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Luckenwalde Aufräumaktion in der Fähndrich-Villa
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Aufräumaktion in der Fähndrich-Villa
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05:02 09.07.2018
Melanie Dyllick zwischen ihrer Familie und ihren Helfern. Quelle: Lorenz Reck
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Luckenwalde

 Seit 2011 befindet sich die Fähndrich-Villa im Besitz von Melanie Dyllick. Die 40-Jährige ist promovierte Biochemikerin und arbeitet im Biotechnologiepark in Luckenwalde. „Wir wohnen ganz in der Nähe der Villa, um regelmäßig hier sein zu können. Es ist unser Traum bald dauerhaft hier einzuziehen“, so Dyllick. Neben ihrem Lebensgefährten und ihrem Sohn unterstützt sie auch das Quartiersmanagement „Am Röthegraben“ bei ihrem Projekt die Fähndrich-Villa wieder zum Leben zu erwecken.

Luckenwalder Fähndrich-Villa wurde 1850 erbaut

Die Fähndrich-Villa wurde um 1850 von der Tuchmacherfamilie Praetorius erbaut und ungefähr zehn Jahre später von der Familie Fähndrich gekauft. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Fähndrichs enteignet. Bis Melanie Dyllick die Villa 2011 von der Luckenwalder Wohnungsgesellschaft gekauft hat, stand das Haus lange leer. Nach dem Kauf hat sie sich über die Geschichte des Hauses bei dem Luckenwalder Stadthistoriker Dietrich Maetz informiert und hatte Kontakt mit einem Sohn der Fähndrich-Familie, Hardy Fähndrich, der voriges Jahr verstorben ist.

Melanie Dyllick hat die Villa 2011 erworben. Quelle: Hartmut F. Reck

Zurzeit werden die meisten Arbeiten am Haus von der Besitzerin und ihrem Lebensgefährten selbst erledigt. Zusammen mit einem Architekten planen sie, die Villa denkmalgerecht zu sanieren. Ein wichtiger Meilenstein war 2017, als Dyllick den Garten und die Zuwege zu ihrem Haus nach einem langen Rechtsstreit hinzukaufen konnte. Vorher habe ihr aufgrund komplizierter Umstände nämlich nur das Haus gehört. Das Grundstück war nach der Wiedervereinigung separat verkauft wurde.

Kontakte zum Quartiersmanagement helfen weiter

Als Melanie Dyllick mit der Fähndrich-Villa vergangenes Jahr am Tag der Häuser in Luckenwalde teilnahm, kam die Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement „Am Röthegraben“ zustande und es wurde anschließend zur ersten gemeinsamen Aufräumaktion aufgerufen. Ein Jahr später rührte das Quartiersmanagement erneut die Trommel, um Dyllick unter die Arme zu greifen. Insgesamt sechs freiwilligen Helfer kamen zum Arbeitseinsatz.

Beim Tag der Häuser 2017 kamen viele Besucher zur Fähndrich-Villa. Quelle: Hartmut F. Reck

Dass fremde Menschen ihre Hilfe anbieten, freut die Besitzerin sehr: „Es ist auch unser Plan, das Haus der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir haben zum Beispiel einen 60 Quadratmeter großen Saal im Erdgeschoss, den wir für Veranstaltungen anbieten wollen. Zudem überlegen wir einen Verein zu gründen, um anderen die Möglichkeit zu bieten, die Fähndrich-Villa mit zu gestalten.“

Mietwohnungen und Kleintier-Haltung geplant

Da ihr Lebensgefährte gelernter Landwirt ist, planen sie auch die Haltung von Kleintieren und die Nutzung des Gartens zur Selbstversorgung. Neben dem großen Saal und dem geplanten Wohnraum für die eigene Familie, möchte die Besitzerin Mietwohnungen einrichten. Interessenten können sich jetzt schon bei Melanie Dyllick melden.

Von Lorenz Reck

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