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Luckenwalde Fahrradkultur zum Mitmachen
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04:32 10.09.2018
Hilde Steinfurth im „Ottomobil“, einer Container-Rikscha des Luckenwalder Künstlers Pablo Wendel. Quelle: Robin Knies
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Luckenwalde

Beim diesjährigen Internationalen Fahrrad-Film-Festival in Luckenwalde wurde Fahrrad- und Filmenthusiasten ein umfangreiches Programm mit einer breiten Palette an Aktivitäten rund ums Radfahren geboten. Das Festival fand bereits zum zweiten Mal in Luckenwalde statt und wurde vom Verein „Haus der Kultur der Welten Fläming“ in Zusammenarbeit mit dem Klassmo-Kulturcafé auf die Beine gestellt.

Bericht über Fahrradreise in die russische Arktis

Auch wer auf den ersten Blick keine Verbindung zwischen den beiden Begriffen erkennt, konnte sich bei der Veranstaltung vom Gegenteil überzeugen: Besucher konnten sich zum Beispiel zahlreiche Kurzfilme vom „International Cycling Film Festival“ in Herne ansehen, den „Young Local Heroes“, jungen Künstlern aus der Region, bei ihren Programmen zuschauen oder selbst Hand anlegen und alte Fahrradteile zu Kunstobjekten verarbeiten. Am Freitagabend stellte Richard Löwenherz sein Programm „In die russische Arktis“ vor und sprach über seine Fahrradreise durch den unwirtlichen Norden Russlands, während am Samstag das „Cine2Ride“-Fahrradkino dem Namen des Festivals alle Ehre machte.

Strampeln, um Filme gucken zu können

Das Konstrukt, bereitgestellt von der Berliner Taschengeldfirma, hat ein einfaches Prinzip: Um genug Energie für das Abspielen des jeweiligen Films zu erzeugen, mussten hier stets acht Radfahrer kräftig strampeln. Am Sonntag gab es dann noch eine abschließende Sternfahrt, bei der sich drei Gruppen von Jänickendorf, Gottsdorf und Werder aus mit dem Rad zum zentralen Treffpunkt nach Luckenwalde aufmachten.

„Es geht uns hier natürlich nicht nur ums Fahrradfahren an sich, sondern auch um Filme, Musik und Kultur“, sagte Hilde Steinfurth, die Eigentümerin des Klassmo-Cafés und Mitorganisatorin des Festivals. „Autos sind ja schön und gut, aber die Region eignet sich dank der schönen Landschaft, der Fläming-Skate, und den vielen Radwegen auch sehr gut zum Radfahren, weshalb wir den Luckenwaldern die Fahrradkultur ein Stück näher bringen wollen.“

Metallbauer entwerfen Kunst aus Fahrradteilen

Besonders freute sich Steinfurth über die zahlreichen Helfer, die freiwillig das Programm und die verschiedenen Workshops organisierten. So boten einige Luckenwalder BMX-Fahrer den Workshop „Fix it“ an und zeigten Teilnehmern, wie sie ihre Fahrräder im Notfall schnell wieder auf Spur bringen können. Überschüssige Fahrradteile gingen an die Luckenwalder Metallbauer Andreas Leck und Detlef Hornung, die aus den alten Fahrradketten, Pedalen und allen möglichen anderen Teilen dann ganz neue Kunstwerke erschufen. Im vergangenen Jahr war das Ergebnis dabei ein großer Büffelkopf in Form eines Fahrradsattels, während diesmal ein historischer Rennwagen zustande kam. „An solchen Sachen kann man wirklich tagelang rumschrauben“, erklärte Leck.

Hilde Steinfurth ist froh, dass sich so viele Besucher für das Thema interessieren und freut sich schon auf die nächste Ausgabe des Festivals, die voraussichtlich wieder am zweiten Septemberwochenende des kommenden Jahres stattfinden soll.

Von Robin Knies

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