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Luckenwalde belohnt Energiespar-Schulen

Klimaschutz Luckenwalde belohnt Energiespar-Schulen

Wenn Luckenwalder Schulen Energie und damit Kosten sparen, sollen sie künftig dafür belohnt werden und die Hälfte des eingesparten Geldes erstattet bekommen. Darauf einigten sich die Stadtverordneten auf Antrag der CDU/FDP-Fraktion. Doch sollen auch Kitas und Jugendklubs die Möglichkeit bekommen?

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Die Luckenwalder Oberschule in städtischer Trägerschaft soll fürs Energiesparen motiviert werden.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. An Luckenwalder Schulen in städtischer Trägerschaft soll künftig bewusst Energie gespart werden – und diese Initiative soll sich für Schüler und Lehrer auch lohnen. Auf Antrag der CDU/FDP-Fraktionen beschlossen die Stadtverordneten mehrheitlich, aktive Maßnahmen zur Energieeinsparung künftig zu unterstützen.

Die Hälfte der Energiekosten, die über den Zeitraum von einem Jahr eingespart werden, sollen den Schulen erstattet werden. Vorbild des Vorhabens ist das sogenannte Fifty-Fifty-Energiesparprogramm. Die Teilnahme ist freiwillig, soll idealerweise mit dem neuen Schuljahr starten und wird durch eine Vereinbarung zwischen der Kommunalverwaltung und der jeweiligen Bildungseinrichtung festgeschrieben.

Hintergrund

Im Landkreis Teltow-Fläming beteiligen sich insgesamt bislang elf Schulen an einem Energiesparmodell und ermitteln Maßnahmen für ihre eigenen Gebäude.

Diese Schulinitiativen reduzierten seit dem Jahr 2012 den Kohlendioxidausstoß im Landkreis um rund 300 000 Kilogramm pro Jahr und brachte eine jährlich Kostensenkung von rund 100 000 Euro ein.

Das Fifty-Fifty-Programm an Schulen wird vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UfU) begleitet. Es unterstützt die teilnehmenden Schulen in Form von Energierundgängen und Beratungsgesprächen.

Es werden Startwerte zum Energieverbrauch erfasst und ermittelt, wie viel Strom, Wärme oder Wasser gespart wird. 50 Prozent der finanziellen Einsparung fließen an die Schule.

Das Thema ist nicht neu. Bereits im Klimaschutz- und Energiekonzept aus dem Jahr 2013 ist als ein Handlungsfeld das Nutzerverhalten in öffentlichen Einrichtungen benannt. Auch die Stadtverordnete Heidemarie Migulla (Linke) hatte mehrfach ein Energiesparmodell, wie es beispielsweise in Trebbin bereits erfolgreich praktiziert wird, eingefordert.

Bei gemeinschaftlich genutzten Einrichtungen sei die Bereitschaft zum Energiesparen oft nur bedingt vorhanden, heißt es in der CDU/FDP-Antragsbegründung. „Indem man einen Teil der eingesparten Energiekosten an die Nutzer zurückgibt, zeigt man ihnen, dass Energiesparen sich lohnt“, erklärte Unionsfraktionschef Sven Petke.

Externe pädagogische Begleitung

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) befürwortete den Vorschlag, schlug aber vor, die Vereinbarungen zunächst auf Schulen zu beschränken und Kitas und Jugendeinrichtungen – wie von der CDU empfohlen – noch außen vor zu lassen. Außerdem machte sie eine externe pädagogische Begleitung zur Bedingung. Harald-Albert Swik (SPD) empfahl, das Vorhaben in den Fachausschüssen zu beraten. „Vielleicht kann sich die Verwaltung auch mit dem Landkreis zusammensetzen und Fördermittel beantragen“, sagte er.

„Wir sollten den Freizeiteinrichtungen aber keine Schranken setzen, wenn sie freiwillig mitmachen wollen“, erklärte Christoph Guhlke (CDU). Der gefasste Beschluss zielt nun zunächst auf die Schulen ab, „in Betracht“ kommen aber auch Kitas und Jugendfreizeiteinrichtungen.

Von Elinor Wenke

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