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Luckenwalde 80 junge Menschen demonstrieren für Klimaschutz
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde 80 junge Menschen demonstrieren für Klimaschutz
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01:15 18.03.2019
Demo zum Klimaschutz in Luckenwalde: 80 junge Menschen haben lautstark ihrem Anliegen Luft gemacht. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Tausende Jugendliche demonstrieren momentan weltweit im Rahmen der „Fridays for Future“-Bewegung, deren Gesicht die schwedische Schülerin Greta Thunberg ist, gegen die Klimapolitik. Auch in Luckenwalde gingen am Freitagnachmittag 80 junge Menschen auf die Straße, um für die Einhaltung des Pariser Klimaablommens und einen früheren Kohleausstieg zu demonstrieren. „Hopp, hopp, hopp, Kohlestopp“ riefen dabei die Demonstranten auf ihrem Weg vom Luckenwalder Bahnhof zum Kreishaus.

80 junge Leute ziehen am Freitagnachmittag in Luckenwalde mit Spruchbändern und Sprechchören durch die Stadt

 

Tom Ritter, Initiator von ,,Fridays for Future Teltow-Fläming”, hatte schon einige Male allein vor dem Kreishaus in Luckenwalde demonstriert (die MAZ berichtete). Dieses Mal bekam er lautstarke Unterstützung: Mit dem Megafon zogen die jungen Leute aus Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald in Sprechchören durch die Kreisstadt. An den Kreisparteistellen der CDU, SPD und Linken legten sie kurze Stopps ein.

Klimawandel betrifft alle

Ursprünglich wollten die Schüler in den letzten Unterrichtsstunden demonstrieren. Doch sowohl am Oberstufenzentrum Teltow-Fläming als auch am Kopernikus-Gymnasium in Blankenfelde wurden die Schüler aufgefordert, bis zum Unterrichtsschluss anwesend zu sein – ansonsten würden Konsequenzen drohen. „Die letzten beiden Stunden am Freitag sausen zu lassen, wäre das kleinste Übel“, sagte Tom Ritter. „Wenn wir die Klimaziele nicht erreichen, dann haben wir ein viel größeres Problem.“ Viel schlimmer sei es, untätig herumzusitzen. Der Klimawandel betreffe alle. „Deshalb gehen wir auch weiterhin auf die Straße. In Luckenwalde und überall auf der Welt“, verspricht Ritter.

Sofortiger Kohleausstieg gefordert

„Es kann doch nicht sein, dass die aktuelle Bundesregierung erst 2038 aus der Kohle aussteigen will, und wenn wir demonstrieren, wir als Schulschwänzer abgestempelt werden“, empörte sich Philipp Maaßen, Schüler des Kopernikus-Gymnasiums. „Wir fordern einen sofortigen Kohleausstieg. Wir wollen noch etwas von unserem Leben haben.“ Es sei längst überfällig, dass sich junge Menschen in Teltow-Fläming für den Klimaschutz engagieren.

CDU-Landtagskandidat Felix Menzel lobte den Einsatz der jungen Menschen. „Ich finde es super, dass ihr euch engagiert“, sagte er. Im SPD-Büro von Erik Stohn rührte sich hingegen nichts, und auch im Rathaus hatten die Mitarbeiter am Freitagnachmittag schon Feierabend. Bei den Linken wartete eine ganze Abordnung auf die Demonstranten, unter ihnen der Landtagsabgeordnete Carsten Preuß sowie die Kreistagsabgeordneten Felix Thier und Jürgen Akuloff.

Durchhaltevermögen gewünscht

„Wir können uns nur bei den Jugendlichen bedanken“, sagte Preuß. Mit einer oder zwei Demos passiere noch nichts,weshalb den Schülern viel Durchhaltevermögen gewünscht wurde. „Wir brauchen den Druck von der Straße“, so Preuß.

Auf dem Boulevard wies Philipp Maaßen auf die Bäume hin, die dort 2018 gepflanzt wurden. Die Bäume, die dort vorher standen, wurden gefällt. „Von 2014 bis zum vorigen Jahr gab es eine Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt der Bäume eingesetzt hatte. Obwohl protestiert wurde, wurden die Bäume gefällt“, so der Schüler.

Landrätin Kornelia Wehlan (Die Linke) begrüßte die Klimaaktivisten vor dem Kreishaus. „Ihr seid die Generation, die ausbaden muss, was euch Generationen vor euch eingebrockt haben“, so die Landrätin. Sie lud die jungen Leute zu Gesprächsrunden ein.

Mit dem Fahrrad zur Arbeit

Die Frage, ob sie täglich mit dem Auto zur Arbeit fahren würde, bejahte sie und erntete Buh-Rufe. Sie versprach, künftig öfter das Auto stehen zu lassen und mit dem Fahrrad fahren. Sie forderte die jungen Leute auf, auch weiterhin aktiv zu sein. „Wir brauchen den Dampf, den ihr hier mitbringt“, so Wehlan.

Von Margrit Hahn

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