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Luckenwalde 26 Wohnungen in der alten Post geplant
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde 26 Wohnungen in der alten Post geplant
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15:34 31.10.2018
Das alte Postgebäude in Luckenwalde Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Jetzt soll es endlich losgehen. Das alte Postgebäude in Luckenwalde aus dem Jahr 1890 wird umgebaut. Dort sollen 26 Wohnungen entstehen. Die Sanierung des Denkmals hatte die Berliner Architektin Femke Hägen bereits 2011 angekündigt, nachdem die Idee für ein Jugendhotel und einen 24-Stunden- Kindergarten an der Finanzierung gescheitert waren. Der Baustart für die Verwandlung ist für das Frühjahr 2019 geplant. „Ich denke, es gibt einen Vorteil, dass sich das Bauvorhaben verzögert hat. Ich habe in den vergangenen Jahren sehr viele Erfahrungen sammeln können, die ich jetzt mit einbringe“, sagt Femke Hägen.

Dieses Posthorn an der Außenfassade ist ein Relikt aus alten Zeiten. Quelle: Margrit Hahn

Bevor schwere Technik anrollt, sollen Interessierte die ehemalige Post, die wohl jeder alteingesessene Luckenwalder kennt, noch einmal anschauen können. Von den ehemaligen Büroräumen fehlen inzwischen die Trennwände. „Die haben wir bereits entfernt, so dass die ursprüngliche Substanz gut zu erkennen ist. Jetzt sieht man auch die Rundbögen, von denen vorher nichts zu sehen war “, so die Architektin. Damit die Rundbogen in den Wohnungen besser zur Geltung kommen, hat sie die ursprünglichen Pläne noch einmal geändert. „Das dauert seine Zeit, um das Alte zu erfassen und Neues entstehen zu lassen“, fügt die 40-Jährige hinzu. Zudem musste Rücksprache mit Fachingenieuren wegen der Statik erfolgen. Entstehen sollen 26 Wohneinheiten mit insgesamt 1506 Quadratmeter Wohnfläche sowie Gartenanlage und Hof. 19 Wohnungen werden barrierefrei. Die Baugenehmigung liegt seit 2012 vor.

Die Liebe zum Detail soll erhalten bleiben. Quelle: Margrit Hahn

Zum größten Teil hat sie sich an die Planungen vor sechs Jahren gehalten. Seit dieser Zeit hatten andere Projekte Vorrang. „Ein Neubau in Berlin hat unsere volle Aufmerksamkeit erfordert“, berichtet sie. Ende vergangenen Jahres wurde entschieden, die Planung der alten Post in Luckenwalde wieder aufzunehmen. Die Denkmalschutzbehörde fordert, dass an der Hülle so gut wie keine Veränderungen vorgenommen werden dürfen. „Dadurch können wir nicht alles umsetzen, was wir möchten“, bedauert die Architektin.

Das Postzeichen am Mauerwerk ist schon verblasst. Quelle: Margrit Hahn

Die Grundrisse der Wohnungen sind in jedem Stockwerk anders. Vor allem der Dachstuhl gefällt ihr. Von dort hat man einen wunderschönen Blick über die Stadt. Da das Dach nicht verändert werden darf, wurde nach einer Möglichkeit gesucht, den Bewohnern mehr Aussichtsmöglichkeiten zu bieten, was durch Dachgauben möglich wäre. Auch der Turm soll in Wohnungen integriert werden. „Wir haben uns viele Gedanken gemacht, wie es am besten ist“, so Hägen, die es bisher nicht bereute, dass sie die alte Post gekauft hat.

Die Baugenehmigung liegt seit 2012 vor. Geplant ist der Umbau komplett ohne Fördermittel. Zur genauen Bausumme will sich Femke Hägen nicht äußern, aber einige Millionen wird das Projekt mit Sicherheit verschlingen.

Von Margrit Hahn

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