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Luckenwalde Mit dem Wohnmobil die Welt erkunden
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00:21 05.08.2018
Mit diesem Wohnmobil geht Familie Scholze aus Gottsdorf auf eine große Reise. Quelle: Foto: privat
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Gottsdorf

 Die Tage sind gezählt. Familie Scholze vom Wandelhof in Gottsdorf geht auf Weltreise. Die nötigen Vorbereitungen sind bereits getroffen. „Wir starten erst einmal Richtung Portugal, dann sehen wir weiter“, sagt Vater Michael Scholze. Der 53-Jährige wuchs in Nordrhein-Westfalen auf und ist studierter Physiker. Bevor er mit seiner Frau und den beiden Söhnen Aaron und Wahid nach Nuthe-Urstromtal kam, wohnte die Familie in Berlin. Lange hat sie nach einem geeigneten Hof gesucht und den in Gottsdorf gefunden. Bis Ende Juni war Michael Scholze noch bei einer Firma in Berlin angestellt.

Reisen um die Welt

Vor vier Jahren fand er im Internet Beiträge über Menschen, die Ungewöhnliches machen. Dinge, die sie sich schon immer von Herzen gewünscht haben und endlich realisieren. Dabei erfuhr er unter anderem von einer um die Welt reisenden Familie, die ihren Lebensunterhalt durch eine Internetfirma finanziert. Dass war für den Familienvater der ausschlaggebende Punkt.

Seitdem bereitet er seine Selbstständigkeit vor. Er entwickelt Wasserfiltersysteme und hat inzwischen eine Partnerfirma gefunden, die den Verkauf übernimmt. Zudem schreibt er ein Buch, wie man an gesundes Wasser kommt. Auch eine Bauanleitung zu Wasserfiltern stammt von ihm. Man findet sie im Internet unter www.lebendiges-trinkwasser.de

Michael Scholze testet das Innere des Wohnmobils. Quelle: Margrit Hahn

Derzeit befasst sich Michael Scholze mit Wasserfiltersystemen für Wohnmobile. Damit schlägt er zwei Fliegen mit einer Klappe, denn die Familie wird in den kommenden Monaten mit dem Wohnmobil unterwegs sein. Ehefrau Antje ist Erzieherin. Sie kümmert sich um die Schulbildung ihrer Söhne. Aaron ist inzwischen 16 Jahre alt und hat seine 10.Klasse abgeschlossen. Er will nach dem Abenteuer Weltreise eine Ausbildung als Koch beginnen.

Wohnmobil angeschafft

„Da wir ins Wohnmobil ziehen und im Ausland leben, müssen wir uns laut Meldegesetz in Deutschland abmelden“, sagt Michael Scholze. Haus und Firmensitz bleiben in Gottsdorf. Es werden auch nach wie vor Steuern gezahlt. Für ihr Haus in Gottsdorf haben Scholzes jemanden gefunden, der es bewohnt. Das Wohnmobil wurde extra für die Reise angeschafft.

Wie lange die Familie unterwegs sein wird, steht noch nicht fest. Die Weltenbummler wollen dort bleiben, wo es ihnen gefällt. „Wir sind noch dabei, die Route zu entwickeln und wollen schauen, was auf dem Weg liegt“, sagt Scholze. „Es gibt viele interessante Projekte wie alternative Bauernhöfe, an denen wir gern teilhaben würden.“

Andere Sichtweisen

Die Familienmitglieder wünschen sich, aus der gewohnten Umgebung herauszukommen, sich innerlich zu öffnen und andere Sichtweisen zu bekommen. Die Freiheit der Selbstständigkeit hat der Familienvater inzwischen schon schätzen gelernt. Er ist sich sicher, dass seine Söhne unterwegs viel lernen und Erfahrungen sammeln werden.

Die Wünsche aller Familienmitglieder sollen berücksichtigt werden. In Guédelon in der Nähe von Paris entsteht in einem ehemaligen Steinbruch eine Burg, die aussieht wie aus dem zwölften Jahrhundert. Dort wollen Scholzes auf jeden Fall Station machen. Und sie hoffen, dass sie unterwegs auf andere Weltenbummler treffen, um mit ihnen Erfahrungen auszutauschen.

180 Liter Wasser an Bord

Der fahrbare Untersatz ist 7,50 Meter lang, 2,30 Meter breit und wiegt fünf Tonnen. Da Michael Scholze nur Fahrzeuge bis zu dreieinhalb Tonnen fahren darf, wird seine Frau Antje das Steuer übernehmen. Um Gewicht zu sparen, wird genau überlegt, was mit an „Bord“ kommt. 180 Liter Wasser sind eingeplant, die werden unterwegs gefiltert. Zudem darf die Heizung mit Warmwasserboiler nicht fehlen.

„Wir können solange bleiben wie das Internet-Business läuft“, sagt Michael Scholze. Sollte es uns im Wohnmobil nicht mehr gefallen, dann kommen wir zurück, verkaufen es und fliegen vielleicht nach Costa Rica oder Thailand. Er hat sich schon erkundigt, wo die Familie dort willkommen wäre.

Von Margrit Hahn

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