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Luckenwalde Forellen in Gottow im Ausnahmezustand
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Forellen in Gottow im Ausnahmezustand
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15:49 12.07.2018
Forellenhof-Mitarbeiter Stephan Herrmann (r.) und Gordon Posdzeck holen Forellen für die Kundschaft aus den Zuchtbecken in Unterhammer. Quelle: Margrit Hahn
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Gottow

  „In den vergangenen 40 Jahren habe ich so eine Dürre noch nicht erlebt“, sagt Reinhard Freydank, Chef der Forellenanlage Unterhammer. Seit Wochen wartet er auf Regen. Als es am Donnerstag endlich soweit war, hoffte er, dass nach jedem Schauer ein weiterer folgen möge. „So müsste es mindestens drei Tage hintereinander regnen. Dann könnte man das Defizit der vergangenen drei Monate ein wenig ausgleichen “, fügt er hinzu.

Schäden lassen sich kaum beheben

Freydank hat 25 Liter Niederschlagswasser pro Quadratmeter gemessen. Benötigt werden mindestens 100 Liter. Somit lassen sich die Schäden, die aus der Trockenheit seit Mai entstanden sind, kaum beheben.

Kein weiterer Regen in Sicht

Der Fischbestand ist um die Hälfte reduziert. Verluste gab es vor allem bei den Jungfischen. Und daran kann er kaum etwas ändern, denn es kann keine Nachtzucht nachgesetzt werden. „Jungfische sind auf dem Markt knapp“, berichtet Freydank. Schon jetzt hat er Umsatzeinbußen in Höhe von 30.000 bis 40.000 Euro dieses Jahr. Und der Sommer ist längst nicht vorbei und weiterer Regen nicht in Sicht.

Ein seltener Anblick am Donnerstag. Fischfütterung bei Regen. Quelle: Margrit Hahn

Zwar ist das Wasser im Sommer im Unterhammer immer knapp, aber so schlimm wie in diesem Jahr war es noch nie. Die Zuflüsse der Hammerfließ und Bibergraben – sonst sichere Wasserlieferanten – können fast trockenen Fußes durchschritten werden.

Situation bleibt kritisch

Das Problem ist, dass es monatelang nicht geregnet hat, dadurch war die Frischwassermenge dauerhaft zu gering. Der Sauerstoffbehälter ist zwar von April bis Oktober in Betrieb, aber wenn kein Frischwasser dazukommt und darüber kein Wasseraustausch erfolgen kann, fühlen sich Forellen nicht wohl. Der Frischwasseranteil lag bei gerade mal zehn Prozent. „Mit einem Anteil 1:4 könnte man noch leben. Aber so war es äußerst kritisch“, sagt Freydank. Der jüngste Regen hat die Situation nur minimal verbessert. Die Situation bleibt weiter kritisch.

Forellen vom Unterhammer sind bei Kunden beliebt. Quelle: Margrit Hahn

Da sei es kein Wunder, so Freydank weiter, dass viele Forellenanlagen aufgeben. Denn neben witterungsbedingter Widrigkeiten machen auch Biber, Fischotter und Reiher den Fischern das Leben schwer. Aufgeben kommt für ihn nicht in Frage. „Wir halten durch, solange es geht“, fügt er hinzu.

Wärme setzt Fischen zu

Er erinnert sich noch gut an das Jahr 2002. „Da hatten wir das extreme Gegenteil. Damals hat es so sehr geregnet, dass die komplette Anlage überschwemmt war. Auch damals mussten wir große Verluste hinnehmen“, berichtet er. Wenn es nach den Forellen ginge, bräuchten die Temperaturen im Sommer nicht über 20 Grad klettern und einmal in der Woche sollte es einen Tag lang regnen. Bei gutem Verhältnissen werden die Tiere viermal am Tag gefüttert – momentan nur zwei bis dreimal. Die Wärme setzt den Fischen ordentlich zu. Für die nächsten Tage sind wieder sommerliche Temperaturen angesagt. „Ich hoffe, dass wir den Restbestand gut durchbekommen“, sagt er.

Im Angebot: Forellen und Räucherfisch

Einige Kunden konnte Reinhard Freydank in den vergangenen Wochen nicht beliefern. Vor allem Gaststätten, aber auch Fischereibetriebe, die selbst keine Forellen haben, schätzen die Qualität vom Unterhammer. „Für Kunden, die zu uns ins Geschäft kommen, haben wir aber ausreichend Fische da. Sowohl Forellen als auch Räucherfisch“, sagt der Firmenchef.

Von Margrit Hahn

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