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11:15 16.10.2014
Brita Heyde mit Philip Möller und Dominic Glinga (v.l.). Quelle: Martina Burghardt
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Jüterbog

Genau das ist das Ziel des Projektes. Dafür wird zunächst der individuelle Ist-Stand festgestellt. Projektleiterin Brita Heyde muss dafür unter anderem die Gründe wissen, warum jemand noch keine Ausbildung begonnen oder abgeschlossen hat, wie die Lebenssituation ist und was sich der Ratsuchende wünscht. „Im Gespräch erarbeiten wir Alternativen“, sagt sie. Mal geht es um die Ausbildungsreife, mal um einen Beruf, in den der Betreffende schwer zu vermitteln wäre. „Stur geradeaus zu blicken, ist manchmal schwierig“, sagt Brita Heyde. 
Der Lehrbauhof bietet die Möglichkeit, sich in verschiedenen Gewerken auszuprobieren. Gesucht wird Berufsnachwuchs vor allem auf dem Bau, aber auch im Büro oder als Elektriker. 

Der 19-jährige Dominic Glinga aus Waltersdorf ist seit Mai bei Check-In und hat schon ein Praktikum absolviert. Ebenso wie Philip Möller (18) aus Treuenbrietzen, der sich „bessere Chancen auf einen Beruf“ erhofft, seit er sich im Juli angemeldet hat. Er kann möglicherweise ohne Schulabschluss eine Ausbildung in der Metallverarbeitung beginnen. 

Wie oft und in welchem Zeitraum die Teilnehmer im Lehrbauhof anwesend sein müssen, ist unterschiedlich. Zurzeit sind drei der 28 Teilnehmer täglich dort, andere nur zweimal im Monat. Die Altersspanne reicht von 17 bis 25 Jahre. Sechs der Jugendlichen konnten bereits in Ausbildung vermittelt werden, 20 sind noch in der Warteschleife. 

Üblicherweise endet die Betreuung nicht mit dem Ausbildungsvertrag. „Wir kümmern uns auch darüber hinaus“, sagt Brita Heyde. Praktisch ist, dass die überbetriebliche Lehrunterweisung für den Bau im Hause stattfindet. 

Eine finanzielle Unterstützung erhalten die Check-In-Teilnehmer nicht, sie bekommen lediglich das Fahrgeld erstattet. Finanziert wird das Projekt über einen Topf der Europäischen Union. Weil es für die spezifische Verbundausbildung neue Förderrichtlinien gibt, ist noch unklar, ob dieses Projekt bei der Kreishandwerkerschaft weitergeführt werden kann. 

von Martina Burghardt

www.MAZ-online.de/ausbildung

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