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Ausstellung über Rot-Kreuz-Gründer Henry Dunant

Luckenwalde Ausstellung über Rot-Kreuz-Gründer Henry Dunant

Es war ein Verständnis von Christentum im calvinistischen Geist, das den Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant dazu bewegte, nach der Schlacht von Solferino das Internationale Rote Kreuz zu gründen. In Luckenwalde gibt es nun eine Ausstellung über ihn.

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Museumsleiter Rainer Schlösser (2.v.l.) überreicht dem Präsidenten der Genfer Dunant-Gesellschaft, Roger Durant, ein französisches Straßenschild. Im Hintergrund: DRK-Kreispräsident Dietmar Bacher (l.) und DRK- Kreisvorsitzender Harald-Albert Swik.

Quelle: Foto: Laura Görner

Luckenwalde. Volkmar Schön betonte es unmissverständlich: „Neutralität und Unparteilichkeit stellen als zweiter und dritter Punkt der sieben Grundsätze des DRK eine Parallele zum Christentum“, so der Vizepräsident des Deutschen Roten Kreuzes am Freitagabend im Luckenwalder „Haus des Ehrenamts“. Er war zur Eröffnung der Ausstellung „Von dem doppelten Standpunkt des Christentums und der Menschlichkeit – Henry Dunant und die Gründung des Roten Kreuzes im calvinistischen Genf“ nach Luckenwalde gekommen.

Anlass der Ausstellung, die von Rot-Kreuz-Museumsleiter Rainer Schlösser organisiert worden ist, ist das Reformationsjahr. Eine gute Gelegenheit, um in Erinerung zu rufen, von wo das Rote Kreuz herkommt und auf die Verbindungen zu dem deutschen Reformatoren Martin Luther und die Jean Calvin geprägte evangelisch-reformierte Glaubenslehre des Christentums, den Calvinismus, zu verweisen. Im Mittelpunkt des Abends stand allerdings Henry Dunant, der Gründer des Roten Kreuzes.

Dunant sei in der „Hauptstadt des Calvinismus“ – im Schweizer Genf – aufgewachsen und von diesem strengen Glauben sehr geprägt worden, erzählte Roger Durand, der Präsident der Genfer Dunant-Gesellschaft. Der ehemalige Lehrer war eigens aus der Schweiz angereist, um vor rund 40 Besuchern über das Leben Dunants zu berichten – über einen schweizer Geschäftsmann, der 1859 zufällig das Gemetzel zwischen den Armeen Österreichs und Frankreichs im Verbund mit Sardinien-Piemont Nahe der in der kleinen italienischen Stadt Solferino erlebte. Es war die Initialzündung, um später das Internationale Rote Kreuz zu gründen. So berichtete Durant mit feinem französischen Akzent, dass Dunant schon zehn Jahre vor der Gründung des Roten Kreuzes, 1863, eine der wichtigsten Prinzipien der Organisation festhielt: „Universell im Wirken“ und „Alle Religionen und Völker, also alle Rassen sind eingeschlossen“. Das Rote Kreuz sei die Zusammenarbeit von Barmherzigkeit und christlichen Werken.

Die Ausstellung im Luckenwalder „Haus des Ehrenamtes“ enthält zahlreiche Bilder, Informationstafeln und Vitrinen voller Bücher, Dokumente und alter Münzen, die einen Einblick in die Geschichte von Reformation und Rotem Kreuz ermöglichen. Die Schau ist bis zum 29. September zu sehen.

Von Laura Görner

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