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Luckenwalde Menschenkette vor dem Übergangswohnheim
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Menschenkette vor dem Übergangswohnheim
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00:27 25.03.2015
Lautstark zogen die "Abendspaziergänger" am Übergangheim vorbei. Quelle: Reck
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Luckenwalde

Die größte Gruppe bei den beiden Demonstrationen für und gegen Asylbewerberheime in Luckenwalde dürften am Sonnabendnachmittag die Polizisten gebildet haben. Sie erschienen mit einem riesigen Aufgebot an Beamten und Fahrzeugen. Sie kamen mit Mannschaftstransportern, Streifenwagen und Motorrädern. Sogar ein Toilettenwagen war für den mehrstündigen Einsatz in Luckenwalde dabei. Man hatte an alles gedacht und mit allem gerechnet.

Aber der so genannte "Abendspaziergang für eine angemessene Asylpolitik" der von der NPD und ihrer Jugendorganisation unterwanderten Initiative "Nein zum Heim in Luckenwalde" und die Gegendemonstration verliefen friedlich. Während sich die meist auswärtigen "Spaziergänger" mit ihren Luckenwalder Unterstützern am Bahnhof trafen, wo sie von der geballten Staatsmacht empfangen wurden, versammelten sich rund 150 Gegendemonstranten vor dem Übergangswohnheim in der Forststraße. Sie waren dem kurzfristigen Aufruf des Netzwerks für Demokratie im Landkreis Teltow-Fläming gefolgt und bildeten eine Menschenkette vor dem Heim.

Mit einer Menschenkette stellten sich die Gegendemonstranten schützend vor das Übergangswohnheim in der Forststraße. Quelle: Reck

Auch hier zeigte die Polizei Präsenz in Erwartung des kleinen Demonstrationszuges. Die etwa 80 Teilnehmer skandierten lautstark ihre Parolen, als sie durch die Forststraße zogen, begleitet von Pfiffen der Gegendemonstranten und von den Blicken der Heimbewohner, die sich an die Fenster getraut hatten. Anschließend begleitete die Polizei den ausländerfeindlichen Aufmarsch zurück zum Bahnhof.

Die "üblichen Verdächtigen"

 

Als sich die Menschenkette langsam auflöste, wagten sich einige junge Heimbewohner aus Syrien und Afghanistan wieder auf die Straße und unterhielten sich mit den Gegendemonstranten. "Wir sind nicht hier in Deutschland wegen Geld und Essen", sagte einer, der schon recht gut Deutsch sprach, "sondern weil wir sicher leben wollen." In ihrer Heimat sei ihr Leben bedroht, sagte ein junger Syrer und zeigte auf einen hinkenden Landsmann: "Der hat bei einem Bombenangriff ein Bein verloren." Zu dem Aufmarsch der Ausländergegner wollten sie lieber nichts sagen. Einer zuckte nur mit den Schultern und sagte: "Es gibt überall gute und schlechte Menschen, bei Ihnen wie bei uns."

Von Hartmut F. Reck

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