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Luckenwalde In TF warten 5000 Haushalte weiter auf Breitband
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde In TF warten 5000 Haushalte weiter auf Breitband
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19:31 11.03.2019
Bis auch die letzten Orte in Teltow-Fläming mit schnellem Internet versorgt sind, wird es noch mehrere Monate dauern. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Luckenwalde

Mehr als 5000 Haushalte in Teltow-Fläming müssen auch 2019 weiter auf schnelles Internet warten. 14 Millionen Euro Fördergelder von Bund und Land stehen seit zwei Jahren in Aussicht. Doch der Kreis kann sie noch immer nicht nutzen. Denn der Auftrag zum Ausbau des Breitbandes ist noch nicht vergeben.

„Die europäische Ausschreibung ist am 1. März ausgelaufen und wird jetzt ausgewertet“, berichtet nun Siegmund Trebschuh, Leiter der Wirtschaftsförderung beim Landkreis.

Siegmund Trebschuh ist Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung des Landkreises Teltow-Fläming. Quelle: Hartmut F. Reck

In der Ausschreibung geht es um 5058 Haushalte und 84 Unternehmen, die mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde versorgt werden sollen.

In einem sogenannten Markterkundungsverfahren hatte der Kreis ermittelt, dass an diesen konkreten Stellen „mit einem rein privatwirtschaftlichen Ausbau nicht zu rechnen ist“. Betroffen sind davon meist kleine oder abgelegene Ortschaften. Für große Telekommunikationsunternehmen lohnt sich das Verlegen der Kabel in diesen Orten nicht, weil die Einnahmen durch die wenigen Kunden die teuren Investitionen nie decken würden.

Bieter werden mit speziellem Punktesystem bewertet

Der Landkreis kann hingegen auf das Bundesförderprogramm zum Breitbandausbau zurückgreifen. Das Geld für die Verlegung der Glasfaserleitungen kann jedoch erst abgerufen werden, wenn die beauftragten Firmen die Leistung erbracht und abgerechnet haben.

Wenn die Vorbereitung abgeschlossen ist, werden in Teltow-Fläming knapp 300 Kilometer Kabel mit moderner Glasfasertechnik verlegt. Quelle: Peter Kneffel/dpa

So weit ist man in Teltow-Fläming aber noch lange nicht. Die eingegangenen Gebote werden nun zunächst ausgewertet. Dafür bedient sich die Verwaltung eines Punktesystems. Bewertet wird beispielsweise, ob das Unternehmen bereits Erfahrungen mit Breitbandprojekten im ländlichen Raum und der Zusammenarbeit mit öffentlichen Verwaltungen hat.

In die Wertung fließt unter anderen auch ein, für wie gut das von den Bewerbern erstellte Erschließungskonzept erachtet wird und welche Preise für Standardprodukte angesetzt werden.

Wo tatsächlich ausgebaut wird, ist noch unklar

Laut Trebschuh sind derzeit noch mehrere Bieter im Rennen um den Großauftrag. Sie konnten auch einzelne Angebote abgeben. Denn die Ausschreibung hat das Gebiet des Landkreises zweigeteilt.

Zum Bereich „Ost“ gehören Blankenfelde-Mahlow, Rangsdorf, Zossen, Am Mellensee, Baruth und das Amt Dahme; zum Bereich „West“ zählen Großbeeren, Ludwigsfelde, Trebbin, Luckenwalde, Nuthe-Urstromtal, Jüterbog und Niedergörsdorf.

Nicht alle Orte werden schnelles Internet bekommen

Zwar ist für den Wettbewerb detailgenau festgehalten, welche Adressen mit Breitband versorgt werden sollen. Dass am Ende wirklich jedes Dorf mit Highspeed im Internet surfen kann, ist damit aber noch nicht garantiert. Denn mit dem Sieger des Wettbewerbs wird ein individueller Vertrag ausgehandelt.

Wenn ein Breitbandanschluss in einzelnen Ortschaften wirtschaftlich nicht tragbar wäre, gehen diese Dörfer oder Straßenzüge trotz millionenschwerer Förderung leer aus. Immerhin muss der Sieger gewährleisten, dass er bei allen Neu-Angeschlossenen den Netzbetrieb mindestens sieben Jahre lang aufrecht erhält.

Von Victoria Barnack

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