen, trauten sie ihren Augen nicht. „Alle Räume und Schränke waren durchwühlt, Schubladen herausgezogen, der Inhalt auf den Boden gekippt“, erinnert sich Heinz F. Offenbar um Spuren zu verwischen, hatten die Einbrecher eine Flasche Öl über das Fenster gekippt. Auch Couch, Fußboden und Teppich wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Die Geldkassette wurde geleert und ein Sparbuch gestohlen, ein anderes aber liegengelassen. Quelle: Elinor Wenke

Eine Geldkassette, ein Sparbuch, wertvoller Schmuck, Münzen, Uhren, Ehrenmedaillen aus DDR-Zeiten – alles weg. „Zwei Trauringe meiner Mutter haben die Räuber auch mitgehen lassen“, bedauert Heinz F. „Wir sind trotzdem froh, dass wir die Einbrecher nicht überrascht haben“, sagt Dora F. (87), „sonst wäre vielleicht Schlimmeres passiert.“ Andere Dinge sind zurückgeblieben oder übersehen worden, zum Beispiel eine Kette, die an einer Wanduhr hing.

Viel schwerer als der materielle Schaden wiegt für die betagten Eheleute die emotionale Demütigung. „Es ist, als ob es nicht mehr unsere eigenen Sachen sind“, sagt Dora F., „die Gewissheit, dass die in unseren privatesten Dingen gewühlt haben, ist unerträglich. Die Kleidungsstücke habe ich alle gewaschen.“

Zwei mysteriöse Anrufe vor der Tat

Heinz F. erinnert sich an zwei mysteriöse Anrufe, Monate vor der Tat. Beim ersten Mal fragte der Anrufer nach dem Alter der Bewohner, beim zweiten Mal, ob sie einen Hund haben. „Erst heute kann ich mir einen Reim darauf machen“, konstatiert Heinz F. Seine Botschaft: „Wir wollen andere warnen und sensibel machen.“ So sollte man auf seltsame Anrufe achten und ein Auge aufs Nachbargrundstück haben. Die Sicherheitsvorkehrungen im Haus von Familie F. wurden inzwischen verstärkt.

„Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Vor Ort konnten Spuren dokumentiert und gesichert werden“, sagt Daniel Keip von der Polizeidirektion West. Weitere Angaben macht die Polizei nicht, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Gegenüber dem Ehepaar hatten Spurensicherer auf einen bandenmäßigen Einbruch mit osteuropäischer Handschrift getippt.

Von Elinor Wenke

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