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Luckenwalde Erster Luchs-Nachwuchs im Tierpark
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05:37 21.06.2018
Die Luchs-Katze Jessi und ihr Junges. Es wurde am 19. Mai im Luckenwalder Tierpark geboren. Quelle: Foto: Elinor Wenke
Luckenwalde

Noch ist nicht klar, ob das Luchs-Baby im Luckenwalder Tierpark ein Mädchen oder ein Junge ist, aber es tapst schon neugierig und munter an seiner Mutter vorbei. „Zum ersten Mal haben wir Luchs-Nachwuchs“, sagt Tierparkdirektor Michael Geißler und freut sich riesig darüber. Luchs-Katze Jessi hat am 19. Mai ihr Junges zur Welt gebracht.

Schon seit zwei Jahrzehnten können Luchse im Luckenwalder Tierpark bestaunt werden. „Seit 1996 gehören diese Wildkatzen zu unserem Bestand“, sagt Geißler. Mit Nachwuchs hatte man bisher jedoch kein Glück. Jessi ist ein Altai-Luchs, eine Unterart des Europäischen Luchses. Sie ist sieben Jahre alt und kam vor drei Jahren aus dem Berliner Tierpark nach Luckenwalde.

Junger Liebhaber

Mit Johnny hat die Wildkatze einen jungen Liebhaber an ihrer Seite. Der Kater ist erst vier Jahre alt. Die beiden Raubkatzen leben gemeinsam in ihrem Gehege gegenüber den Affen. Während Jessi zwischen 25 und 30 Kilo auf die Waage bringt, schafft es Johnny schätzungsweise auf fünf Kilo mehr.

„Wir haben beobachtet, dass der Kater die Katze mehrmals gedeckt hatte“, berichtet Tierpfleger und Vize-Direktor Torsten Leitz. „Aber es war nicht klar, ob Jessi auch wirklich trächtig ist“, so Leitz weiter. Deshalb konnte auch kein Wurf-Termin geschätzt werden. „Ein paar Tage vor der Geburt hat sich Jessi dann für ihre Wurfkiste interessiert und mit dem Stroh rumgespielt. Da wussten wir, dass es bald soweit ist“, erzählt Torsten Leitz.

Zahlen und Fakten

Den Luckenwalder Tierpark gibt es seit 1956. Er ist ganzjährig geöffnet. Der ältere Teil des Stadtparks wurde bereits 1904 angelegt.

Der Tierpark umfasst eine Fläche von rund zwei Hektar. Er beherbergt 200 Tiere in 40 Arten unter ihnen Braunbären, Rinder, Pferde, Affen, Esel, Dam- und Schwarzwild sowie Vögel.

Der Förderverein des Tierparks zählt 130 Mitglieder, darunter Privatpersonen und Betriebe.

Knapp 30 Tierfreunde haben eine Patenschaft über ein oder mehrere Tiere übernommen. Der finanzielle Beitrag für eine Patenschaft variiert je nach Tier und beträgt zwischen 50 und 250 Euro pro Jahr.

Das einen Monat alte kleine Fellbündel will nun schon die Welt erkunden, aber die umsichtige Mutter behält es immer im Auge oder behutsam im Maul. Nur vorsichtig geht sie mit ihm zur Luke oder gar nach draußen. Selbst der frisch gebackene Kater-Vater muss gebührenden Abstand halten. „Theoretisch könnte er zu seiner Familie rüber, aber die Jessi lässt ihn nicht ran“, berichtet Torsten Leitz. Der Tierpfleger selbst hat zu den Vierbeinern im Gehege auch keinen direkten Kontakt. „Luchse sind und bleiben Raubkatzen, auch wenn sie in Gefangenschaft leben“, erklärt er. Auf der Futterliste stehen laut Leitz pro Luchs täglich ein bis anderthalb Kilo Fleisch – vorzugsweise Suppenhuhn oder Meerschweinchen, natürlich keine lebenden. Das Baby wird derzeit gesäugt.

Kleine Raubkatze kann nicht im Tierpark bleiben

Sobald das Luchs-Junge größer ist, werden Besucher es sicher öfter zu Gesicht bekommen. Dauerhaft wird dieses Glück allerdings nicht währen. Der kleine Luchs kann nicht im Luckenwalder Tierpark bleiben. „Zwei männliche Tiere würden sich nicht vertragen und mit einem weiblichen gäbe es Inzucht, das geht nicht“, erklärt Torsten Leitz. Deshalb wird die kleine Raubkatze wahrscheinlich im nächsten Jahr Luckenwalde verlassen.

Von Elinor Wenke

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