Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Luckenwalde Finanzspritze für kleine Firmen
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Finanzspritze für kleine Firmen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:31 21.05.2018
Rathaus Luckenwalde Quelle: Hartmut F. Reck
Luckenwalde

Seit es für die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in Luckenwalde kein Fördergeld von der Europäischen Union mehr gibt, zahlt die Kreisstadt die Zuschüsse aus dem eigenen Haushalt. Während in der Förderperiode bis 2009 rund 100 000 Euro jährlich ausgeschüttet wurden, sind es jetzt durchschnittlich 50 000 Euro im Jahr. Eine zufriedene Zwischenbilanz zog der Leiter des städtischen Wirtschaftsförderungsamtes, Stephan Gruschwitz, im Finanzausschuss.

Gesamtinvestitionen von 1,2 Millionen Euro ausgelöst

„Seit 2009 hat die Stadt 51 Unternehmen mit insgesamt 330 000 Euro gefördert“, berichtete er. Von den Betrieben wurde ein Gesamtinvestitionsvolumen von 1,2 Millionen Euro erbracht. „Das heißt, sie haben jeden Euro Fördergeld vervierfacht und in neue Projekte gesteckt“, sagte Gruschwitz. 436 000 Euro erbrachten die Betriebe aus eigener Tasche. Denn ein Viertel der Gesamtinvestition muss der Antragsteller aus Eigenmitteln bestreiten, um dann bis zu 35 Prozent und maximal 20 000 Euro aus KMU-Mitteln zu erhalten.

Nur 21 Arbeitsplätze geschaffen

Fördern will die Stadt damit vor allem Existenzgründer und die Schaffung neue Arbeitsplätze. „Wenn diese Kriterien nicht erfüllt waren, wurden seit 2010 die Fördersummen gestaffelt“, erklärte Gruschwitz. Bislang wurden von den von der Stadt geförderten Betrieben 21 neue Arbeitsplätze geschaffen, davon zwei für Lehrlinge und drei für Beschäftigte über 50 Jahre. „21 Stellen seit 2009 sind relativ wenig, das ist uns aufgefallen“, räumte der Amtsleiter ein und bedauerte: „Manchmal hat das Fördergeld nur einen Mitnahmeeffekt.“

Luckenwaldes Amtsleiter für Wirtschaftsförderung, Stephan Gruschwitz, und seine Stellvertreterin Birgit Demgensky. Quelle: Elinor Wenke

Aber beim derzeitigen Fachkräftemangel dürfe auch nicht angestrebt werden, Fachkräfte aus anderen Betrieben abzuwerben. „Vielleicht sollten wir künftig die Staffelung der Fördersumme weglassen“, schlug Gruschwitz stattdessen vor, „das würde das gesamte Verfahren auch für die Betriebe einfacher machen.“

Zustimmung von Stadtverordneten

Insgesamt sei die KMU-Unterstützung ein gutes Instrument zur Wirtschaftsförderung. „In den Genuss kommen kleine Betriebe, die sonst keine Fördermittel erhalten würden“, sagte Gruschwitz und resümierte: „Das Geld wurde bisher auch immer ausgeschöpft.“ Aktuell liegen in der Stadt zwei Anträge vor, mit Fördersummen über jeweils 20 000 Euro.

Im Ausschuss stieß die Bilanz auf Wohlwollen. „Die Schaffung von Arbeitsplätzen hatte immer hohe Priorität und das soll auch so bleiben“, sagte Andreas Krüger (Bauernverband). Dabei gehe es nicht nur um neue Stellen, sondern auch um die Stabilisierung von Arbeitsplätzen.

Von Elinor Wenke

Beim Bürgerforum der Friedrich-Ebert-Stiftung in Luckenwalde wird über die Potenziale der Kreisstadt und ihres Umlandes diskutiert. Wie kommt der Berlin-Boom in die Fläche?

20.05.2018

Noch sitzt Horst-Ulrich König in der Geschäftsführung der Wohnungsgesellschaft „Die Luckenwalder“. Jetzt übergab er den Staffelstab an Frank Schmidt. König hat die Firma wieder auf solide Füße gestellt.

20.05.2018

Gemeindevertreter aus Nuthe-Urstromtal fordern Gespräche mit landwirtschaftlichen Unternehmen. Es fehlen Hecken und Bäume, so fegt bei jedem Windstoß der Sand vom Acker in die Wohnhäuser.

20.05.2018