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Luckenwalde Kreistagsabgeordneter tritt aus CDU aus
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17:11 01.11.2013
Andreas Krüger ist aus der CDU ausgetreten. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Seine Mandate in der Stadtverordnetenversammlung und im Kreistag sowie seine kommunalpolitischen Aufgaben und Funktionen außerhalb der CDU-Fraktion will er aber weiterhin wahrnehmen. Im Kreistag ist er Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und Umwelt.

„Der Austritt aus der Partei fällt mir persönlich sehr schwer“, erklärte Krüger gegenüber der MAZ. Er sehe sich aber dazu veranlasst, „weil sich die Partei vor Ort mit internen Querelen beschäftigt, während Sachthemen, die die Bürger der Stadt Luckenwalde und des Landkreises bewegen, in den Hintergrund geraten sind“. Einige CDU-Politiker würden sich nur für ihre Karriere profilieren wollen. Schon länger habe es in Sachfragen konträre Standpunkte zwischen Krüger und seinen Parteikollegen gegeben. Ein wunder Punkt: das Luckenwalder Freibad. „Bei der vergangenen Kommunalwahl hatte sich die CDU für den Erhalt und die Sanierung des Bades ausgesprochen. Jetzt vertreten einige Mitglieder eine ganz andere Linie“, sagt Krüger.

Quasi als Alleinkämpfer sah er sich bei den Bemühungen gegen die geplante Biogasanlage in Luckenwalde oder für ein solides Verkehrskonzept in der Kreisstadt. Für seine Ideen zur Gestaltung der Parkstraße fand er keine Mehrheit bei den Christdemokraten und auch beim Beschluss zum Abwasserbeseitigungskonzept für Luckenwalde und Nuthe-Urstromtal fühlte er sich von der CDU allein gelassen. Hart getroffen hatte ihn die Entscheidung der CDU-Stadtfraktion vor anderthalb Jahren, ihn als Mitglied aus dem Hauptausschuss zu nehmen. „Angeblich, weil ich nicht die Parteilinie vertreten habe“, sagte Krüger. Auch auf Kreisebene habe es beispielsweise zum Thema Windenergie im Bereich „Zossener Heide“ Differenzen zwischen der Arbeit im Umweltausschuss und der Fraktionsmeinung gegeben.

Der CDU-Kreisvorsitzender Danny Eichelbaum reagierte überrascht. „Ich bedauere den Austritt von Andreas Krüger. Aber ich hätte mir gewünscht, dass er vorher das Gespräch mit dem Kreis- und Ortsvorstand gesucht hätte.“ Querelen innerhalb der Partei seien ihm weder auf Kreis- noch auf Stadtebene bekannt. „Ich weiß nur, dass Herr Krüger schon seit längerer Zeit nicht mehr an Fraktionssitzungen und Mitgliederversammlungen teilgenommen hat“, sagte Eichelbaum und mutmaßte: „Möglicherweise gab es Interessenskonflikte, weil Herr Krüger bei der SWFG beschäftigt ist, die häufiger seitens der CDU in der Kritik stand.“ Krüger war 20 Jahre lang Mitglied der CDU und zwischenzeitlich Stadtverbands chef und Kreisgeschäftsführer.

Von Elinor Wenke

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