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Luckenwalde Steigende Gebühren für Notunterkunft
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06:11 28.11.2018
Bislang nutzten in diesem Jahr 19 Personen die Obdachlosenunterkunft in der Luckenwalder Schützenstraße. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Der Tagessatz, den eine Person zur Benutzung der Notunterkünfte in der Stadt Luckenwalde zahlen muss, steigt von derzeit 6,08 Euro auf 8,88 Euro. Einer entsprechenden Änderung der Gebührensatzung für Notunterkünfte, die ab Januar 2019 in Kraft treten soll, stimmte der Finanzausschuss jetzt zu. Die Stadtverordneten entscheiden abschließend am 4. Dezember darüber.

Die Obdachlosenunterkunft in der Schützenstraße wird im Auftrag der Stadt vom Diakonischen Werk betrieben. Während in den Jahren 2014 und 2015 jeweils 13 Personen die Unterkünfte nutzten, so waren es 2016 schon 23 und im vergangenen Jahr 26 Nutzer.

Zahl der Übernachtungen gestiegen

Die Zahl der Übernachtungen stieg von 945 im Jahr 2014 auf 3137 im vorigen Jahr. 2016 waren es 2055 Übernachtungen. Bis September dieses Jahres wurden bislang 19 bedürftige Personen mit 2489 Übernachtungen registriert.

Die aktuelle Gebühr von 6,08 Euro beruht auf Kalkulationen aus dem Jahr 2016. Die neue Berechnung kommt zustande, weil die Erstattungen an das Diakonische Werk und der prozentuale Personalkostenanteil der Verwaltung gestiegen sind und außerdem Erhöhungen im Verbrauch von Gas, Wasser und Strom zu verzeichnen sind.

„Die Kostensteigerungen lassen sich mit der höheren Auslastung der Notunterkunft begründen“, erklärt Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) in der Beschlussvorlage der Verwaltung. Denn eine höhere Belegung bedeute auch einen Mehrverbrauch an Energie.

Zusätzliche Hilfe notwendig

Derzeit leitet eine Mitarbeiterin der Diakonie das Haus in der Schützenstraße. Sie weist die entsprechenden Zimmer zu und setzt die Hausordnung durch. Die vergangenen Jahre hätten aber gezeigt, dass ein Großteil der Bewohner zusätzlich auf weitere Unterstützung angewiesen ist. Dazu gehören die Begleitung zu Behörden, Hilfe bei der Wohnungssuche oder Unterstützung bei Anträgen für soziale Leistungen.

Da die Verwaltung diese Hilfe nicht leisten kann, beschäftigt das Diakonische Werk eine zweite Mitarbeiterin in der Notunterkunft. Die soziale Betreuung umfasst durchschnittlich fünf Stunden pro Woche. Demzufolge ist auch der Personalkostenanteil gestiegen.

Aufwendungen von 77.000 Euro

Die Aufwendungen für den Betrieb der Notunterkunft werden für das Jahr 2019 auf knapp 77.000 Euro geschätzt. Die umlagefähigen Kosten liegen bei rund 73.000 Euro. Daraus ergeben sich Kosten von 266 Euro pro Person und Monat.

Die meisten Bewohner der Obdachlosenunterkunft sind Empfänger von staatlichen Sozialleistungen; sie entrichten daher die Gebühr nicht selbst. Die Gebührensätze werden in diesen Fällen als angemessene Kosten der Unterkunft vom Landkreis übernommen.

Von Elinor Wenke

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