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Luckenwalde Brücke in der Lindenstraße ist bald fertig
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20:57 31.07.2018
Mitarbeiter des Unternehmens Arikon an der Brückenbaustelle in der Lindenstraße. Im September soll das Bauwerk übergeben werden. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Die neue Brücke in der Luckenwalder Lindenstraße ist bald fertig. „Das neue Bauwerk soll im September übergeben werden“, kündigt Abteilungsleiter Dirk Ullrich vom städtischen Straßenamt an.

Anwohner und Kraftfahrer dürften erleichtert sein, denn der Baustellenbereich ist seit einem Jahr gesperrt, die Lindenstraße zeitweise komplett dicht. Die innerstädtische Umleitung hatte ein höheres Verkehrsaufkommen in der schon viel befahrenen Trebbiner Straße zur Folge und zum Teil auch Staus.

Brückenüberbau betoniert

Nach dem Einbau eines großen neuen Pumpwerkes wurde in den vergangenen Wochen ein Stützgerüst mit Holzplatten von einem Nuthe-Ufer zum anderen errichtet, zur Stabilisierung Bewehrungsstahl eingebaut und die Seiten wurden zugeschalt. Zu Wochenbeginn wurde nun der Brückenüberbau betoniert. Etwa drei Stunden haben die Bauleute bei sengender Hitze dafür benötigt.

Laut Ullrich wurden dabei rund acht Tonnen Stahl und 50 Kubikmeter Beton – das sind mehr als 100 Tonnen Gewicht – verbaut und das Ganze dann geglättet. Marco Kretschmar vom Unternehmen Arikon aus Genshagen sprühte anschließend ein spezielles Wachs auf die Oberfläche. „Damit der Beton bei diesen Temperaturen nicht gänzlich austrocknet“, erklärte er.

Der Brückenüberbau wird in Beton gegossen. Quelle: Stadt Luckenwalde

Trocknen muss das Bauwerk aber trotzdem – etwa vier Wochen lang. „Dann müssen noch die Brückenkappen über den Gehweg und die Dichtungen hergestellt werden“, sagt Dirk Ullrich, „und der neue Fahrbahnbelag“. Der wird in Gussasphalt gefertigt, denn dieser ist wasserdichter als herkömmlicher Asphalt. „Und Wasser können wir nun mal auf der Brücke nicht gebrauchen“, so Ullrich.

Das aufwendige und teure neue Brückenbauwerk mit zwei Pumpen war notwendig geworden, um bei Starkregen künftig einen großen Teil des innerstädtischen Regenwasser-Kanalsystems besser regulieren zu können. Damit sollen Überflutungen weitgehend vermieden werden.

Mario Wetzel, Mathieu Banis und Marco Kretschmar (v.l.) an der betonierten Fläche. Quelle: Elinor Wenke

Die Kosten waren laut Planung mit 950.000 Euro angegeben worden. „Ein bisschen teurer wird es, aber von der Größenordnung her liegen wir im Plan“, sagt Ullrich und schätzt die Summe auf etwa eine Million Euro.

Auch der Zeitplan wird eingehalten. „Das Bauwerk ist so gut wie fertig“, versichert Dirk Ullrich, „so dass wir die Brücke im September übergeben können.“

Wohnhaus abgesackt

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings. Als die Spundwände mit den damit verbundenen starken Vibrationen gesetzt wurden, hatte bei einem benachbarten Wohnhaus der nicht unterkellerte Teil nachgegeben und war dabei ein Stück abgesackt.

„Ein Gutachter untersucht derzeit das Ganze, so dass der Schaden anschließend behoben werden kann“, sagt Ullrich. Die Kosten zahlt je nach Ergebnis des Gutachtens entweder die Stadt oder das Bauunternehmen, aber auf keinen Fall der Privateigentümer, versichert Ullrich.

Von Elinor Wenke

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