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Luckenwalde Holzarbeiten im Wald an der B 101
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Holzarbeiten im Wald an der B 101
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19:50 14.03.2019
Die Abholzung im Luckenwalder Lehmhufenweg sorgte am Dienstag für Empörung bei Anwohnern. Quelle: foto: Margrit Hahn
Luckenwalde

 Anwohner im Grünen Weg und im Lehmhufenweg in Luckenwalde schlagen Alarm. Am Dienstag wurden Bäume im Wald an der B 101 auf dem ehemaligen Schießplatzgelände gefällt.

„Das kann doch nicht wahr sein“, ärgert sich Norbert Görig. „Wir haben zu DDR-Zeiten jeden einzelnen Baum gegen die Russen verteidigt und jetzt steht hier ein Harvester und macht den Wald platt.“

Entlang des Weges liegen die gefällten Bäume. Quelle: Margrit Hahn

Dabei handelt es sich um ein Naturschutzgebiet. Als die neue B 101 geplant wurde, versprach man den Anwohnern, das der Wald als Schallschutz auf jeden Fall erhalten bleibe. „Es war ja abzusehen, dass es durch die Ortsumgehung lauter wird. Deshalb ist uns der Wald so wichtig“, so Görig.

Als die Anwohner die abgeholzten Bäume und den Holzvollernter sahen, war die Aufregung groß. In der Kreisverwaltung liefen am Dienstag die Telefone heiß. „Bei der Stadtverwaltung fühlte sich niemand verantwortlich“, so Norbert Görig. Auf Grund der Bürgernachfragen mussten die Forstarbeiten unterbrochen werden, bis geklärt war, ob die Arbeiten auch wirklich rechtens sind.

Kiefern in Stücke geschnitten. Quelle: Margrit Hahn

Wie die Untere Naturschutzbehörde auf MAZ-Anfrage bestätigt, wurde die Behörde durch eine Anzeige von Bürgern über umfangreiche Baumfällungen am Lehmhufenweg in Luckenwalde in Kenntnis gesetzt.

Da sich das Waldgebiet zu wesentlichen Teilen im Naturschutzgebiet „Forst Zinna-Jüterbog-Keilberg“ und im SPA-Gebiet (Vogelschutzgebiet) „Truppenübungsplätze Jüterbog Ost und West“ befindet, war eine zeitnahe Vor-Ort-Begehung der betreffenden Waldflächen durch Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde erforderlich. Aufgrund dessen wurden mit dem Eigentümer und Auftraggeber für die Forstmaßnahmen die aktuellen Fällungen vor Ort abgestimmt. Es wurde gefordert, dass die Arbeiten bis spätestens 15. März eingestellt und erst nach weiterer Abstimmung mit den Fachbehörden im Herbst 2019 fortgesetzt werden können. Wie der zuständige Privatwaldförster erklärte, befinden sich die 80 Hektar Wald an der neuen B 101 in Privatbesitz. Das Grundstück wurde vor einigen Jahren von der Brandenburgischen Bodengesellschaft erworben.

Vorkaufsrecht nicht genutzt

„Wenn die Kommune Interesse daran gehabt hätte, dass der Wald den Bürgern als Schallschutz dienen soll, hätte sie von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen können“, so der Förster.

Er betonte, dass die notwendigen forstwirtschaftlichen Arbeiten bereits am Dienstag beendet worden seien, aber nach Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde fortgeführt werden. Seiner Ansicht nach ist der Kiefernbestand überaltert. Die Bäume würden in zehn bis 20 Jahren trocken sein und umfallen.

Von Margrit Hahn

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