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Luckenwalde Führungswechsel an der Spitze
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00:30 20.05.2018
Horst-Ulrich König (l.) übergibt den Staffelstab als Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft „Die Luckenwalder" an seinen Nachfolger Frank Schmidt. Quelle: Hartmut F. Reck
Luckenwalde

Das längliche runde Holzstück sieht schon ziemlich abgegriffen aus. Bei der Jahresbilanzpressekonferenz der städtischen Wohnungsgesellschaft „Die Luckenwalder“ liegt der Staffelstab griffbereit in Reichweite von Horst-Ulrich König. Der Geschäftsführer der städtischen Wohnungsgesellschaft „Die Luckenwalder“ (früher: LWG, davor „Lugewo“) steht kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen und ist gerade mittendrin, seinen Nachfolger Frank Schmidt einzuarbeiten.

Zukunftsprojekt „Die Burg“

Nach gut fünf Jahren hat König seinen letzten Jahresabschluss vorgelegt, der eine solide Basis für bevorstehenden Pläne bilden dürfte. „Seit 2013 hat sich die Liquiditätssituation kontinuierlich verbessert“, berichtet der Noch-Geschäftsführer. Die Gesellschafterin, also die Stadt Luckenwalde, verzichte auf eine Gewinnausschüttung, sodass die Eigenkapitalbasis für das Zukunftsprojekt „Die Burg“ gestärkt werde. Wie berichtet, plant „Die Luckenwalder“ die völlige Sanierung des Plattenbaukomplexes zwischen Salzufler Allee und Einkaufszentrum.

Alles aus Eigenmitteln

Bis Ende 2017 investierte die Gesellschaft insgesamt 650 000 Euro an Bauvorbereitungskosten – „alles aus Eigenmitteln“, wie König betont. Inzwischen sei etwas mehr als ein Jahr vergangen, seitdem man den Bauantrag gestellt habe. Er hofft immer noch, bis Ende Juni die Baugenehmigung in den Händen zu halten, um sie noch rechtzeitig vor seinem Ausscheiden seinem Nachfolger übergeben zu können.

Neuer Sprecher der Geschäftsführung

Den Staffelstab überreichte ihm König schon am Ende der Pressekonferenz. Denn ab sofort hat nun Frank Schmidt als Sprecher der Geschäftsführung den Hut auf. Horst-Ulrich König wird ihn noch anderthalb Monate begleiten bis für ihn endgültig Schluss ist. „Ich will ihm den Staffelstab ja nicht vor die Füße werfen“, sagt er.

Eckdaten und Jahresbilanz

Im Bestand befanden sich 1305 Wohnungen im Jahr 2017 (2016: 1313) mit einer Wohnfläche von 73 376 Quadratmetern (2016: 73 896).

Der Leerstand im Kernbestand beträgt 15,48 Prozent (2016: 15). Im vollsanierten Bestand aber nur 2,38 Prozent.

Der Jahresüberschuss betrug 746 800 Euro (612 400).

Umsatzerlöse aus Hausbewirtschaftung: 5,41 Millionen Euro (5,33). In die Instandhaltung wurden 693 600 Euro investiert (628 600). Das entspricht 9,45 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Zum Personal gehören acht Mitarbeiter und zwei Auszubildende.

Solide Basis

„Herr König hat eine solide Basis für die weitere Entwicklung der Gesellschaft geschaffen“, lobt Schmidt seinen Vorgänger, „sie ist auf einem guten Weg, sich im Kerngeschäft selbst zu finanzieren.“ So sei man inzwischen auch gut mit der Finanzierung des Großprojekts „Burg“ vorangekommen, laufe auerßdem offene Türen bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) und ebenso beim Innenministerium ein, auch was die Belegungsbindung betrifft. So sollen etwa 75 Prozent der Wohnungen weiterhin Empfängern von Transfer- beziehungsweise Sozialleistungen zur Verfügung stehen.

Keine Luxussanierung

„Die Stadt, und vor allem die Bürgermeisterin, legt großen Wert darauf, dass die Mieten bezahlbar bleiben“, sagt König. Entsprechend sei der Bau geplant. Von einer „Luxussanierung“, wie gelegentlich behauptet werde, könne keine Rede sein. Dennoch werde die Wohnqualität deutlich steigen, ergänzt Schmidt, und die verbesserte Energieeffizienz werde sogar zu einer Senkung der Nebenkosten führen.

Marke hat sich etabliert

Stolz ist König auch darauf, dass sich die Marke „Die Luckenwalder“ etabliert habe. Auch der Umzug des Geschäftssitzes an den Markt sei ein richtiger Schritt gewesen, sich weiter auf dem „Markt“ zu behaupten. „Wir verzeichnen dadurch deutlich mehr Kundschaft“, so König weiter.

Von Hartmut F. Reck

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