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Luckenwalde Digitale Bildschirme statt Zettelwirtschaft
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00:20 03.08.2018
Wohnbaugenossenschaft setzt auf digitale Technik in Hausfluren. Ramon Wittich und Astrid Dunker zeigen, wie es funktioniert. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Die Zettelwirtschaft soll bald der Vergangenheit angehören. Die Luckenwalder Wohnbaugenossenschaft setzt im digitalen Zeitalter auf moderne Technik. Bisher waren wichtige Informationen für die Mieter wie Telefonnummern, Ankündigungen von Wartungen oder Instandhaltungsarbeiten an Pinnwänden in den Hausfluren zu finden. Doch diese sollen nach und nach durch elektrische Bildschirme ersetzt werden. Die ersten wurden bereits am Burgwall 6 bis 8 montiert. Und bisher gibt es vor allem positive Resonanz. Selbst wer sich nicht mit Computern auskennt, finde sich gut zurecht.

Aufwendige Zettelwirtschaft

„Die Zettel an den Pinnwänden haben ihre Tücken. Man muss sie aufhängen und hinterher wieder einsammeln. Es kam vor, dass die Zettel gleich wieder entfernt wurden, ohne dass sie jemand gelesen hatte“, sagt Ramon Wittich, technischer Vorstand bei der Wohnbaugenossenschaft Luckenwalde. Bei dem hohen Wohnungsbestand war die Zettelwirtschaft sehr zeitaufwendig. Zudem sei durch die Fülle an Informationen auch eine gewisse Unordnung entstanden. Und es wurden auch Zettel von Unternehmen angebracht, die dies vorher nicht mit der Wohnungsbaugenossenschaft abgesprochen hatten.

Die neue Technik ist als Weiterentwicklung der Kommunikation zwischen Verwaltung und Mitgliedern gedacht. „Wir gehen mit dem elektronischen Bildschirm sogar noch einen Schritt weiter, denn nun können die Mitglieder untereinander und mit der Verwaltung kommunizieren.

Aufträge ins digitale Brett

Alle wichtigen Ankündigungen finden sich auf der Startseite des Bildschirms wieder. Die allgemeinen Informationen sind dagegen in einem Menü hinterlegt. Von wichtigen Telefonnummern über die Hausordnung, Gästewohnungen und dem Reinigungsnachweis bis hin zum Reparaturformular ist dort alles zu finden. Wer künftig also dringend einen Handwerker benötigt, kann das gleich ins „digitale Brett“ eingeben. Wollen sich Mieter untereinander eine Nachricht zukommen lassen, so ist auch das möglich. „Allerdings schauen wir uns solche Mittelungen an. Es darf nicht sein, dass irgendwelche Beschimpfungen oder Beleidigungen dort erscheinen“, sagt Wittich.

Auch in puncto Sicherheit kann die Wohnungsbaugenossenschaft auf dem Weg schnell reagieren. „Im vergangenen Jahr hatten wir den Fall, dass in Luckenwalde Paketbetrüger unterwegs waren. Innerhalb von wenigen Minuten könnte solch eine Warnung auf dem Bildschirm im Hausflur erscheinen“, fügt Wittich hinzu.

Infos weitergeben

Die Meldung über nicht funktionierendes Licht im Keller oder eine tropfende Leitung kann von den Mitgliedern über den Bildschirm sofort an die Verwaltung gesendet werden. Aber auch ein verloren gegangener Schlüssel kann als Information an alle anderen Mitglieder im Haus weitergegeben werden.

Mit den elektronischen Bildschirmen wird nicht nur die Kommunikation, sondern auch der erste Eindruck im Hausflur verbessert. Damit wird das Niveau des Services deutlich angehoben.

Die ersten Flure sind ausgestattet

Die ersten drei Hausflure wurden mit digitaler Technik ausgestattet. In weiteren fünf Hausfluren werden diese noch zum Ende des Jahres montiert. „Wir werden sehen, wie unsere Mitglieder die neue Möglichkeit der Kommunikation annehmen und dann entscheiden, wie der weitere Ausbau erfolgen soll“, erläutert Wittich. Er könnte sich auch vorstellen, dass künftig der örtliche Personennahverkehr mit eingebunden wird und die Mieter erfahren, wann die Busse fahren und ob es zu Verspätungen kommt.

Von Margrit Hahn

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