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Luckenwalde Geldstrafe wegen Hitlergruß
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00:20 23.11.2017
In Luckenwalde wurde ein Angeklagter zu einer Geldstrafe wegen des Zeigens verfassungswidriger Symbole verurteilt. Quelle: dpa
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Luckenwalde

Wegen des mehrmaligen Zeigens des sogenannten Hitlergrußes bei einem Fußballspiel ist am Montag ein 44 Jahre alter Mann vor dem Amtsgericht Luckenwalde zu einer Geldstrafe in Höhe von 2250 Euro verurteilt worden. Der Angeklagte L. wurde im Werner-Seelenbinder-Stadion des FSV 63 Luckenwalde beim Regionalligaspiel gegen Babelsberg 03 im Mai von zwei Polizisten mehrfach dabei beobachtet, wie er den rechten Arm und die rechte Hand von sich gestreckt hatte. In Deutschland ist das Zeigen des sogenannten Hitlergrußes als Zeichen einer verfassungswidrigen Organisation verboten.

Weil der Angeklagte mehrfach einschlägig vorbestraft ist – wegen Körperverletzung, illegalen Waffenbesitzes und auch wegen des Zeigens verbotener Symbole – ging das Gericht davon aus, dass sich L. seiner Tat durchaus bewusst gewesen sei. Der zur Tatzeit stark angetrunkene Angeklagte hatte vorher nur teilweise seine Schuld eingeräumt. Nicht immer habe er bei den insgesamt drei beobachteten Verstößen die Hand zum Hitlergruß erhoben, sagte L. Beim Singen im Stadion sei das auch so schon vorgekommen.

Laut Richterin nur Schutzbehauptung

Das, sagte die Richterin, sei nur eine Schutzbehauptung. Ein Polizist hatte zuvor ausgesagt, sich nach dem ersten beobachteten Verstoß in der ersten Hälfte des Spiels nicht sicher gewesen zu sein. Er habe daraufhin einen Kollegen hinzugezogen, der die folgenden Verstöße ebenfalls klar und eindeutig beobachtete. Gemeinsam hätten sie den Angeklagten aus einer Gruppe von rund zehn Bekannten zu ihrem Dienstfahrzeug begleitet und dort seine Personalien aufgenommen. Dabei sei L., bei dem 1,4 Promille gemessen wurden, durchaus ansprechbar gewesen. Auch die Belehrung habe er verstanden, sagte der Polizist aus.

Das Gericht verurteilte den zur Zeit arbeitslosen L. wegen seines Teilgeständnisses zu 150 Tagessätzen von je 15 Euro. Es sei nach einer ganzen Zahl von Vorstrafen allerdings die letztmalige Geldstrafe, sagte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer. L. hatte zu seiner Verteidigung nichts mehr zu sagen und nahm die Strafe still zur Kenntnis.

Von Ansgar Nehls

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