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Luckenwalde Handwerker für Millionen-Projekt gesucht
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Handwerker für Millionen-Projekt gesucht
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19:02 27.02.2019
Moderator Arnd Joachim Garth, Christian Görke, Sven Teske und Frank Schmidt (v.l.) beim Fachsimpeln. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

„Das war heute noch nicht der Förderbescheid, sondern nur mein Wohlwollen“, betonte Christian Görke (Linke) mit einem Schmunzeln ausdrücklich, bevor er sich von den „Luckenwaldern“ verabschiedete. Brandenburgs Finanzminister hatte der städtischen Wohnungsgesellschaft „Die Luckenwalder“ am Dienstagabend einen Besuch abgestattet, um sie bei ihrer Roadshow „Die Burg on Tour“ zu unterstützen. „Sie sind auf einem guten Weg“, versicherte er.

Die Wohnungsgesellschaft hatte Kreishandwerkerschaften sowie Handwerksbetriebe der Region eingeladen, um ihnen das geplante Großprojekt Burg schmackhaft zu machen. „Die Luckenwalder“ will das Plattenbaugebiet Burg für insgesamt 30 Millionen Euro sanieren und quasi mit einem völlig neuen Gesicht auferstehen lassen. Alle Wohnungen sind oder werden leer gezogen.

Noch ist es eine Vision: So soll das Wohngebiet Burg in Luckenwalde künftig aussehen. Quelle: privat

Das Karree aus Plattenbauten war Mitte der 1980er Jahre errichtet worden und macht einen abgewirtschafteten Eindruck. „Die Wohnungen sind zum Teil völlig verbaut, die Grundrisse nicht zeitgemäß und es gibt einen großen Instandhaltungsrückstau“, erklärte Architekt Sven Teske.

Die oberen Etagen werden komplett abgetragen und 60 Prozent der alten Bausubstanz durch Neubaukonstruktionen ersetzt – zum Teil in Holzbauweise. Aus derzeit mehr als 200 Wohnungen sollen 139 Wohnungen sowie acht Gewerbeeinheiten entstehen. Die Wohnungen werden zum großen Teil barrierefrei oder barrierearm sein. 19 Aufgänge werden auf vier reduziert; die Erschließung erfolgt größtenteils über Laubengänge. Balkone werden von außen „angehängt“.

„Wir sind mit der Investitionsbank des Landes im Gespräch, inwieweit wir das Projekt unterstützen können“, sagte Görke. „Ich bin optimistisch, dass wir sowohl einen zinsfreien Kredit als auch einen Zuschuss des Infrastrukturministeriums beisteuern können.“ Hinsichtlich des Einwohnerzuwachses sei es eine Herausforderung, den Luckenwaldern Wohnraum und „hochwertigen Lebensraum“ zu bieten, so Görke.

Bezahlbarer Wohnraum

Dabei will die Wohnungsgesellschaft auch ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden, denn 105 Wohnungen werden mietpreisgebunden und demnach bezahlbar sein und der Mietpreis um die sechs Euro liegen.

„Wir wollen im Oktober mit ersten Probe-Abrissen beginnen“, kündigte Geschäftsführer Frank Schmidt an. Im Jahr 2020 soll es dann richtig an den Start gehen. Spätestens Anfang 2023 rechnet man mit der Fertigstellung.

„Heimische Betriebe sensibilisieren“

Weil Handwerker auf dem Arbeitsmarkt rar und die Auftragsbücher voll sind, will man schon jetzt potenzielle Auftragnehmer auf seine Seite ziehen. „Unser Ziel ist es, heimische Betriebe für das Bauvorhaben zu sensibilisieren und sie frühzeitig zur Teilnahme an den Ausschreibungsverfahren zu ermutigen“, sagte Frank Schmidt. So kam am Dienstag auch ein Versicherungsexperte zu Wort, der den Unternehmern wertvolle Tipps gab.

Die Resonanz an Besuchern war am Dienstag noch sehr überschaubar. Luckenwalde war der Auftakt zur Roadshow, weitere Kommunen werden folgen.

Von Elinor Wenke

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