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Luckenwalde steht unter Öko-Strom

Bürger gründen Energiegenossenschaft Luckenwalde steht unter Öko-Strom

Sie wollen Öko-Strom, und sie wollen ihn selbst produzieren. In Luckenwalde und Umgebung sollen Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden preisgünstigen Strom liefern. Mit 30.000 Euro und 32 Mitgliedern geht die neu geründete Bürgerenergiegenossenschaft Teltow-Fläming (BEG) an den Start.

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Auf dem Dach der Luckenwalder Kita „Burg“ wird bereits mit Photovoltaikanlagen selbstgenutzter Strom produziert.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Die Bürgerenergiegenossenschaft Teltow-Fläming (BEG) hat sich am Montagabend in der Luckenwalder Bibliothek im Bahnhof gegründet. 32 Bürger aus Luckenwalde und anderen Orten im Landkreis Teltow-Fläming trafen sich dort, um die Satzung der neuen Genossenschaft zu diskutieren und zu beschließen.

Alle von ihnen trugen sich daraufhin auch als Gründungsmitglieder in die Liste ihrer neuen Genossenschaft ein - 29 Bürger und die beauftragten Vertreter der Stadtverwaltung, der Städtischen Betriebswerke Luckenwalde und der Wohnungsgesellschaft "Die Luckenwalder".

In den Aufsichtsrat wurden Carola Seiler (Vorsitzende), Ingo Reinelt (Stellvertreter) und Sven Eppinger (Schriftführer) gewählt. Jeweils einstimmig bei drei Enthaltungen wurden als weitere Vorstandsmitglieder Stadtwerke-Geschäftsführer Christian Buddeweg und der Projektentwickler und SPD-Kreistagsabgeordnete Detlev von der Heide, der auch die Idee für diese Genossenschaft hatte, gewählt.

Ziel der BEG ist es, in Luckenwalde und Umgebung mit Hilfe von Photovoltaik-Anlagen Öko-Strom zu produzieren, der preisgünstiger ist als herkömmlicher Strom. Laut von der Heide koste die Kilowattstunde für den Endverbraucher derzeit etwa 25 Cent mit Tendenz nach oben, während mit PV-Anlagen der Strom für weniger als die Hälfte produziert werden könnte. Dabei wolle man sich auf öffentliche Gebäude wie Kitas oder Schulen und auf Gewerbebetriebe konzentrieren, wo vor allem tagsüber Strom verbraucht wird. Mindestens 50 Prozent der Energie soll direkt am Erzeugungsort verbraucht werden. "Dieses Projekt ist keine Goldgrube und als solche auch nicht gedacht", sagte von der Heide, "aber nach einigen Jahren wird eine ordentliche Rendite übrig bleiben."

Wichtiger als die Rendite sei es aber, die Energiewende voranzubringen und den Bürgern dabei mehr Mitsprache zu ermöglichen. Am Gründungsabend wurden knapp 30.000 Euro gezeichnet. "Ich gehe davon aus, dass noch ein paar Mitglieder dazukommen", sagte von der Heide. Jedes Mitglied muss mindestens 500 Euro einzahlen. Mit dem Gründungskapital kann man den vorläufigen Geschäftsplan für 2014 umsetzen. So sind 130.000 bis 150.000 Euro an Investitionen mit Hilfe von Krediten vorgesehen. Als erstes soll das Dach der Arndtschule Photovoltaik-Module erhalten (Kosten: 60.000 Euro).

Von Hartmut F. Reck

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