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Luckenwalde Baugenehmigung für Projekt Burg erteilt
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Baugenehmigung für Projekt Burg erteilt
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05:34 29.06.2018
In der Warteschleife –die Fenster der leergezogenen Wohnungen im Sanierungsprojekt Burg sind mit unterschiedlichen Motiven verklebt. Quelle: Hartmut F. Reck
Luckenwalde

Horst-Ulrich König, Chef der Wohnungsgesellschaft „Die Luckenwalder“, der am Freitag seinen letzten Arbeitstag am Markt 1-3 hat, kann seinem Nachfolger Frank Schmidt beruhigt die Geschäfte überlassen. Für das millionenschwere Umbau-Vorhaben im Stadtteil Burg konnte er ihm jetzt druckfrisch die Baugenehmigung auf den Schreibtisch legen. Sie ist nach über einem Jahr Bearbeitungszeit am 26. Juni eingetroffen.

Die Umgestaltung des Plattenbauquartiers Burg ist der Schwerpunkt der Unternehmensstrategie der „Luckenwalder“ bis zum Jahre 2028, die der Aufsichtsrat jetzt beschlossen hat. Aus dem pragmatischen Großtafelbau soll ein attraktives Wohnviertel mit 139 modernen Wohnungen und acht Gewerbeeinheiten entstehen.

Knapp 30 Millionen Euro werden investiert

Die Gesamtinvestition liegt bei 29,4 Millionen Euro. „Der Förderantrag ist fertig und wird nächste Woche eingereicht“, kündigt Frank Schmidt an. Die Wohnflächen zwischen 40 und 120 Quadratmetern sollen unterschiedlichsten Ansprüchen gerecht werden.

„Weil Fördergeld zum Einsatz kommen soll, werden 75 Prozent, also 105 Burg-Wohnungen, an einen Wohnberechtigungsschein und damit mietpreisgebunden sein“, kündigte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) in einem Pressegespräch an. „Das heißt: Drei Viertel der Wohnungen stehen Mietern mit schwachem Einkommen zur Verfügung.“ Sie begrüßt ausdrücklich das Umbauvorhaben „in einer 1A-Lage“. Die Netto-Mietpreise für die belegungsgebundenen Wohnungen werden bei 4,90 Euro pro Quadratmeter liegen, im mittleren Preissegment bei sechs Euro und im frei zu vergebenden nicht unter sieben Euro.

Bei der Pressekonferenz: Frank Schmidt, Evelin Kierschk, Horst-Ulrich König, Elisabeth Herzog-von der Heide und Harald-Albert Swik (v.l.). Quelle: Elinor Wenke

Mit dem Leerzug der Burg wurde bereits begonnen. Insgesamt 132 Wohnungen mussten und müssen geräumt werden. „Ein aufwendiges Unterfangen, weil die Ansprüche der Mieter nicht immer mit dem leerstehenden Wohnraum zusammenpassen“, sagt König. 50 Fälle sind noch nicht geklärt.

„Unser Ziel ist es, die Wohnblocks bis Ende September leer zu ziehen“, erklärt Schmidt, „weil später nicht mehr garantiert werden kann, dass die wenigen belegten Wohnungen noch ordentlich beheizt werden.“

Einzug erst im Jahr 2022

Künftige Burg-Mieter müssen sich allerdings gedulden. „Wir sind jetzt in der Ausführungsplanung“, erklärt Schmidt, „Ende 2019 kann es mit dem Umbau losgehen.“ Die ersten Mieter können voraussichtlich 2022 Einzug halten.

Evelin Kierschk, Mitglied des Aufsichtsrates und der Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreiheit“, lobte die Zusammenarbeit mit den Planern. „Selbst unsere schärfsten Kritiker sind von der Barrierefreiheit und dem Umzugsmanagement begeistert“, sagte sie.

Jede fünfte Wohnung wird barrierefrei

Neben dem Vorhaben Burg hat der Aufsichtsrat auch andere Weichen für die nächsten zehn Jahre gestellt und beschlossen. „Langfristig sollen 20 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes belegungsgebunden sein, außerdem jede fünfte Wohnung barrierefrei“, erklärte Aufsichtsratschef Harald-Albert Swik. Derzeit verwaltet die „Luckenwalder“ 1300 Wohnungen.

Von Elinor Wenke

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