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Luckenwalde Azubi des Monats kommt aus Trebbin
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01:15 20.01.2019
Tamino Haberland (19) ist Azubi des Monats. Er lernt Zimmerer in Blankenfelde-Mahlow. Quelle: Jonas Nayda
Blankenfelde

Tamino Haberland war ziemlich überrascht, als am Donnerstagvormittag eine Delegation der Handwerkskammer (HWK) zu ihm auf den Hof der Zimmerei Quappe in Blankenfelde kam. Hatte er etwas falsch gemacht oder drohte ihm Ärger?

Nein, das Gegenteil war der Fall. Andreas Körner-Steffens, Abteilungsleiter für Berufsbildung bei der HWK Potsdam, löste die Spannung, in dem er dem 19-Jährigen die Hand schüttelte und ihm gratulierte: „Herzlichen Glückwunsch, Sie sind Azubi des Monats Januar.“

V.l.: Zimmerermeister René Quappe, Lehrling Tamino Haberland und Andreas Körner-Steffens von der Handwerkskammer Potsdam. Quelle: Jonas Nayda

Zimmerermeister René Quappe hatte dicht gehalten und seinem Lehrling nichts von der kommenden Ehrung verraten. So war die Überraschung um so größer, als es auf einmal eine Urkunde und Geschenke gab.

„Es macht einfach gute Laune, mit ihm zusammenzuarbeiten“

Einige Wochen zuvor hatte Quappe seinen Schützling bei der HWK für die Auszeichnung vorgeschlagen. „Ich bin hoch zufrieden mit seinen Leistungen und ich bin sehr stolz auf ihn“, sagt er. Der Meister kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus: „Er ist einer, der Lösungen sieht, Probleme gibt es für ihn nicht. Er tüftelt so lange, bis er einen Weg gefunden hat. Es macht einfach gute Laune, mit ihm zusammenzuarbeiten.“

Seit 2016 lernt Tamino Haberland aus Trebbin das Zimmererhandwerk bei Meister Quappe in Blankenfelde. In seiner Freizeit fährt er gerne Motocross. Sein Berufswunsch stand bei ihm schon sehr früh fest. Haberlands Vater hat ein Sägewerk und sein Bruder ist Tischler. „Ich mag es einfach, mit Holz zu arbeiten“, sagt er.

Ausbildung bald zu Ende

Als Lehrling arbeitet er im Betrieb von Quappe voll mit. „Wir haben ihn ins kalte Wasser geworfen, dann musste er einfach mit schwimmen“, erzählt Quappe. Hilfsbereitschaft, Zuvorkommenheit und seine Wissbegierde seien Charaktereigenschaften, die ihn laut Meister Quappe deutlich von anderen Azubis abheben.

In wenigen Monaten ist Haberlands Ausbildung allerdings bereits zu Ende. Quappe möchte ihn unbedingt im Betrieb halten, doch wo es nach der Lehre für ihn hin geht, weiß Haberland noch nicht. Er könnte sich vorstellen, noch einen Meister zu machen, denn das Handwerk hat es ihm angetan.

Das Schönste für einen Handwerker

„Ich werde hier super gefördert, die Arbeit macht echt Spaß“, sagt er. Im Sommer könne es auf der Baustelle zwar manchmal etwas heiß werden, vor allem, wenn Arbeit unter praller Sonne an einem Dachstuhl ansteht, aber das nimmt ein Handwerker gerne in Kauf. „Das Schönste ist, wenn man beim Nachhauseweg sieht, was man alles geschafft hat“, sagt er.

Damit spricht er wohl vielen Handwerkern aus der Seele, denn das ist es, was den Beruf ausmacht: Ein sichtbares Ergebnis ehrlicher Handarbeit. Sogar HWK-Abteilungsleiter Körner-Steffens gibt anerkennend zu, dass sein Tagwerk häufig aus Papieren besteht, die diskutiert werden, und selten direkt etwas sichtbares entsteht. „Es ist wichtig, dass Handwerk erlebbar ist“, sagt er. Deshalb freut es ihn, auf so engagierte Nachwuchs-Handwerker zu treffen wie Tamino Haberland.

Seit 2014 jeden Monat Ehrung

Seit 2014 ehrt die Handwerkskammer jeden Monat einen Auszubildenden für sein hervorragendes Engagement. Gleichzeitig gilt die Auszeichnung immer auch als Lob an den jeweiligen Betrieb, denn „es gehören immer zwei Seiten dazu“, wie HWK-Abteilungsleiter Körner Steffens betont.

Die Blankenfelder Zimmerei von René Quappe bildet seit zehn Jahren aus. Der Meisterbetrieb fertigt Wand- und Dachelemente für Ein- oder Mehrfamilienhäuser an, baut Holzfassaden und Terrassen – und das alles in Handarbeit. „Eigentlich ist jedes Stück, was wir hier machen, ein Unikat“, sagt der Meister.

Zur Feier des Tages fuhr das gesamte Team der Zimmerei Quappe dann mittags ins Restaurant und später wurde gekegelt. „Mein Dank geht auch an alle meine Mitarbeiter. Der gute Zusammenhalt macht unseren Erfolg aus“, sagt René Quappe.

Von Jonas Nayda

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