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Luckenwalde Kreativ-Projekt mit Flüchtlingskindern
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Kreativ-Projekt mit Flüchtlingskindern
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00:19 03.06.2018
Kreis-Integrationsbeauftragte Christiane Witt (2. v. l.) und Projektteilnehmer bei der Eröffnung der Ausstellung in den GAG-Räumen. Quelle: Gerald Bornschein
Luckenwalde

Seinen vorläufigen Abschluss fand jetzt das in Luckenwalde vom Verein „Komm Mit – für Migranten und Flüchtlinge“ durchgeführte Kinder-Kunst-Projekt. Die lebhaften und beeindruckenden Ergebnisse der Kinder und Jugendlichen sind für etwa vier Wochen in den Räumen der Gemeinnützigen Arbeitsförderungsgesellschaft mbH (GAG) in der Luckenwalder Puschkinstraße ausgestellt.

Kunsttherapeutinnen betreuen Flüchtlingskinder

Seit 2014 kümmerten sich drei Kunsttherapeutinnen des Berliner Vereins um aus Krisenregionen geflüchtete Kinder im Übergangswohnheim Grabenstraße. Einmal wöchentlich begleiteten Hanna Mock und Ana F. Furelos die kleineren Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren, während Birgit Rubach für die Schulkinder bis 14 Jahren verantwortlich zeichnete. Trotz Sprachbarrieren konnten die Kinder sich austauschen und die eigene Ausdrucksfähigkeit mit ihren Themen, Wünschen und Erfahrungen stärken.

Die meisten Teilnehmer aus Afghanistan und Tschetschenien

Tatkräftig unterstützt wurde die Kunsttherapie von Psychologin Eva Moreira, die für die begleitende psychosoziale Betreuung der Familien sorgte. „Das Projekt hat in einem neuen Land mit neuen Herausforderungen einen geschützten Raum geboten“, sagt sie, „verbunden mit Informationen für ein selbstbestimmtes Leben auch in Bezug auf andere Rollenbilder in der Familie.“ Die Mehrzahl der Teilnehmer kam aus Afghanistan und Tschetschenien, aber auch aus Russland, Syrien und Somalia waren Familien dabei.

Landkreis fördert Neuauflage in Ludwigsfelde

Ana Furelos begrüßte die Gäste zur Ausstellungseröffnung mit den Worten: „Das ist nur ein kleiner Teil eines großen Projekts.“ Und Hanna Mock ergänzte: „Die Kinder können stolz auf ihre Werke sein!“ Sie alle hätten eine erstaunliche und positive Entwicklung durchgemacht. Sie bedankte sich auch gemeinsam mit den Teilnehmern mit einem großen Applaus beim Landkreis Teltow-Fläming, der das Projekt gefördert hat.

Kreis-Integrationsbeauftragte Christiane Witt sagte denn auch prompt weitere Unterstützung zu, sollte das Projekt wie vorgesehen in Ludwigsfelde neu aufgelegt werden. Die Hilfe sei wichtig, „solange es Kinder gibt, die entwurzelt sind“, sagte Witt. Durch Kreativität könnten psychische Belastungen abgebaut werden.

„Wärme und Liebe“ im Projekt

Stellvertretend für ihre Kinder und die anderen betreuten Familien, von denen inzwischen einige aus dem Heim ausgezogen sind und nicht zur Ausstellungseröffnung kommen konnten, bedankte sich Achia Chandochova bei den Verantwortlichen. „Die Wärme und Liebe haben geholfen, hier ein zu Hause zu finden“, sagte sie auf Russisch, um auf Deutsch hinzuzufügen: „Vielen, vielen Dank für alles!“

Sie war 2012 mit ihrer Familie aus dem Nordkaukasus geflüchtet und ist seit drei Jahren in Deutschland. Birgit Rubach wiederum dankte Anahit Kokh, die als Dolmetscherin aushalf, selbst wenn sie im Projekt oft russisch kommuniziert hätten.

Fest zum Kindertag

Doreen Zeisig von der GAG freute sich, die Ausstellung in der Puschkinstraße präsentieren zu können. Die Bilder und kleinen Plastiken können natürlich auch während des Kindertagsfestes, das am 1. Juni ab 13 Uhr auf dem Gelände stattfindet, besichtigt werden.

Ein eigenes Kreativprojekt für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren mit dem Namen „Phantasiewelt“ startet die GAG am 6. Juni um 15 Uhr. Um Anmeldung unter Tel. 0 33 71/4 04 88 13 wird gebeten.

Von Gerald Bornschein

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