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Luckenwalde Lindenstraße für den Verkehr freigegeben
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17:51 26.10.2018
Straßenfreigabe in der Lindenstraße in Luckenwalde Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Die Lindenstraße in Luckenwalde ist endlich wieder frei. Anwohner und Kraftfahrer sind erleichtert, denn zwischenzeitlich war die Straße komplett dicht. Dadurch kam es in der Innenstadt zu den Hauptverkehrszeiten häufig zu Staus.

14 Monate Bauzeit

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide zitierte am Freitag bei der feierlichen Übergabe den griechischen Philosophen Sophokles, der schon vor 2500 Jahren feststellte: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Brücke nicht schmaler ist als der Fluss.“ Mit 17,50 Meter habe die neue Brücke über die Nuthe genau die erforderlichen Maße. Die Bauzeit betrug 14 Monate. Insgesamt kostete das neue Bauwerk über eine Million Euro. Die Stadtwerke, die Nuthe Wasser und Abwasser GmbH (Nuwab) und die Stadt haben das Projekt gemeinsam gestemmt.

Spundwände sorgten für Probleme

Ursprünglich sollte die Straße bereits im September wieder für den Verkehr freigegeben sein. Wie Bauleiter Andreas Heuer vom Unternehmen Ariko aus Genshagen mitteilte, kam es während der Bauphase jedoch zu Verzögerungen. „Im August haben wir begonnen, die Leitungen umzuverlegen, um die alte Brücke abreißen zu können. Bis dahin verlief alles planmäßig“, so Heuer. Probleme gab es vor allem mit den Spundwänden, die nicht wie geplant eingebaut werden konnten.

Bushaltestelle bald wieder in Betrieb

Die alte Brücke wurde Anfang der 1920er Jahre errichtet und war später noch einmal umgebaut worden. Im Zuge des Neubaus wurde jetzt 700 Quadratmeter Asphalt im Eingangsbereich zur Burg erneuert und neue Gehwege gebaut. Mit dem Fahrplanwechsel soll auch die mit höheren Borden versehene Bushaltestelle in der Lindenstraße wieder in Betrieb genommen werden. Durch den Brückenbau erhofft man sich weniger Überflutungen in der Stadt. Spätestens beim nächsten Starkregen wird sich zeigen, ob das eingebaute große Pumpwerk gute Dienste leistet.

Kanäle 100 Jahre alt

Mit Hilfe der Pumpen soll ein großer Teil des innerstädtischen Regenwasser-Kanalsystems besser reguliert werden. Hartmut Krüger von der Nuwab verwies darauf, dass der Schmutz- und Regenwasserkanal in der Stadt vor 100 Jahren angelegt wurde. Mit dem neuen Pumpwerk könnten auch die Überflutungen der Bahnunterführungen der Vergangenheit angehören. „Ich kann nicht sagen, dass es keine Überflutungen mehr gibt, aber nicht mehr so stark und so häufig“, so Krüger.

Risse am Haus

Marlies Kestner konnte das Ende der Bauarbeiten kaum erwarten. Als die Spundwände mit den damit verbundenen starken Vibrationen gesetzt wurden, hatte bei ihrem Wohnhaus der nicht unterkellerte Teil nachgegeben, und dabei war ein Stück abgesackt. Inzwischen hat sich ein Gutachter den Schaden angesehen. „ Ich muss mich absichern, nicht dass das Wohnhaus in einem halben Jahr zusammenfällt und ich das Nachsehen habe“, stellt Marlies Kestner fest. Seitens der Stadt wurde ihr Unterstützung zugesagt. Am 2. November ist ein Treffen geplant. Dann will man sehen, wie die Risse am Haus behoben werden können.

Im Erdgeschoss Fäkalien

Auch der benachbarte Grundstücks- und Hauseigentümer Werner Weng hofft, dass jetzt alle Unannehmlichkeiten vorbei sind. „Ich hatte im Mai 2016 durch einen Abwasser- Rückstau das gesamte Untergeschoss 40 Zentimeter mit Fäkalien überschwemmt. Man hat mir versichert, dass dies jetzt nicht mehr passiert“, so der Hausherr des Heinrich Stifts.

Von Margrit Hahn

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