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Luckenwalde 61 Bewerber um die Stadtverordneten-Mandate
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde 61 Bewerber um die Stadtverordneten-Mandate
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00:21 17.04.2019
Bauarbeiten auf dem Luckenwalder Boulevard – bis zum Jahresende sollen sie einschließlich der Parkstraße beendet sein. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

An der Zahl der Mandate für die neu zu wählende Stadtverordnetenversammlung Luckenwalde ändert sich nichts. „Wie bisher wird es 28 Sitze plus die stimmberechtigte Bürgermeisterin geben“, sagt Wahlleiterin Britta Jähner. Doch die Zusammensetzung könnte kleinteiliger und vielfältiger werden. Und das liegt nicht nur an der höheren Zahl der Kandidaten. Sie stieg von 54 im Jahr 2014 auf 61 Bewerber in diesem Jahr.

Bisher bestimmten Linke, SPD und CDU das parlamentarische Geschehen. Doch neben diesen etablierten Parteien und den Volksvertretern aus FDP, Bauernverband und NPD tauchen jetzt drei neue Kandidatenlisten für Luckenwalde auf: die AfD, die Freien Wähler und die Listenvereinigung aus Luckenwalde Ökologisch Sozial und Bündnisgrünen.

Die Stadt Luckenwalde

Luckenwalde ist die Kreisstadt des Landkreises Teltow-Fläming.

Einwohner: 21 024 (Stand Februar 2018)

Fläche:46,6 Quadratkilometer (einschließlich der Ortsteile)

Luckenwalde hat zwei Ortsteile. Im Ortsteil Kolzenburg leben 419 Einwohner auf einer Fläche von 8,5 Quadratkilometern. Der Ortsteil Frankenfelde hat insgesamt 312 Einwohner und eine Fläche von knapp 16 Quadratkilometern.

Internet:www.luckenwalde.de

Als ältester und fast dienstältester Abgeordneter geht Dietrich Maetz mit 81 Jahren für die FDP erneut ins Rennen. Als Jüngster strebt der 18-jährige OSZ-Schüler Tom Ritter von LÖS/Grüne auf die politische Bühne. Er machte bereits als Luckenwalder Koordinator der Umwelt-Initiative „Fridays for Future“ auf sich aufmerksam. Die langjährige Stadtverordnetenvorsitzende Heidemarie Migulla aus der Linksfraktion kandidiert nicht wieder.

Als Spitzenkandidatin der SPD tritt Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide wie bei der letzten Wahl wohl vor allem als Zugpferd an, denn im Falle ihrer Wahl wird sie ihr Bürgermeisteramt kaum dem ehrenamtlichen Stadtverordnetenmandat opfern.

Wer regiert jetzt?

Bürgermeisterin: Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD)

Stadtverordnete (28 Sitze):

Die Linke/BV: 11

SPD: 9

CDU/FDP: 7

NPD: 1

Die SPD folgte in der ablaufenden Wahlperiode den Vorschlägen der Verwaltung in aller Regel treu. Auch die Linken als stärkste Fraktion sorgten mit ihren Stimmen meist für erfolgreiche Beschlussfassungen. Eine klassische Opposition gab es nicht, doch die CDU sorgte oft für Gegenwind. Den könnte es künftig auch von der grünen Listenvereinigung geben.

Die drängendsten Aufgaben in der Stadt drehen sich vor allem um die junge Generation. Es herrscht ein akuter Mangel an Kitaplätzen. Die Stadtverwaltung unter Federführung der SPD-Bürgermeisterin will mittelfristige Lösungen durch Anbauten und Erweiterungen schaffen. Der CDU geht das zu langsam. Letztlich sprechen sich aber alle etablierten Parteien für zusätzliche Kita- und Hortplätze aus. Die Linken favorisieren zudem eine zentrale Anmeldung und Vergabe von Kitaplätzen. Der geplante Hort-Neubau für drei Millionen Euro am Schulkomplex Jahnstraße wird die neue Stadtverordnetenversammlung in nächster Zukunft beschäftigen, ebenso die Neugestaltung des Gaswerksgeländes.

Wer tritt an?

SPD: Elisabeth Herzog-von der Heide, Harald-Albert Swik, Gabriele Blazy, Matthias Grunert, Karin Wegel, Jan Gabelmann, Katrin Kerlikofsky, Hans Buchner, Gerhard Maetz, Hendrik Fischer, Bert Lindner, Norbert Jurtzik, Peter Gruschka, Detlev von der Heide, Mathias Eichler, Daniel Krull, Thomas Herold

Die Linke: Erik Scheidler, Margitta-Sabine Haase, Ramona Staib, Jochen Neumann, Bärbel Briesemeister,

Martin Zeiler, Sabine Bölter, Tankred Flach, Erika Kirschner, Peter Gehrmann, Manfred Thier, Marko Ott,

Ralf Lindner, Andreas Herold,

Werner Fränkler, Hans-Jürgen Akuloff, Felix Thier, Eberhard Pohle, Hans-Dietmar Seiler, Rudolf Haase

CDU: Nadine Walbrach, Michael Wessel, Carsten Nehues, Stefan Pinkawa, Stephan Braschke, Andreas Kugler, Jörg Kirstein, Daniela Funke

AfD: Klaus-Werner Lehmann, Christian Block

Bauernverband TF: Andreas Krüger

FDP: Dietrich Maetz, Matthias Eberhard Nerlich

NPD: Bärbel Redlhammer-Raback, Remo Kudwien

Freie Wähler Luckenwalde:

Manuel Hurtig, Fritz Lindner, Dolores Hurtig, Anna Wunder

Luckenwalde Ökologisch Sozial

& Bündnis 90/Die Grünen:

Anja Jürgen, Tom Ritter, Ricarda Voigt, Ralf Eyssen, Norman Heß

In ihrem Wahlprogramm spricht sich die SPD unter anderem für die Digitalisierung an den Schulen, die Entwicklung der Gesundheitsakademie, für neue Wohnformen, zusätzliche Baugrundstücke, ein gesamtstädtisches Fahrradkonzept und die kostenfreie Nutzung des Stadtbusses für Senioren aus.

Die Linken machen sich für bezahlbaren Wohnraum, die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, Einschulungszuschüsse für sozial schwache Familien und bessere Taktungen im öffentlichen Nahverkehr stark.

Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit stehen für die CDU weit oben, außerdem eine bessere Gesundheitsversorgung, die Unterstützung von Vereinen, ein Fahrradparkhaus und eine effektive Nutzung des Parkhauses, wobei sie dessen Subventionierung mit öffentlichen Mitteln ablehnt.

Für mehr Grün in der Stadt

Mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung wünschen sich die Ökologisch Sozialen und Bündnisgrünen. Sie setzen sich auch für Toleranz und Weltoffenheit gegenüber Geflüchteten ein. Ein weiteres Anliegen: die ökologische Stadtgestaltung. Die neue Listenvereinigung ist gegen zunehmende Flächenversiegelung und für eine grüne Stadt mit Straßenbäumen und durchgängigen Grünzügen. Statt Autoverkehr sollte die Stadt ihrer Meinung nach den Rad- und Fußgängerverkehr fördern.

Ortsbeiratswahl im Juni

Die Ortsbeiräte stehen noch nicht auf den Wahllisten. Sie werden Anfang Juni innerhalb von Bürgerversammlungen gewählt.

Von Elinor Wenke

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