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Luckenwalde Finanzminister inspiziert Amtsgericht
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20:40 13.07.2018
Finanzminister Christian Görke (im hellblauen Jackett) mit Behinderten und Nichtbehinderten im wunderschön restaurierten Treppenhaus des Amtsgerichts. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Noch ist das Amtsgericht Luckenwalde auf zwei Standorte verteilt. Die seit 2010 andauernde Sanierung des ursprünglichen Gerichtsgebäudes in der Lindenallee wird noch bis etwa 2021 dauern, meinte am Freitag Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) am Rande einer Informationsveranstaltung ebendort.

Dort informierte Norbert John vom Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) über die weiteren geplanten Umbauten, zu denen auch Aufzüge und andere behindertengerechte Maßnahmen gehören, die ursprünglich nicht vorgesehen waren. Das hatte 2012 die ehrenamtliche Senioren- und Behindertenbeauftragte der Stadt Evelin Kierschk auf den Plan gerufen. Seitdem lag die heute 74-Jährige den jeweiligen Justizministern und später auch dem Finanzminister in den Ohren, weil der für die Liegenschaften des Landes zuständig ist.

Behindertenbeauftragte ließ nicht locker

„Frau Kierschk ist schon sehr vereinnahmend“, meinte Görke ebenfalls am Rande der Informationsveranstaltung, zu der sie mit einigen Betroffenen gekommen war. Damit umschrieb er freundlich, dass sie so schnell nicht locker lässt, wenn es um ihre Klientel geht. Aber damit scheint sie wieder mal Erfolg gehabt zu haben. „Dafür lade ich sie auch zum Jahresempfang der Landesregierung ein“, meinte Görke anerkennend.

Zur Schaffung der Barrierefreiheit waren viele Hürden zu überwinden. So konnte zum Beispiel nicht einfach mal eine dauerhafte Rampe an den viel zu engen Haupteingang gebaut werden. Und auch sonst erwies sich das zweigeschossige Hauptgebäude mit seinem fünfgeschossigen Anbau als Treppauf-Treppab-Parcours zwischen den unterschiedlichen Ebenen. Und irgendwelche Notlösungen lehnten Kierschk und ihr Beirat unter Hinweis auf die seniorenpolitischen Leitlinien des Landes ab.

Die nächsten Sanierungsschritte werden gerade geplant

Doch nun ist sie zufrieden, wie Kierschk sagte, nachdem der technische Geschäftsführer der BLB, die weiteren Sanierungsschritte vorgestellt hatte. So erfolgen noch in diesem Jahr die Planungen für den Abriss der Garagen und Carports im Hof. Damit können dann eine Zufahrt und Parkplätze für Behinderte geschaffen werden. Zudem ist ein Anbau am Ende des Seitenflügels geplant, in dem ein zusätzliches Treppenhaus entsteht und ein Aufzug installiert wird. Ein weiterer Aufzug kommt an die Rückseite des Hauptgebäudes. Zudem soll ein kompletter Umbau des Seitenflügels erfolgen und eine Sicherheitsschleuse hinter dem Haupteingang.

Die Ausschreibungen und Beauftragungen erfolgen im nächsten Jahr. Minister Görke rief ausdrücklich Unternehmen ner Region dazu auf, sich an den Ausschreibungen zu beteiligen.

Ausweichquartier ist ebenfalls nicht barrierefrei

Bis alles fertig ist, wird ein Teil des Amtsgerichts weiterhin in der bereits sanierten Fabrikantenvilla direkt vor der Polizeiinspektion am Markt 25 residieren. In diesem Ausweichstandort fehlt es aber auch an Barrierefreiheit, wie der Minister bei seiner Inspektionsreise feststellen musste. Überall sind Treppen mit teilweise sehr hohen Stufen. Auch das hatte Evelin Kierschk bemängelt. „Da lasst Euch mal was einfallen“, sagte er zu den Bauleuten in seinem Gefolge.

Gerichtsdirektorin Roswitha Neumaier (l.) zeigt Finanzminister Christian Görke die Treppe zum Verhandlungssaal im Ausweichquartier des Amtsgerichts. Quelle: Hartmut F. Reck

Was die sich in den Vorjahren für die Lindenallee schon alles hatten einfallen lassen, fasste Norbert John in seinem Vortrag ebenfalls zusammen. 2010 bis 2012 wurden im Hauptgebäude Rettungswege angelegt und Brandschutzmaßnahmen umgesetzt. 2012 bis 2014 folgten die denkmalgerechte Fenstersanierung und die Erneuerung der Heizungsanlage.

Im Sommer 2014 wurden die vom hohen Grundwasser durchfeuchteten Außenwände des gesamten Komplexes trockengelegt und abgedichtet. Und von 2014 bis 2016 fand ein behindertengerechter Umbau des Hauptgebäudes statt mit unter anderem Behinderten-WC, mobiler Rampe und neuen Handläufen.

Von Hartmut F. Reck

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