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Luckenwalde Feuer in Mehrfamilienhaus in der Puschkinstraße
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Feuer in Mehrfamilienhaus in der Puschkinstraße
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18:48 17.08.2018
Nach dem Wohnungsbrand in der Luckenwalder Puschkinstraße. Quelle: Facebook
Luckenwalde

Es riecht noch immer brenzlig im Treppenhaus. Aus bisher ungeklärter Ursache ist am Donnerstagabend in einem Mehrfamilienhaus in der Luckenwalder Puschkinstraße 48 ein Brand ausgebrochen. Die Luckenwalder Feuerwehr wurde gegen 22.30 Uhr zu dem vierstöckigen Gebäude gerufen, in dem insgesamt 18 Mietparteien wohnen.

Die Bewohner des Hauses wurden von der Feuerwehr evakuiert. Zwei 65- und 30-jährige Mieter wurden wegen Verletzungen durch die Rauchentwicklung ins Krankenhaus gebracht und zwei weitere zwölf und 62 Jahre alte Personen vor Ort ambulant durch Rettungskräfte behandelt. Insgesamt mussten 14 Personen ihre Wohnungen verlassen und konnten zunächst nicht in ihr Zuhause zurückkehren.

Wohnung vollständig ausgebrannt

Die Wohnung in einem der oberen Stockwerke, in der das Feuer ausgebrochen war, wurde durch die Flammen vollständig zerstört. Auch der Hausflur wurde in Mitleidenschaft gezogen. Scheiben gingen dort zu Bruch.

Einigen Mietern steckt der Schreck noch in den Gliedern. Irmgard Ziehe wohnt im dritten Stock und musste von der Feuerwehr über den Balkon, die Leiter und den Korb in Sicherheit gebracht werden. „Ich hatte mich gegen 22 Uhr ins Bett gelegt, aber noch nicht geschlafen, als ich merkte, dass draußen so ein Krach ist“, berichtet die 77-Jährige. Sie wohnt seit 23 Jahren in dem Haus.

Obere Etagen zunächst unbewohnbar

Während die Bewohner des Erdgeschosses und der ersten Etage nach dem Löschen zurück in ihre vier Wände konnten, blieben die Wohnungen in der dritten und vierten Etage zunächst unbewohnbar. „Meine Freundin wohnt im ersten Stock, ich konnte die Nacht bei ihr verbringen“, berichtet Irmgard Ziehe.

Erwin und Barbara Jürgen konnten am Abend ihre Wohnung im zweiten Stockwerk noch über das Treppenhaus verlassen. „Ich hatte schon geschlafen“, berichtet Erwin Jürgen (89), „meine Frau hat mich geweckt und gesagt: Komm schnell raus, es brennt.“

Mit der Feuerwehr zur Turnhalle

Die beiden Senioren wurden von der Feuerwehr zur Arndt-Grundschule gebracht und verbrachten die Nacht dort in der Turnhalle. Andere kamen bei Verwandten oder Freunden unter. „Am Vormittag warteten wir dann im Kulturraum der Feuerwehr, bis wir wieder in unsere Wohnung konnten“, berichtet Erwin Jürgen. Das war gegen 14 Uhr. „Bei uns ist alles okay, nur ein bisschen Ruß“, sagt seine Frau.

„Alles ist schwarz“

Auch Irmgard Ziehe konnte inzwischen wieder heimkehren. „Alles ist schwarz, der Rauch ist wahrscheinlich durch alle Ritzen gezogen“, berichtet sie.

Spezialisten der Kriminaltechnik ermitteln zur Brandursache. Es wurde eine Strafanzeige wegen des Verdachtes der schweren Brandstiftung aufgenommen.

Von Elinor Wenke

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