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Luckenwalde Einbruch in der Dunkelheit
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Einbruch in der Dunkelheit
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12:05 09.10.2018
Drunter und Drüber im eigenen Haus: Ein Luckenwalder Ehepaar ist Opfer von Einbrechern geworden. Quelle: foto: privat
Luckenwalde

Als Christine und Hans-Jürgen E. am Sonnabend gegen 21.30 Uhr von einer Geburtstagsfeier nach Hause kamen, war es schon dunkel. Sie schlossen die Haustür in der Elsthaler Straße in Luckenwalde auf und Christine E. wunderte sich, dass eine Schublade im Wohnzimmer offen stand. Als sie dann ins Schlafzimmer ging, wusste sie, was geschehen war: Das Rentnerehepaar ist Opfer eines Wohnungseinbruchs geworden. Erst vor wenigen Wochen hatten Freunde von ihnen, mit denen sie am Sonnabend zum Geburtstag eingeladen waren, das Gleiche erlebt. Seitdem hatte das Ehepaar sehr darauf geachtet, alles ordnungsgemäß zu verschließen und zu sichern.

Badfenster aufgehebelt

Nach den Spuren zu urteilen, haben die Täter mit dem Brecheisen das Badfenster aufgehebelt. Um leichter durchs Fenster zu gelangen, nutzen sie einen Stuhl von der Terrasse. Nach ihrem Beutezug verließen sie das Einfamilienhaus durch die Terrassentür. Im Schlafzimmer und Arbeitszimmer waren sämtliche Schränke durchwühlt, Schubladen herausgezogen und der Inhalt auf den Boden gekippt. „Im Wohnzimmer haben sie wohl gesehen, dass nur Glas und Besteck zu finden ist, das hat sie nicht interessiert“, sagt Christine E.

Bargeld, Schmuck und Handy gestohlen

Gestohlen wurden unter anderem Bargeld, Schmuck und ein Handy sowie der Schlüssel eines Bankschließfachs. Das Ehepaar hat am Sonntag sofort einen Mitarbeiter der Bank über den Diebstahl informiert. „Zum Glück hatten wir wertvolle Schmuckstücke im Schließfach“, so Christine E. Sie schätzt den Schaden auf 3000 Euro, ohne die Reparatur des aufgehebelten Fensters.

Die Wohnung verlassen

Die Spurensicherung war 15 Minuten später am Einsatzort. Das Ehepaar musste die Wohnung vorübergehend verlassen. „Als ich vor der Tür stand, kam plötzlich ein junger Mann, der war blutüberströmt“, berichtet Christine E. Er war im Stadtpark angegriffen worden. Man hatte ihm das Nasenbein gebrochen und zwei Zähne ausgeschlagen, weil er sein Fahrrad nicht hergeben wollte. Die Polizei kümmerte sich vor Ort um ihn. „Das war für uns die reinste Horrornacht“, sagt Christine E.

Profis am Werk

Laut Spurensicherung habe es sich wie bei dem vorherigen Einbruch in der Jänickendorfer Straße um Profis gehandelt. „Die müssen das doch genau auskundschaften“, ärgert sich die Luckenwalderin. Das Ehepaar hat überlegt, was dazu geführt haben könnte, dass ausgerechnet bei ihnen in den wenigen Stunden ihrer Abwesenheit Diebe ins Haus eingedrungen sind. „Unser Carport war leer, wir waren mit dem Auto unterwegs.“ Außerdem habe die Mülltonne noch vor der Tür gestanden, die wegen des Feiertages erst am Sonnabend abgeholt wurde.

Nachbarn halten die Augen auf

Das könnten Hinweise für Diebe sein, dass niemand zu Hause ist. Das Ehepaar nimmt an, dass die Täter mit Einbruch der Dunkelheit kamen, denn ansonsten hätten sich die Nachbarn sofort gemeldet, wenn ihnen etwas Verdächtiges aufgefallen wäre.

Die Polizei hat angekündigt, in der Gegend vermehrt Streife zu fahren. „Vielleicht gib es ja jemanden, dem etwas aufgefallen ist und der Angaben zu den Tätern machen kann“, hofft Christine E.

Von Margrit Hahn

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