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Luckenwalde Dauer-Müll in der Dauer-Baustelle
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17:37 11.02.2019
Die gelben Säcke stapelten sich seit Dezember in der Dahmer Straße und wurden erst am Freitag abgeholt. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Die Anwohner der Dahmer Straße in Luckenwalde müssen seit Monaten nicht nur wegen der Dauer-Straßenbaustelle Einschränkungen hinnehmen; seit Wochen entpuppt sich auch noch die Abfallentsorgung als handfestes Problem. Seit Dezember stapelten sich zeitweilig bis zu 40 gelbe Säcke vor dem Gebäude der evangelischen Kita und auch an anderen Stellen, erst am Freitag wurden sie schließlich vom Entsorgungsunternehmen Alba abgeholt.

Eva-Maria Gaedigk, Managerin für interne Kommunikation bei Alba, erklärt dazu: „Die Dahmer Straße, die wegen Sanierungsarbeiten auf der ganzen Breite gesperrt ist, wird aus Gründen des Arbeitsschutzes derzeit nicht von uns befahren. Dies geschieht nur in Ausnahmefällen, wenn die Bauarbeiter das Passieren für unseren Lkw freigeben.“ In der Regel würden die Mitarbeiter des Bauunternehmens deshalb die gelben Säcke an einen für den Lkw passierbaren Ort, beispielsweise eine Seitenstraße, stellen.

Ruhe auf der Baustelle

Das bestätigt Jürgen Schmeier, Leiter des städtischen Straßenamtes. „In der Regel bringen die Bauleute die Säcke und Tonnen an eine Sammelstelle vor der Baustelle“, sagt er. Nur: Seit Wochen ruhen die Bauarbeiten, vermutlich wegen der Frostperiode. Deshalb sind auch keine Bauleute da, die die Säcke an Ort und Stelle transportieren. „Für diesen Fall haben wir extra die Tore aufgemacht, damit die Fahrzeuge rein können“, so Schmeier.

Was Hauseigentümerin Annika Kuhl und andere ärgert: Die grünen Mülltonnen werden geleert; die großen Fahrzeuge des SBAZV fahren in die Dahmer Straße hinein; bei den blauen Papiertonnen und gelben Säcken klappt es nicht. „Mich nervt, dass ich wochenlang hinterhertelefonieren musste und wir nicht ordentlich informiert werden, wie die Entsorgung geregelt ist“, sagt Annika Kuhl. Wenn gelbe Säcke wochenlang vor den Häusern lagern, sei das nicht nur ein optisches Problem. „Sie fangen an zu stinken, fliegen herum oder zerfleddern“, sagt Anwohner Sebastian Fritzsche, „außerdem ziehen sie gewisse Nager an.“

Anwohner tragen Säcke selbst in die Seitenstraße

„Leider sind wir von der Baufirma nicht über den Baustopp informiert worden“, berichtet Eva-Maria Gaedigk, „sodass wir die Anwohner nicht bitten konnten, ihre gelben Säcke ausnahmsweise selbst außerhalb der Baustelle bereitzustellen.“ Mit dem Bauamt und den Firmen stimme man ein Vorgehen ab, dass künftig einen reibungslosen Ablauf gewährleiste. Annika Kuhl trägt die Säcke inzwischen selbst 150 Meter in die Gartenstraße zur Abholung. Ebenso Anwohner Sven Schreiber. Für ihn ist das nicht wirklich ein Problem. „Ehe die Säcke hier liegen bleiben, trage ich sie ein paar Meter zur nächsten Seitenstraße“, sagt er, „dort wurden sie anstandslos abgeholt.“

„Ich verstehe nicht, warum die Fahrzeuge des SBAZV reinfahren können und die anderen nicht“, sagt Jürgen Schmeier. Er ist aber zuversichtlich: „Am 13. Februar sollen die Bauarbeiten weitergehen, dann stellen die Bauleute wieder die Säcke an Ort und Stelle.“

Von Elinor Wenke

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