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Luckenwalde Kälbchen vom Wolf gerissen
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Kälbchen vom Wolf gerissen
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19:30 12.03.2019
Melina (l.) und Miriam bleibt nichts anderes, als vom Kälbchen Abschied zu nehmen. Quelle: foto: Margrit Hahn
Gottsdorf

Ein Kälbchen, das gestern auf einer Weide in Gottsdorf geboren wurde, ist tot. Ihm wurde die Kehle durchgebissen. Alles deutet auf einen Wolf hin. Die beiden Tierärztinnen Silke Böttcher Paulsen und Caroline Watermann haben alles versucht, um das Leben des jungen Welshblack-Kalbs zu retten, doch vergeblich.

Nichts Auffälliges entdeckt

Am Montag erblickten zwei Kälbchen auf der Wiese von Müllermeister Markus Röthel das Licht der Welt. Den Müttern und ihrem Nachwuchs ging es gut. Der Familienvater verkündete die frohe Botschaft gleich zu Hause. Tochter Melina war hellauf begeistert und begleitete ihren Vater, um sich die Kälbchen anzuschauen und zu helfen, die Ohrmarken anzubringen. Abends brachte Markus Röthel der Herde Futter. „Da war es alles in Ordnung“, sagt er. Einige Stunden später wiederholte er seinen Kontrollgang. Er wunderte sich, dass eine der Mütterkühe in Richtung Wald schaute. Mit der Taschenlampe leuchtete er den Waldrand ab, konnte aber nichts Auffälliges erkennen. Da die Herde ruhig schien, maß er den Blicken der Mutterkuh keine weitere Bedeutung bei.

Schwere Verletzungen

Am Dienstagmorgen schaute er abermals nach seinen Rindern. Wieder fiel ihm der Blick der Mutterkuh auf. Dieses Mal ging er tiefer in den Wald und entdeckte das Kälbchen, dass einen Tag zuvor geboren wurde. Das Tier war am Hals schwer verletzt. Schaum und Blut kam aus dem Maul. Doch es atmete noch. Röthel rief die tierärztliche Gemeinschaftspraxis in Luckenwalde an. Tierärztin Silke Böttcher Paulsen kam sofort und nahm das Kälbchen mit in die Praxis und operierte es gemeinsam mit ihrer Kollegin Caroline Watermann. Nach einer Stunde schien das Tier aufstehen zu wollen. Doch die Kraft reichte nicht und es starb kurz nach der OP in der Praxis.

Kehlkopf zerfetzt

„Als das Tier zu uns kam, hatte es starke Schäden sowie Einblutungen in der Lunge. Der Kehlkopf war zu zwei Dritteln zerfetzt. Wir haben ihn wieder angenäht. Wir haben alles versucht “, sagt Caroline Watermann. Auch wenn der Wolfs-Rissgutachter die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen hat, wird davon ausgegangen, dass es sich um einen Wolf gehandelt hat. Alles deutet darauf hin. „Es ist nicht das erste Mal. Im vergangenen Jahr im Sommer hatten wir auch ein Tier durch einen Wolfsriss zu beklagen. Eine Entschädigung dafür habe ich bis heute nicht erhalten“, sagt Röthel.

Nachtwache halten

Seine Töchter, die elfjährige Melina und die siebenjährige Miriam ,können es kaum fassen, dass das Kälbchen tot ist. „Es hätte es bei uns so gut gehabt“, so Melina. Damit nicht auch noch das zweite Kalb Opfer des Wolfs wird, will Markus Röthel Nachtwache halten.

Von Margrit Hahn

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