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Luckenwalde Forum zu Perspektiven der „zweiten Reihe“
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Forum zu Perspektiven der „zweiten Reihe“
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02:17 20.05.2018
Bürgerforum mit Politikwissenschaftler Thomas Heineke, Ministerin Kathrin Schneider, Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide und dem Landtagsabgeordneten Erik Stohn (v. l.) in Luckenwalde. Quelle: Katja Schubert
Luckenwalde

Der Wachstumsboom der Hauptstadtregion hat längst auch die entfernteren Städte erreicht – etwa Luckenwalde. Diese sollen künftig stärker gefördert werden, lautet der Tenor einer Diskussionsrunde am Mittwochabend in der Luckenwalder Stadtbibliothek.

Perspektiven und Herausforderungen

Zum Thema „Entwicklungspotenziale der ,zweiten Reihe’“ mit den Zukunftsperspektiven und Herausforderungen der Region Luckenwalde diskutierten Brandenburgs Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung, Kathrin Schneider, Luckenwaldes Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide sowie der Landtags- und Kreistagsabgeordnete Erik Stohn (alle SPD).

Der Politikwissenschaftler Thomas Heineke moderierte das Bürgerforum. Gastgeber der etwa zweistündigen Veranstaltung war das Brandenburger Landesbüro der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Im Anschluss gab es für die Gäste Gelegenheit für intensive Gespräche bei Brezeln und Getränken.

Carsten Werner, Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung Brandenburg. Quelle: Katja Schubert

Schwerpunkt des Polit-Talks war der Landesentwicklungsplan der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg. Sogenannte Ober- und Mittelzentren, die mit der Metropolregion Berlin in weniger als einer Stunde per Bahn erreichbar sind, sollen zukünftig in ihrer Wachstumsdynamik vom Land stabilisiert und gestärkt werden. Darunter fällt auch die Region Luckenwalde mit ihren umliegenden Kommunen.

Jetzt ist die „zweite Reihe“ an der Reihe

Der Begriff der „zweiten Reihe“ als Beschreibung für die stetig prosperierenden Ober- und Mittelzentren sei nicht abwertend, sondern eher positiv gemeint, sagte Carsten Werner von der Friedrich-Ebert-Stiftung bei seiner Begrüßung: „Luckenwalde hat sich in den letzten Jahrzehnten offenkundig gut entwickelt. Entgegen der negativen Prognosen ist die Bevölkerungszahl der Stadt auf über 21 000 Einwohner sogar gestiegen.“

Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg (SPD) Quelle: Katja Schubert

Auch Ministerin Schneider sieht hervorragende Perspektiven für die Region. „Wirtschaftlich gesehen befinden wir uns in einer sehr günstigen Zeit“, sagte sie, „das Bruttoinlandsprodukt steigt, die Arbeitslosenquote sinkt, etliche Stadtentwicklungs- und Baumaßnahmen werden bereits vorgenommen.“

Jetzt sei es an der Zeit, den enormen Wachstumsschub des Berliner Umlandes auch in die Fläche Brandenburgs zu tragen. Wichtig sei dabei, dass dies nicht als Speckgürtel-Schema, sondern entlang des Schienennetzes geschehe. Die Mobilität sei hierbei neben der Wohn- und Siedlungspolitik und den Bereichen der Wirtschaft, Bildung und Kultur einer der Hauptfaktoren des Wachstums und soll den „Kern“ der Hauptstadtregion Berlin entlasten.

Lob für Straßen- und Schienennetz in TF

Schneider lobte den Stand des hiesigen Straßen- und Schienennetzes, und wies darauf hin, dass Luckenwalde als ein fester „Anker im Raum“ wirken müsse. Konkrete Maßnahmen zur regionalen Entwicklung führte daraufhin die Bürgermeisterin von Luckenwalde, Elisabeth Herzog-von der Heide, mit einer Dia-Präsentation vor: „Wir verzeichnen einen weitaus stärkeren Einwohnerzuwachs als erwartet, dies liegt unter anderem auch am Zuzug vieler Berliner.“

Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD, Bürgermeisterin). Quelle: Katja Schubert

Dieses positive Wachstum bringe allerdings auch einige Probleme und Aufgaben mit sich, darunter die Erhöhung der Bahnkapazitäten, um der zunehmenden Pendlerzahl gerecht zu werden. Längere Waggons, mehr Park- und Fahrradstellplätze sowie Zugabfahrten im halbstündigen Takt während der Hauptstoßzeiten sollen aushelfen.

Wachstumsschmerzen schon jetzt spürbar

Außerdem seien der Abriss alter Leerstandsobjekte, die umfangreiche Sanierung öffentlicher Einrichtungen wie Kitas oder Schulen, die Umnutzung innerstädtischer Industrie- und Gewerbebrachen und die Aufwertung des allgemeinen Stadtbildes – im Besonderen des Stadtzentrums – nur einige der vielen Maßnahmen, die Luckenwalde seit einigen Jahren in Angriff genommen habe. Insgesamt steige die Qualität der Stadt, so Herzog-von der Heide.

Von Katja Schubert

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