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Luckenwalde Erinnerungen an den Katastrophen-Winter
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17:20 28.01.2019
Sowjetsoldaten schippten damals am Luckenwalder Markt Schnee auf die Lkw. Quelle: Helmut Katterwe
Luckenwalde

Die frostigen Temperaturen der vergangenen Tage und die Meldungen in den Medien über den Katastrophen-Winter 1978/79 hat auch Helmut Katterwe aus Luckenwalde zum Anlass genommen, um seine alten Fotos wieder hervorzukramen. Der 84-Jährige hat das Schneechaos vor 40 Jahren in Luckenwalde selbst erlebt und in Bildern festgehalten.

Helmut Katterwe (84) aus Luckenwalde erinnert sich an den Winter vor 40 Jahren. Quelle: Elinor Wenke

Der studierte Lehrer für Geografie und Mathematik war damals Stadtrat für Jugend, Körperkultur und Sport und hatte seinen Arbeitsplatz im Rathaus. Hautnah konnte er damals mitverfolgen, was sich im Januar 1979 direkt vor der Haustür – am Luckenwalder Marktplatz – abspielte. „Überall war nur Schnee, die Straßen waren zugeschneit und zum Teil unpassierbar“, erinnert sich Helmut Katterwe. Um der Schneemassen Herr zu werden, musste schwere Technik herangeholt werden. „Wir waren heilfroh, dass schließlich die Sowjetsoldaten, die damals hier stationiert waren, zu Hilfe kamen“, erzählt der Senior.

Mit dem Bagger wurden die Schneemassen auf Lkw gehoben. Quelle: Helmut Katterwe

Helmut Katterwe schoss und entwickelte selbst die Fotos, wie ganze Mannschaften von Armisten mit Handschaufeln den Schnee von der Straße zu Haufen zusammen schippten. Ein Bagger hievte mit seiner Schaufel tonnenweise die Schneemassen auf Lkw.

„Das wurde dann alles zum Teichwiesenweg gefahren und dort auf die Wiesen gekippt“, berichtet Katterwe. „Wer unsere sowjetischen Freunde damals geholt hat, weiß ich nicht, aber sie waren tatsächlich eine große Hilfe“, sagt Helmut Katterwe.

Sowjetsoldaten schippen am Markt Schnee auf die Lkw. Quelle: Helmut Katterwe

 Zu den Schneemassen kamen die extremen Minusgrade hinzu. Ob es damals in Luckenwalde auch Probleme mit der Energieversorgung gab, ist Helmut Katterwe nicht bekannt. „Wir wohnten damals schon in einem Block in der Goethestraße, da hatten wir es trocken und warm“, so der Rentner.

Von Elinor Wenke

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