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Luckenwalde Festival mit vier Chören in der Jakobikirche
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Festival mit vier Chören in der Jakobikirche
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00:31 31.05.2018
Der Lyra-Chor beim zehnten Chorfestival unter Leitung von Volker Reichert in der Luckenwalder Jakobikirche. Quelle: Fotos: Margrit Hahn (2)
Luckenwalde

Das zehnte Luckenwalder Chorfestival am Sonntag war sein letztes. Volker Reichert legt sein Amt als Chorleiter für den Gesang-Verein Lyra, den Männergesangverein Schlieben, den Frauenchor Jessen und die Goersch’sche Chorgemeinschaft Baruth nieder. In der Jakobikirche sangen noch einmal alle vier Chöre mit insgesamt 100 Sängern unter seiner Leitung. Ursprünglich hatte Reichert auch noch einen Berliner Chor und einen aus dem polnischen Partnerkreis Gniezno eingeladen. Doch die hatten vor drei Wochen abgesagt.

Der Männergesangsverein Schlieben Quelle: Margrit Hahn

Aber auch ohne die beiden Chöre kamen die Besucher auf ihre Kosten. Im ersten Teil wurden vor allem Volkslieder gesungen, nach der Pause ging es flotter und moderner zur Sache. Jeder Chor stellt Anfang des Jahres sein Programm zusammen. Volker Reichert musste jetzt nur sehen, dass es beim Chorfestival keine Doppelungen gab. Jeder Chor hatte zwei Auftritte. Erst am Ende kamen alle gemeinsam mit dem Titel „Lollipop“ auf die Bühne. „Ich musste heute zweimal 60 Minuten dirigieren, dass ist anstrengend und ich war ziemlich aufgeregt. Unterwegs habe ich überlegt, ob ich etwas vergessen habe. Und tatsächlich, ich habe mich nicht rasiert“, berichtet der 38-Jährige schmunzelnd. Die Entscheidung, seine Chorleitertätigkeit aufzugeben, ist ihm nicht leichtgefallen.

Der Frauenchor Jessen Quelle: Margrit Hahn

Vom Männergesangsverein Schlieben verabschiedete er sich mit dem gestrigen Chorfestival und in Baruth ist am heutigen Montag die letzte Probe. In Luckenwalde tritt er mit dem Lyra-Chor am 7. Juli letztmalig auf. „Ich habe bisher die Chöre in den Mittelpunkt gestellt, jetzt sind das die Kinder und die Familie“, sagt Volker Reichert.

Nachfolger dringend gesucht

Die Vorstände der Chöre seien bemüht, Nachfolger für ihn zu finden. Für den Lyra-Chor sowie die Goersch’sche Chorgemeinschaft Baruth gäbe es bereits Optionen, doch die seien noch nicht spruchreif. „Er hat seinen Job wirklich gut gemacht. Wir haben viel bei ihm gelernt“, sagt Dorothea Schubert vom Lyra-Chor. Volker Reichert hat zu Hause die Texte kopiert und CDs aufgenommen, sodass jeder Sänger zu Hause proben konnte. „Mir hat seine resolute Art zuletzt besonders gut gefallen.“, fügt Dorothea Schubert hinzu.

Rückkehr vorerst nicht geplant

Vielleicht kehrt er ja eines Tages als Chorleiter zurück. Aber das wäre seiner Aussage nach frühestens in zehn Jahren. Der 38-Jährige arbeitet nach wie vor als freiberuflicher Musiker und wird den Mädchen und Jungen in den Kitas und Schulen die Musik näherbringen. Er selbst stammt aus einer Musikerfamilie, hatte bis zur Pubertät mit Musik aber nicht viel am Hut. Zu Hause singt er mit seinen Kindern. Oft pfeift er ihnen etwas vor und sie müssen erraten, um welches Lied es sich handelt. Er mag die Musik, die gesamte Bandbreite, selbst Techno.

Urkunde und Silberne Ehrennadel

Zum Abschluss des Konzerts erhielt Volker Reichert für seine 20-jährige Chorleitertätigkeit eine Urkunde sowie die Silberne Ehrennadel des Brandenburgischen Chorverbandes. Die Vereinsvorsitzende vom Gesang-Verein Lyra, Karin Gülde, bedankte sich im Namen aller Sänger bei Volker Reichert für dessen jahrelanges Engagement.

Von Margrit Hahn

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