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Finanzamt Luckenwalde wirbt um Nachwuchs

Tag der offenen Tür Finanzamt Luckenwalde wirbt um Nachwuchs

Welchen Schulabschluss braucht man, um Finanzwirt oder Diplom-Finanzwirt zu werden? Wie gut müssen die Schulnoten sein und hat man nach der Ausbildung nur mit Zahlen zu tun? Solche und ähnliche Fragen wurden am Dienstag beim Tag der offenen Tür im Finanzamt Luckenwalde geklärt. Die Aktion widmete sich vorrangig dem Thema Ausbildung.

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Finanzanwärter Christian Selcho (vorn) erklärt Interessenten die Ausbildungswege.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. „Die Finanzämter brauchen in den kommenden Jahren motivierte Nachwuchskräfte“, erklärte Ausbildungsleiterin Anke Hollstein. Allein im Land Brandenburg werden im nächsten Jahr 35 Finanzanwärter und 25 Steueranwärter neu eingestellt. Erfahrungsgemäß interessieren sich dafür jährlich 400 bis 1000 Bewerber. „Wir bilden bedarfsorientiert aus und nicht so wie in Berlin. Dort werden jedes Jahr 150 Leute und damit Überhänge ausgebildet“, sagte Anke Hollstein. Für das Finanzamt Luckenwalde werden 2014 jeweils zwei Anwärter im mittleren und im gehobenen Dienst eingestellt und in Kooperation mit dem Bundeszentralamt für Steuern nochmals je drei Anwärter. Im Finanzamt Luckenwalde sind derzeit 220 Mitarbeiter sowie 23 Azubis beschäftigt.

Rede und Antwort standen gestern vor allem die jungen Leute, die mitten in der Ausbildung oder gerade fertig sind. Felix Niendorf zum Beispiel war auf Empfehlung extra aus Potsdam gekommen, um sich zu informieren. Der 27-jährige gelernte Einzelhandelskaufmann will sich neu orientieren. „Manche Unternehmen wollen vor allem Schulabgänger“, räumte er ein, wurde aber beruhigt: Im Finanzamt hätten auch Quereinsteiger gute Chancen, wenn die Leistung stimmt.

Benjamin Anselm aus Zossen hat sein Abitur am Fontane-Gymnasium Rangsdorf absolviert. Dem 19-Jährigen haben es Mathematik und Zahlen angetan. Er sucht eine duale Ausbildung im gehobenen Dienst. „Ich interessiere mich für Steuern und möchte wissen, wo welches Geld hingeht“, sagte er. In Finanzanwärter Christian Selcho fand er gestern einen kompetenten Ansprechpartner. „Das Studium an der Fachhochschule in Königs Wusterhausen ist hart, aber zu schaffen“, erklärte er.

„Die Hörsäle sind nicht überfüllt, es gibt übersichtliche Klassenräume und im Finanzamt gute Aufstiegs chancen.“ Auch Laura Bouchon aus Zossen konnte er neugierig machen. Die 17-Jährige besucht die 12. Klasse der Gesamtschule Dabendorf. „Ich habe noch keinen richtigen Plan, aber ein duales Studium kann ich mir gut vorstellen“, sagte sie.

Angelika und Edwin Wilske aus Jüterbog kamen mit ihrem Enkel Niklas Freiwald. Der 15-Jährige besucht die 10. Klasse und ist auf vorsichtigem Berufsorientierungskurs. „Es ist wie beim Weinverkosten. Man muss mehrere probieren, um das Richtige zu finden“, scherzte Edwin Wilske. „Ich selbst mag meine Steuern nicht, aber eine Beamtenlaufbahn und ein sicherer Job sind eine gute Sache.“

Von Elinor Wenke

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