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Luckenwalde Evangelische Kita zieht in den Neubau
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Evangelische Kita zieht in den Neubau
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16:28 28.02.2019
Kisten schleppen im Neubau: Gregor Janz, Kita-Leiterin Viola Horn und ihre Stellvertreterin Antje Nitschke (v.l.). Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Das Frühstück gibt es für die Kinder der evangelischen Kita am Freitag noch im Altbau in der Dahmer Straße, das Mittagessen schon im Neubau in der Neuen Baruther Straße. Der Umzug ins neue Domizil steht an.

Der große Umzugswagen hat die Möbel, Geräte und Kisten schon am Donnerstag an den neuen Standort bugsiert. „Wir wollten nicht, dass die Eltern ihre Kinder einfach in den Neubau bringen, sondern mit unseren Kindern gemeinsam umziehen“, sagt Kita-Leiterin Viola Horn.

Das Umzugsunternehmen Gensicke hat die großen Teile transportiert. Quelle: Elinor Wenke

Ihr wie allen anderen Beteiligten fiel am Donnerstag ein dicker Stein vom Herzen, denn die Betriebserlaubnis für den lange geplanten Einzug gab es buchstäblich in letzter Minute.

Das Brandenburger Bildungsministerium, das die Betriebserlaubnis für Kitas erteilt, hatte den lange geplanten Vor-Ort-Termin zur Abnahme am 28. Februar kurzfristig abgesagt, weil die zuständige Mitarbeiterin erkrankt ist. Zudem hieß es aus dem Ministerium: „Die Prüfung ist derzeit leider nicht möglich, weil eine Reihe von Unterlagen den Sachverhalt nicht eindeutig wiedergeben.“ Einen konkreten nächsten Termin für eine Vor-Ort-Prüfung konnte man nicht nennen. Das hätte bedeutet: Kein Umzug.

„Wie erschlagen“

„Wir waren wie erschlagen“, sagte Gregor Janz, Vertreter des Diakoniewerkes Simeon als Träger der Einrichtung. „Immerhin hängen 40 neue Kitaplätze dran und finanziell wäre das auch ein Fiasko geworden.“ Der Träger habe alle seine Hausaufgaben gemacht und die Unterlagen eingereicht, versicherte Janz.

Die Nerven bei den Erzieherinnen lagen blank. „Es hängen so viele Dinge dran“, gab Viola Horn zu bedenken. Reinigungsfirma und Umzugswagen waren bestellt, das Essen für die alte Kita abbestellt.

Kinder und Erzieher in der alten Kita auf gepackten Kisten. Quelle: Elinor Wenke

Und auch die Eltern wollten Klarheit. „Es kann doch nicht sein, dass die Betriebserlaubnis von einer erkrankten Mitarbeiterin abhängt“, sagte Elternsprecherin Corinna Jurtzik. Viele Eltern hätten dringend auf die neuen Plätze gewartet und zum Teil ihre Jobs nicht ausführen können, weil noch kein Kitaplatz zur Verfügung stand. „Für die Erzieher war die Situation eine Belastung und auch die Kinder spüren die Unruhe, wenn die Pädagogen zwischen Baustelle und Kita pendeln“, sagt die junge Mutter.

Nach MAZ-Anfrage neuer Termin

Erst nach einer MAZ-Anfrage beim zuständigen Ministerium wurde der Vor-Ort-Termin kurzfristig am 27. Februar für den nächsten Tag doch anberaumt. Am Donnerstagmittag dann die Erleichterung: „Der Termin lief wider Erwarten problemlos. Wir haben mündlich die Betriebserlaubnis und erhalten sie schriftlich nachgereicht“, sagt Gregor Janz. Minimale Auflagen wie ein Sonnenschutz werden nachgearbeitet. Die Kita zieht zunächst mit ihren 42 Kindern um, dann beginnt schrittweise die Eingewöhnung für neue Kinder. Die Plätze werden auf 90 aufgestockt.

„Der 900 Quadratmeter große Neubau verfügt über neun Gruppenräume und einen großen Mehrzweckraum“, erklärt Architekt Christian Dubrau. Von allen Gruppenräumen gelangen die Kinder direkt auf den Hof. Insgesamt investiert das Diakoniewerk 2,8 Millionen Euro, darunter auch Fördermittel und Unterstützung durch die Stadt. Der Spielplatz und die Außenanlagen sollen im Mai fertig werden.

Von Elinor Wenke

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