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Luckenwalde Faris Alshater setzt auf Humor statt Hass
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Faris Alshater setzt auf Humor statt Hass
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02:22 29.04.2018
Faris Alshater bei seinem Auftritt in Luckenwalde. Quelle: Laura Goerner
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Luckenwalde

Erwartungsvolles Tuscheln im Foyer der Stadtbibliothek am Bahnhof Luckenwalde: Am Mittwochabend hatten sich dort viele Besucher nach dem Kultur- und Streetfoodmarkt zu einer Buchlesung anlässlich zum Welttags des Buches versammelt.

Leise wurde es, als ein Mann mit verschmitztem Gesicht, Brille und lockigem Hipsterbart ins Mikrofon sprach. Faris Alshater, aus Damaskus – doch seit 2013 wohnhaft in Berlin – stellte sein Buch „Ich komme auf Deutschland zu“ und damit sein Leben vor. Bekannt wurde der Mann, der Deutsch mit kaum wahrnehmbaren Akzent spricht, über seinen Film „Syria Inside“ sowie seinen Youtube-Kanal „Zukar“. „Viele Zuckerstücke“ hatte er auch für diesen Abend in Luckenwalde angekündigt – und meint damit vor allem seine Kurzvideos.

Neue Erfahrung der angstfreien Meinungsfreiheit

Lebendig erklärte er, dass er niemals aufhören würde, seine Heimat und Berlin zu vergleichen. Faris Alshater berichtete von der neuen Erfahrung der angstfreien Meinungsfreiheit, beantwortete Fragen und las aus seinem Buch.

Er wollte über sich schreiben, seinen Lebensweg, die Ankunft hier in Deutschland, doch keine Biografie, erzählte der gelernte Schauspieler im Interview mit Anke Habelmann, der Koordinatorin für Flüchtlingsintegration in Luckenwalde. Also entschied er sich, Probleme aus seiner Zeit im syrischen Gefängnis und bei der Integration in Deutschland mit Humor zu bewältigen. „Ich wollte nicht mehr schweigen. Ich hatte einfach so viel zu erzählen“, sagte er.

„Die Deutschen lieben Papier“

Sätze aus seinem ersten Kapitel „Kamel“ – etwa: „Die Deutschen lieben Papier“ oder „Die Polizisten gucken weiter grimmig. Wahrscheinlich weil sie nichts finden, um mich wieder in den Flieger zu setzen.“ – sind offene und ehrliche Schilderungen, mit der er nicht nur unterhalten, sondern auch kritisieren will. „Man sollte Hass mit Humor bekämpfen“, findet Faris.

Lachend und applaudierend zeigte sich sein Auditorium abschließend, in dem der ein oder andere zum Nachdenken angeregt wurde. Auch die lange Schlange der Interessenten an dem Verkaufsstand für die fünften Auflage seines Buches zeugte von der Begeisterung an diesem Abend. Elka Freudenberger, Leiterin der Stadtbibliothek, hatte ihr Ziel, mal etwas neues, dennoch aktuelles zwischen die Bücher zu holen und damit ein Publikum zu begeistern, hatte sie erreicht.

Von Laura Goerner

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